Bitte registrieren Sie sich neu, um alle nicht kostenpflichtigen Inhalte auf fuchsrichter.de einsehen zu können.
030-288 817-20
0,00 €
3925
Nachhaltigkeit in der Beratung – Rating 2023/24 – FUCHS|RICHTER-Score: 97,5 – Status: Großmeister

Globalance Bank: Nachhaltigkeit in den Genen

Großmeister im nachhaltigen Private Banking 2023 / 2024. © FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, Verlag Fuchsbriefe
Bei der Globalance Bank dreht sich alles um die Zukunft, um eine nachhaltige Zukunft, die die Erde und ihre Ressourcen (und Bewohner) schont. Das darf man von einer Bank, die sich voll und ganz dem Thema Nachhaltigkeit (SRI oder ESG) verschrieben hat, auch erwarten: „Nachhaltigkeit gehört zu unserer DNA und wir tun nichts anderes.“ Es geht also nicht um das Ob, sondern um das Wie. Wie widmet sich diese Bank dem Thema, mit welcher Energie treibt sie die Entwicklung voran?

Beginnen wir bei unserer Bewertung mit dem Kunden. Um ihn geht es schließlich im Private Banking und Wealth Management. Was sagt er zur Qualität der Nachhaltigkeits-Beratung bei Globalance? „Nachhaltigkeit war das zentrale Thema des gesamten Gesprächs und wurde vielseitig und visuell gut aufbereitet beleuchtet. Mir wurde verständlich erklärt, was es bedeutet, Nachhaltigkeit auch bei der Vermögensanlage zu bedenken und auch tatsächlich umzusetzen. Herausragend!“. Und eines Großmeisters würdig, ergänzen wir als Redaktion und Prüfinstanz.

Solides Fundament

Vielmehr muss man eigentlich nicht wissen. Aber die wahrgenommene Beratungsqualität hat auch ein sehr solides Fundament. Im zurückliegenden Jahr hat die Bank weiter an der ohnehin herausragenden Kompetenz auf diesem Gebiet gearbeitet. So hat Globalance umfangreiche Entwicklungsziele für ihre Investment-Portfolios verabschiedet. Die Bank zielt darauf ab, den Footprint-Score – die hausinterne Nachhaltigkeits-Beurteilung – in mehreren, besonders herausfordernden Anlageklassen, zu verbessern. 2022 wurde die qualitative Auswahl von Anleihen in Entwicklungsländern verbessert.

Im Jahr 2023 sollen Infrastruktur-Investments und Immobilien auf der Nachhaltigkeits-Qualitätsleiter nach oben klettern, d.h. bestehende Anlagen werden ersetzt. Im Jahr 2024 sind Edelmetalle, Wandelanleihen und Aktien an der Reihe. Für die spezifischen Anlageklassen greift die Bank auf externe, spezialisierte Anlage-Manager zurück. Je Anlageklasse führt Globalance nach eigener Aussage einen tiefgreifenden Prüfprozess durch, in den das Investment Team und das Impact Research Team einbezogen sind. Infrastruktur-Investments seien eine große Herausforderung gewesen, da die einzelnen Projekte sehr verschieden und komplex sind. Ihr Einfluss auf die Energiewende ist wiederum enorm. Gegenüber den Kunden kann die Bank anhand von Impact-Daten nun aufzeigen, wie sie deren Portfolios auf finanzielle und nicht-finanzielle Einflussfaktoren weiterentwickelt.

Kilmakennzahlen für sämtliche Anlagen

Darüber hinaus hat Globalance Bank als erste Bank in der Schweiz die «Swiss Climate Scores» publiziert. Die Swiss Climate Scores sind im Juni 2022 vom Bundesrat bzw. dem eidgenössischen Finanzdepartement in Zusammenarbeit mit der Bankiervereinigung und Experten aus der Branche sowie von NGOs lanciert worden. Sie liefern aussagekräftige und vergleichbare Informationen zur Klimaverträglichkeit aller Anlagen. Auf diese Weise wird die klimaverträgliche Ausrichtung von Finanzanlagen transparent gemacht. Globalance hat das Reporting auf die Gesamtbilanz ausgeweitet. Als – nach eigener Aussage erste Bank –veröffentlicht Globalance Klimakennzahlen, wie etwa CO2-Emissionen, für sämtliche Anlagen.

