Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1606
Kasachstan bietet Anlegern Chancen

Kasachstan: Grüner Wasserstoff ist eine Zukunftstechnologie

Der laufende Rohstoff-Boom beschert Kasachstan sprudelnde Exporteinnahmen. Insbesondere Energieträger wie Uran, Öl und Destillate geben auch der Währung Schwung. Die Wirtschaft wächst mit mehr als 5% und der Realzins liegt bei über 5,5%. Wie können Anleger von den Chancen des Landes profitieren?

Kasachstan ist auch für Anleger ein lohnenswertes Ziel. Das Land zielt darauf ab, seine Position als Eneregie-Exporteur künftig auch mit innovativen Energien zu sichern. Mit dem Projekt Hyrasia One der deutschen Svevind Energy Group sollen 2 Millionen Tonnen grüner Wasserstoff produziert werden. Das Vorhaben dürfte weitere Investorengelder anziehen und damit auch die Währung des Landes (Tenge) in den Blickpunkt rücken.

Die Seitwärtsbewegung der Tenge gegenüber dem Euro seit Sommer 2020 erinnert an eine Topbildung nach Erreichen des Hochs bei mehr als 547 EUR|KZT. Das Aufwertungsmomentum der Devise spricht für einen Test der Widerstände bei 450, was vom aktuellen Niveau von 485 EUR|KZT einem Potenzial von 7% entspricht. Die nächste Widerstandsmarke vom Februar 2020 liegt erst bei 408 EUR|KZT.

Anlagechancen in Kasachstan

Anleger können durchaus Renditen aus Kasachstan einsammeln. Das zeigt z.B. die Entwicklung der von uns schon einmal an dieser Stelle empfohlenen Anleihe. Investoren haben binnen Jahresfrist mehr als 7% Kursgewinn bei einem Kupon von 8,5% eingefahren. Die Tenge-Anleihe der International Finance (WKN A3KW0B) steht aktuell bei 97,3% und läuft noch bis zum 16. September 2024. Die Rendite bis zum Laufzeitende beziffert sich daher noch immer auf knapp 15,5% - und ist weiterhin ein Kauf.

Wer eine längere Laufzeit sucht, wird bei der EBRD fündig. Mit der WKN A3LHKU partizipieren Anleger an einer Tenge-Aufwertung bis 28. März 2026. Bei einem Kurs von 92,5% und einem Kupon mit 10% beläuft sich die Rendite auf 14,7%. Nächster Zinstermin des Jahreszahlers ist der 28. März 2025. Die Renditeaufschläge zur deutschen Benchmark liegen derzeit bei mehr als 11%.

Mit Aktien auf Wachstumskurs

Auch mit Aktien können Anleger Chancen in Kasachstan nutzen. Im Rohstoffbereich nimmt Kasachstan bei Uran eine besondere Stellung ein. Kazatomprom ist der wichtigster Akteur, deren Aktie als GDR (WKN A2N9D5) bei uns handelbar ist. Im Februar meldete das Unternehmen, dass aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei wichtigen Hilfsstoffen das Uranabbauziel von ursprünglich 90% auf 80% der möglichen Kapazität reduziert wurde. Sowohl die Urannotierung als auch der Aktienkurs legten daraufhin zu. Der ohnehin schon stark gestiegene Uran-Preis, im voirigen Jahr legte er um mehr als 90% zu, dürfte aufgrund der Knappheit weitere Höhenflüge erleben. Die Aktie von Kazatomprom hat darum eine gute Perspektive. Für 2024 liegen das erwartete KGV bei gut 12 und die Dividendenrendite bei 9,5%. 

Wer den Hebel über Finanztitel sucht, wird diesen bei Halyk Savings Bank finden. Die Bank wird bei uns ebenfalls über ein GDR (WKN A0LF36) gehandelt. Der kasachische Marktführer verbindet Wachstum mit Profitabilität, indem die Digitalisierung der Prozesse Kosten reduziert und die Profitabilität erhöht. Die operative Marge der Halyk liegt bei mehr als 35% während es bei der Deutschen Bank nur gut 10% sind. Für ein geschätztes KGV von gut 3 für 2024 erwirbt der Investor die Aussicht auf eine Dividendenrendite von 15%.

Fazit: Kasachstan ist ein Profiteur des Rohstoffzyklus und hat zugleich eine gute Wasserstoff-Perspektive. Das Land hat hohe Reserven bei Energierohstoffen. Der Trend zu weiter steigenden Energiepreisen hebt Exportüberschüsse und das Einkommens- sowie Wohlstandsniveau. Risikobereite mischen kasachische Anleihen und Aktien ihrem Portfolio bei.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Credo Vermögensmanagement GmbH

CREDO baut Nähe zum Kunden auf

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Eule, Segelboot, Keimling und Füllhalter – mit diesen Bildmotiven begrüßt CREDO auf der Website seine Gäste. Die Eule beobachtet genau, das Segelboot manövriert durch stürmische Zeiten, der Keimling steht für gesundes Wachstum und der Füllhalter soll Unabhängigkeit symbolisieren. Nicht schlecht gelöst. CREDO bedeutet laut Website „Ich glaube". Glauben und Vertrauen seien die wertvollsten Güter, der Ursprung des Unternehmens liege in kirchlichen Mandaten. Das passt perfekt zur Stiftung Fliege.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Europäische Geldpolitik entgleist

EZB wird bald Inflation importieren

Europäische Zentralbank © Michael Zegers / imageBROKER / picture alliance
Die EZB steuert unter Christine Lagarde einen riskanten Glaubwürdigkeitskurs. Im nächsten Monat wird die Europäische Zentralbank die Leitzinsen senken. So wurde es durch Aussagen mehrerer EZB-Ratsmitglieder angekündigt. Das läuft aber konträr zum inzwischen sanft einsetzenden Aufschwung. Die EZB beschwört damit auch die Geister, die sie noch gar nicht losgeworden ist.
  • Fuchs plus
  • Werden Diamanten zu einem Massenprodukt?

Unruhe am Diamantenmarkt

Diamanten könnten zu einem Massenprodukt werden. Diese Entwicklung zeichnet sich beim Blick auf die Entwicklungen am Diamantmarkt ab. Jetzt hat sogar De Beers den Preis für seine Schmuck-Kollektion aus künstlichen Diamanten um 40% gesenkt. Viele Händler nehmen die synthetischen Steine ins Sortiment und hoffen auf ein Mengen-Geschäft.
  • Fuchs plus
  • Profiteur der geopolitischen Spannungen mit China

Japan erlebt ein Wirtschafts-Revival

Japan ist wieder zu einem Anziehungspunkt für Unternehmen, Milliardäre, Touristen und Anleger geworden. Das Land der aufgehenden Sonne erlebt nach mehr als 30 Jahren Stagnation einen Wirtschafts-Frühling. Das liegt auch daran, dass es erhebliche Umschichtungen von China nach Japan gibt.
Zum Seitenanfang