Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
8119
Geleakte Emails zum Corona-Ursprung

Labor-Ursprung doch keine Verschwörungstheorie?

Dr. Anthony Fauci. picture alliance / Newscom | Shawn Thew
In den USA ist eine neue Debatte über den Ursprung des Corona-Virus entbrannt. Auslöser dafür sind geleakte Emails des US-Chef-Immunologen Anthony Fauci. Diese Emails zeigen, dass ein Kreis von internationalen Wissenschaftlern und Experten – zu denen auch der deutsche Corona-Experte Christian Drosten zählt – versucht haben, die These von der Laborherkunft des Virus gezielt zu vertuschen.

In den USA  haben geleakte Emails eine neue Debatte über den Labor-Ursprung des Corona-Virus ausgelöst. Die Emails kommen vom US-Chef-Immunologen Anthony Fauci. Sie zeigen, dass ein Kreis von internationalen Virologen – zu denen auch der deutsche Corona-Experte Christian Drosten zählt – versucht haben, die These von der Labor-Herkunft des Virus gezielt zu vertuschen. Dazu haben sie diese These ohne Belege als Verschwörungstheorie deklariert. Das sagt der Wissenschaftler Roland Wiesendanger (Autor einer Studie zum Ursprung des Corona-Virus im Februar 2021) in einem Interview mit dem Cicero.   

Diverse Top-Virologen aus den USA hatten im Januar 2020 die Ansicht vertreten, dass eine spezielle Gensequenz von Sars-CoV-2 eindeutige Hinweise auf einen nicht natürlichen Ursprung liefert. Grund für diese Annahme war eine Enzym-Schnittstelle, die sie an dem Virus entdeckt hatten. Diese Spaltstelle zwischen zwei Teilen des Spike-Proteins wurde offenbar aktiv eingebaut, um dem Virus ein leichteres Eindringen in menschliche Zellen zu erlauben. Die Folge ist eine leichte Mensch-zu-Mensch-Übertragung.

Emails belasten Top-Virologen Fauci

Die nun aufgetauchten Emails zeigen, dass diese Erkenntnisse von den Top-Virologen in einer Telefonkonferenz Anfang Februar 2020 diskutiert wurden. Drosten war daran beteiligt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren viele der involvierten Virologen von einer Labor-Herkunft ausgegangen. Erstaunlich ist darum der schnelle Sinneswandel der Wissenschaftler. Sie haben binnen weniger Tage eine 180-Grad-Wende vollzogen.

In den Gesprächen der Virologen ging es auch darum, wie man den Laborverdacht gegenüber der Öffentlichkeit kommunizieren soll. Im Anschluss an diese Telefonkonferenz haben die Virologen um Anthony Fauci die These von der Labor-Herkunft aktiv als Verschwörungstheorie deklariert. Der US-Top-Virologe Fauci hatte wesentlichen Einfluss auf den Sinneswandel.

Fauci hat Interesse daran, dass Corona "nicht aus dem Labor" kommt

Dem Vernehmen nach hat der US-Virologe Fauci ein hohes Interesse daran, jeglichen Verdacht einer Labor-Herkunft zu zerstreuen. Der Wissenschaftler leitet eine Unterabteilung des National Institutes of Health (NIH). In dieser Funktion hat Fauci über zehn Jahre hochrisikoreiche Gain-of-function-Forschung betrieben und mit Riesensummen von US-Steuergeldern gefördert. Gain-of-function bezeichnet biotechnologische Manipulationen an Viren, die dadurch für den Menschen gefährlicher oder leichter übertragbar werden.

Diese Experimente sind seit Jahren umstritten, denn sie beinhalten das Risiko einer weltweiten Pandemie. Die US-Regierung hatte für die Gain-of-function-Forschung unter Präsident Barack Obama deshalb einen Förderstopp verhängt. Fauci hat dieses Moratorium aber untergraben und entsprechende Projekte nach Wuhan verlagert und weiter gefördert, so Wiesendanger.

Fazit: Die Debatte um die Herkunft des Virus dürfte aufgrund der geleakten Emails neue Fahrt aufnehmen. Der Verdacht, dass Corona eine Labor-Virus ist, das entstanden ist, weil bestimmte Forschungen in den USA verboten und dann in anderen Ländern durchgeführt wurden, bekommt neue Nahrung. Das Ergebnis bleibt noch abzuwarten. Bestätigt sich der Verdacht, wird das ein Watergate-Moment für die Viren-Forschung. Dem wird sich eine gesellschaftliche Debatte anschließen müssen.

Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 6 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Entwicklungen, Risiken und Strategien in Kalenderwoche 6

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die sechste Kalenderwoche zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Projekten: Während einige Benchmarks stabil bleiben, übertreffen aktive Depots ihre Vergleichsgröße teils deutlich. Besonders Projekt 7 und 9 demonstrieren, wie stark Handelsverhalten die Performance beeinflusst. Die Spannbreite der Ergebnisse reicht von klaren Spitzenwerten bis zu massiven Verlusten und macht Strukturqualität zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 6: Rendite, Risiko und Handel

Handel oder Ruhe? KW 6 zeigt, was wirklich zählt

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Nur drei Vermögensverwalter griffen in KW 6 aktiv in ihre Portfolios ein, während die Mehrheit – einschließlich des Benchmarkdepots – keine einzige Order platzierte. Dennoch entwickelten sich die Depots im Projekt 9 (Stiftungsportfolio) sehr unterschiedlich. Einige Häuser profitieren spürbar vom Marktumfeld, andere müssen Verluste hinnehmen. Die Woche zeigt laut den Daten von infront: Die richtige Allokation ist oft entscheidender als jede Umschichtung.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 6: Performance, Gewinner und Verlierer

Starke Fondsmanager in KW 6: Wer Projekt 8 nach vorn zieht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Woche 6 verliert das Benchmarkdepot (vermögensverwaltende Fonds) leicht, während mehrere Vermögensverwalter klare Gewinne erzielen und andere stark zurückfallen. Da in Projekt 8 keine Handelsaktivitäten stattfanden, spiegeln alle Veränderungen ausschließlich die Marktbewegungen wider. Die Analyse anhand der Daten von infront zeigt, wer überzeugt – und wer deutlich hinter dem Markt zurückbleibt.
Zum Seitenanfang