Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
1567
Wirtschaftspolitik

Einkommensverteilung neu entdeckt

Seit den 80er Jahren galt in den Wirtschaftswissenschaften, dass es auf das Wachstum ankomme.
Seit den 80er Jahren galt in den Wirtschaftswissenschaften, dass es auf das Wachstum ankomme. Umverteilung galt als Hindernis für den Fortschritt. Der „trickle down-Effekt“, die Nachfrage der Wachstums-Gewinner ohne Rücksicht auf die Verteilung, würde dafür sorgen, dass alle vom Wachstum profitieren. Dieser Glaubenssatz wird heute zunehmend als Irrtum erkannt. Er hat der weißen Mittelschicht in den USA einen sozialen Abstieg beschert. Und dem Land einen erbitterten politischen Konflikt. Auch die Schärfe des Streits um den Euro und der in den letzten Jahren gewachsene Anti-EU-Reflex sei im Wesentlichen auf diesen Irrtum zurückzuführen, heißt es heute. Jetzt machen sich IWF und ADB – andere werden folgen – daran, das Rad zurück zu drehen und propagieren eine neue Einkommenspolitik.

Fazit: Die sich abzeichnende Umverteilung zugunsten der Arbeitseinkommen wird nicht nur das Gewicht der Aktien im globalen Portfolio reduzieren, sondern auch die Marktmacht der Investoren gegenüber den Regierungen und Notenbanken beschneiden.

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 19: Aktive Akzente in ruhigem Marktumfeld

Spiekermann & Co. dominiert mit Rotation, DGK überzeugt mit Struktur

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio) reicht eine Handvoll Transaktionen aus, um deutliche Unterschiede zu erzeugen. Während das Benchmarkdepot vollständig passiv bleibt, greifen einzelne Vermögensverwalter gezielt ein. Struktur, Risikoappetit und selektiver Handel prägen die Woche. Konkrete Umschichtungen im sechsstelligen Bereich entscheiden über Out‑ und Underperformance – und machen Projekt 9 zu einem Lehrstück moderner Vermögenssteuerung. Erfahren Sie hier mehr.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 19: Strukturqualität im Stresstest

Kaiser Partner, Spiekermann & Co. und DGK setzen sich vorne ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 8 (vermögensverwaltende Fonds) entscheidet nicht das Timing, sondern die Architektur der Portfolios. Alle Vermögensverwalter verzichten vollständig auf Wertpapiertransaktionen – und dennoch öffnen sich klare Leistungsunterschiede. Während das Benchmarkdepot marktgetreu und stabil verläuft, nutzen einzelne Häuser ihre strategische Aufstellung deutlich besser. Wer mehr Rendite erzielt, zahlt mit höheren Schwankungen. Wer maximale Ruhe sucht, bleibt zurück. Lesen Sie hier.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Bewegung, Mut und Momentum im Private Banking

Gewinner der Woche: Kaiser Partner und A&Q setzen sich vom Feld ab

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Im Performance‑Projekt 7 (Private-Banking) nutzt ein Teil der Vermögensverwalter die Marktphase konsequent aus. Während das Benchmarkdepot ohne jeden Eingriff von der positiven Marktentwicklung profitiert, erzielen einzelne Häuser durch gezielte Allokationsentscheidungen deutlich höhere Vermögenszuwächse. Auffällig ist dabei: Sowohl aktives Handeln als auch disziplinierte Untätigkeit führen zu Outperformance. Der Unterschied liegt im Risikoprofil – und in der Qualität der Entscheidungen.
Zum Seitenanfang