Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1987
Geschäftsmodelle müssen angepasst werden

FCA fordert neues Geschäftsmodell

Die britische Finanzmarktaufsicht greift vermehrt im Sinne der dortigen Verbraucher durch. Ein Trend, der europaweit zu beobachten ist. Geschäftsmodelle von Versicherern und Autohändlern müssen angepasst werden.

Großbritanniens Versicherer müssen ihr Geschäftsmodell grundlegend ändern. Der Grund: Die britische Finanzmarktaufsicht FCA (Financial Conduct Authority) sieht eine massive Übervorteilung der Versicherungskunden. Diese erleiden laut FCA jedes Jahr einen Schaden von 1,2 Mrd. Pfund (ca. 1,4 Mrd. EUR). Sechs Mio. Menschen müssten für den Versicherungsschutz mehr bezahlen als nötig.

Meist laufen Versicherungsverträge in UK nur ein Jahr. Bei Ablauf unterbreitet der Versicherer einen neuen Vorschlag. Dieser liegt preislich regelmäßig vielfach über dem zuvor gezahlten Betrag. Viele Kunden merken das nicht. Wenn sie nicht selbst Vergleiche anstellen und den Versicherer wechseln, zahlen sie Jahr für Jahr höhere Prämien. Die Gewinner der FCA-Initiative werden jene Versicherer sein, die mit ihren Geschäftsmodellen bereits jetzt vornehmlich auf Neugeschäft setzen (Admiral und Hastings).

Auch in den Gebrauchtwagenhandel greift die Aufsicht ein. Die FCA hat berechnet, dass die privaten Autokäufer jedes Jahr wenigstens 165 Mio. Pfund zu viel an Zinsen bezahlen. Überhöhte Zinssätze für die Finanzierung der Autos sind die Regel. Denn die Provision der Verkäufer richtet sich häufig dem vereinbarten Finanzierungszinssatz. Je höher der Zinssatz, desto höher fällt auch deren Provision aus. Künftig sollen weder Verkäufer noch Finanzmakler nachträglich die zuvor veröffentlichten Zinssätze verändern dürfen. Verkäufer wie Makler müssen die Kunden über ihre Provisionen informieren.

Fazit

Großbritanniens Finanzaufsicht entwickelt sich Stück für Stück zu einer „Verbraucherschutzbehörde". Für die Finanzbranche werden die Leitplanken enger gesetzt.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VIII: Rendite, Risiko und die Suche nach Alpha

Plutos glänzt im Wochenvergleich, Hansen & Heinrich und Genève Invest überzeugen langfristig

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Rennen im Performance-Projekt 8 gewinnt in KW 33 deutlich an Schärfe. Während Genève Invest die Gesamtwertung weiterhin anführt, sorgen Plutos Vermögensverwaltung, Eyb & Wallwitz und Nordea Investment Funds mit den stärksten Wochenzuwächsen für Bewegung im Feld. Gleichzeitig zeigt sich eine bemerkenswerte Entwicklung: Einige der erfolgreichsten Portfolios erzielen hohe Vermögen ohne auffällige Rückschläge. Wo entsteht der Vorsprung wirklich und welche Strategien setzen sich durch?
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt VII in KW 33: Aktive Manager greifen an

Minveo setzt das Ausrufezeichen, A&Q Asset Management und Volksbank Kraichgau überzeugen

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance-Projekt 7 verdichtet sich das Bild einer zweigeteilten Konkurrenz. Während Fürst Fugger Privatbank, BTG Pactual Europe und Frankfurter Bankgesellschaft die Gesamtwertung dominieren, sorgen Minveo, A&Q Asset Management und das Family Office Volksbank Kraichgau für die stärkste Dynamik der Woche. Gleichzeitig zeigen die wenigen Transaktionen des Feldes, dass gezielte Umschichtungen enorme Wirkung entfalten können. Doch schlägt Aktivität tatsächlich die Zurückhaltung dauerhaft?
  • Fuchs plus
  • Wochenbericht zu Projekt V in KW 33: Das Rennen gegen das Benchmarkdepot

Geneon setzt das Ausrufezeichen, Plutos folgt knapp dahinter, Steiermärkische Bank überzeugt auf ganzer Linie

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Das Benchmarkdepot bleibt auch in KW 33 der klare Maßstab im Performance-Projekt 5. Obwohl zahlreiche Vermögensverwalter ihre Bestände weiter ausbauen und einzelne Häuser bei der Risikokontrolle sogar bessere Werte erzielen, kann niemand den Spitzenreiter bei der Vermögenshöhe verdrängen. Besonders Zürcher Kantonalbank Österreich, Steiermärkische Bank und Hansen & Heinrich präsentieren sich stark. Die Analyse zeigt, dass Risiko und Vermögensentwicklung längst nicht immer Hand in Hand gehen.
Zum Seitenanfang