Ambitionierte Vorhaben

Nicht weniger ambitioniert sind die Ziel für das bevorstehende Jahr. Globalance beabsichtigt, das intern entwickelte Impact-Signal („Globalance Footprint Score“) einem Methoden-Update zu unterziehen. Dabei sollen neue, alternative Datenprovider integriert werden. Das Signal soll noch besser beantworten, welche Produktewirkung ein Unternehmen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt hat. Dabei geht die Bank auch neue Wege. So will sie Patentdaten nutzen, um die nachhaltige Innovationsleistung eines Unternehmens zu ermitteln. Beispielsweise könne anhand der Patent-Anmeldungen beurteilt werden, wie stark ein Unternehmen in Bereichen wie «Carbon Capture» (CO2 Speicherung), Biopolymere, nachhaltige Verpackungen bis hin zu Entsalzungsanlagen ist.

Globalance hat zusammen mit einem externen Anbieter über 100 zukunftsorientierte patentierbare Technologien identifiziert. Dazu wolle man nun die besten Unternehmen suchen. Ein französisches Startup soll künftig „Daten der neusten Generation“ zu Biodiversitäts-Wirkungen zur Verfügung stellen. Im 2. Halbjahr würden weitere Klimadaten implementiert. Künftig könne damit auch die Glaubwürdigkeit der Unternehmens-Klimaziele beurteilt werden. Folge: Je ambitionierter und glaubhafter ein Unternehmen seinen Klimapfad einschlägt, desto besser fällt das Scoring aus. Die Einführung einer neuen Methode für die Nachhaltigkeitsleistung von Staaten (Staatsanleihen, Bundesländer) vervollständigt die methodische Auffrischung. Dabei würden künftig Aspekte einer erfolgreichen und nachhaltigen Staatsführung berücksichtigt.

Anspruchsvolle Mitarbeiterschulungen

Die Auswahl und Schulung der Mitarbeiter ist ebenso ambitioniert ausgerichtet. Das Assessment ist darauf ausgerichtet zu identifizieren, ob ein Kandidat hinter dem "Why/Purpose" (Nachhaltigkeit, "mehr als Geld bewegen) von Globalance steht, Nachhaltigkeit im privaten Leben "lebt" und zu den Werten der Bank passt. In einem ohnehin engen Personalmarkt eine zusätzliche, selbstauferlegte Bürde auch für die Bank. Die regelmäßigen zweiwöchentlichen Schulungen zielen auf Wissensvermittlung, Verständnis und Vertiefung zur komplexen Nachhaltigkeitsthematik ab. Der Kunde trifft also auf exzellent geschulte Berater.

Alle Portfolios werden nach Nachhaltigkeitskriterien aufgesetzt und optimiert. Bei der Globalance erübrigt sich also schon die (Pflicht-)Frage an den Kunden, ob er nachhaltig investieren möchte. Der Einstieg ist bereits mit einem Anlagevolumen von 500.000 Euro möglich, auf Einzeltitelbasis ab 750.000 Euro.

2021 (TOPs 2021) Beratungsgespräch Nachhaltig ist innovativ im Shop
2020 (TOPs 2020) Vermögensstartegie Innovativer Ansatz im Shop
2019 (TOPs 2020) Beratungsgespräch Empathie und Nachhaltigkeit pur im Shop
2017 (TOPS 2018) Vermögensstrategie Globalance lässt die Geldpersönlichkeit leben im Shop
2017 (TOPs 2018) Beratungsgespräch Globalance Bank: Die Dame mit dem Tee ist Aktionärin im Shop
2016 (TOPs 2017) Vermögensstrategie Globalance Bank AG: Da geht noch was im Shop
2016 (TOPs 2017) Beratungsgespräch Schwarz-Grün ist möglich im Shop
2015 (TOPs 2016) Vermögensstrategie Nur Footprint reicht nicht im Shop
2015 (TOPs 2016) Beratungsgespräch Die Bank für nachhaltige Fußabdrücke im Shop
2019 (TOPS 2020) Hat so kleine Füße

Fazit: Bei der Globalance geht in Sachen Nachhaltigkeit im Private Banking weiter die Post ab. Der Großmeister aus der Schweiz bleibt in seinen Vorhaben und der qualitativen Entwicklung ambitioniert und die Benchmark für den Gesamtmarkt in diesem Segment des Private Bankings und Wealth Managements.

