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Datenbank zeigt sicherere Alternativrouten an

Lieferwege im Fokus von Kriminellen

Neue Datenbank zeigt sichere Lieferrouten an. Bildquelle: Pixabay
Spezialisten unter den Kriminellen beobachten oftmals schon an der Laderampe, was in den Lkw geht. An geeigneter Stellen wird dann zugeschlagen. Wir stellen Ihnen eine Datenbank vor, die sichere Alternativrouten anzeigt.

Im Fokus von Kriminellen: Lkws und andere Ladungsträger. Ca. 8,2 Mrd. Euro verlieren Unternehmen nach EU-Angaben jährlich durch den Diebstahl hochwertiger und risikoreicher Güter. Eine Datenbank zeigt Logistik-Disponenten, wo es besonders gefährlich ist und wo man besser einen Umweg in Kauf nimmt, weil es sicherer ist.

Den Schaden allein in Deutschland durch Lieferkettenkriminalität schätzen Transportverbände auf 2,1 Mrd. Euro. 2019 wurden 8.548 Ladungsdiebstähle in 48 Ländern der EMEA-Region erfasst – ein Sprung um rund 115% gegenüber 2018. Corona hat zwar auch Kriminellen erstmal den „Job verhagelt“ – weil weniger transportiert wurde. Nun läuft das „Beute-Business“ wieder an. Man muss entgangene „Gewinne“ wieder reinholen. Experten schätzen, dass Ladungskriminalität bis Ende des Jahres  bei allen Verkehrsträgern sprunghaft ansteigt – und es wird immer brutaler.  

Spionage schon der Laderampe

Spezialisten unter den Kriminellen beobachten oftmals schon an der Laderampe, was in den Lkw geht. Die Infokette der Organisierten Kriminalität funktioniert bestens. An geeigneten Stellen wird dann zugeschlagen. Die Bandbreite reicht vom Einbruch in Lagerhallen über Ladungsdiebstahl bis zur Entführung von Transportern.

Bei unterbrochenen Lieferketten ist das Risiko besonders hoch. Werden Sendungen dann auf anderen Routen und über verschiedene Drehkreuze transportiert, sind Disponenten (und Fahrern) die Risiken nicht bekannt. Und bei Staus (an Grenzen und Häfen) haben Fahrer oft weder Zeit noch Möglichkeit, sichere Plätze anzusteuern. Überdies ist die Rückverfolgbarkeit schwerer.

Datenbank zeigt Alternativrouten

Über die Datenbank des Transportsicherheitsverbands Tapa können Mitgliedsunternehmen Routen checken. Beispieleingabe: Antwerpen nach München. Mögliche Antwort: In den Abschnitten (…) kommt es zu sehr vielen Vorfällen. Der Disponent sollte in diesem Fall nicht unbedingt die schnellste, kürzeste und kosteneffektivste Route wählen. Eine integrierte Straßenkarte zeigt weniger gefährliche Routen an. Und nicht immer sind diese wesentlich länger.

Die Tapa-Falldatenbank nennt auch andere Infos über weltweite Vorkommnisse. Die Vereinigung hat über 600 Mitglieder aus Europa, dem Mittleren Osten, Afrika, Amerika und Asien (Hersteller, Logistikdienstleister, Frachtunternehmen, Strafverfolgungsbehörden). Ziel ist es, Verluste in der internationalen Lieferketten zu reduzieren.

Fazit: Minimieren Sie Ihre Risiken. Nutzen Sie Datenbanken. Gebühren sind gut investiertes Kleingeld. Kommt es erst zu Lieferverzögerungen, Produktionsstopp und Imageverlust, wird es deutlich teurer.

Tapa: https://www.tapa-global.org/

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