Weitere Infos zum Thema

Hinweis: Das Rating «Nachhaltigkeit im Private Banking» der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wurde auf Basis einer Frageboge-Umfrage und diverser Markttest erstellt, die geschulte Tester durchgeführt haben. Das Rating bewertet insbesondere die Berücksichtigung und Umsetzung von Nachhaltigkeit im Gesamtunternehmen, die Mitarbeiterschulung, die Berücksichtigung und Umsetzung in der Kundenberatung sowie die Akzeptanz des individuellen Wertesystems des Kunden im Beratungsgespräch und Portfolio.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs trifft Pferdchen, Der Geldtipp-Podcast, Teil 34

Unsere internationalen Aktien fürs Leben

Geldtipp-Podcast. ©SpringerNature
Nach den deutschen Dauerläufern stellen Pferdchen und Fuchs in der 34. Folge des Geldtipp-Podcasts die internationalen Aktien vor, die langfristig in ein ausgewogenes Depot gehören. Sie diskutieren, wie sich die Auswahlkriterien für ausländische und für heimische Titel unterscheiden.
  • Was sind die Fuchsbriefe? - In 2 Minuten erklärt

Fuchsbriefe Scribblevideo mehr als 213.000 Mal gesehen

© Verlag FUCHSBRIEFE
Hammer: Unser Scribble-Erklärvideo zum Fuchsbrief wurde inzwischen mehr als 200.000-mal angeschaut – genau waren es am 29. Februar 213.318 Abrufe. Hochgeladen hatten wir den gezeichneten Film vor 8 Monaten. Somit ergeben sich 26665 Abrufe pro Monat oder 889 pro Tag. Darauf sind wir stolz! Der Film wurde gezeichnet vom Team um Carsten Müller und dauert 02:21 Minuten. Worum geht es?
  • Trusted Wealth Manager 2024 – Vertrauenswürdige Vermögensverwalter

Die meisten Vermögensverwalter in Deutschland verdienen Vertrauen

Trusted Wealth Manager 2024. © Verlag FUCHSBRIEFE
Wer ist als Vermögensmanager vertrauenswürdig? Die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz wertet wie im immer zum Jahresbeginn ihr laufendes Monitoring «Trusted Wealth Manager» aus. Und da gibt es 2024 viel Positives zu berichten!
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Climate Action 100+ hat große Investoren verloren

US-Investoren verabschieden sich von ESG-Anlagen

Drei große US-Investoren haben ESG-Investments den Rücken gekehrt. BlackRock, StateStreet und JP Morgen haben sich aus der Investment-Initiative Climat Action 100+ verabschiedet. Der Exodus der institutionellen Anleger hält damit an. FUCHSBRIEFE analysieren, was hinter der Abkehr steht.
  • Fuchs plus
  • Abwasser-Krimi in Teslas Gigafactory

Subventionen für E-Autos schaffen gigantische Überkapazitäten

Die hohen staatlichen Subventionen für E-Autos führen zu erheblichen Marktverzerrungen. So lässt BYD in China seine eigenen Autos zu, damit sie als verkauft gelten. Außerdem will das Unternehmen massiv auf dem europäischen Markt expandieren. Zugleich türmen sich die Probleme bei Tesla in Grünheide. Einerseits verschifft das Unternehmen seine Überproduktion an E-Autos nach Asien, andererseits entwickelt sich ein Abwasser-Krimi in der Gigafactory.
  • Fuchs plus
  • Unternehmensfinanzierung auf dem Hochplateau

Stabile Zinsen, hohe Kredithürden

Für Unternehmen wird es in den kommenden Monaten schwierig bleiben, Finanzierungen zu beschaffen. Zwar geht die Inflation weiter zurück, die Zinsen aber bleiben stabil. Auf der anderen Seite stellen die Banken weiter hohe Kredithürden auf.
Zum Seitenanfang