Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2176
Unternehmens-Fusionen

Monsanto: Steiniger Weg für Bayer

Bayer will mit der Übernahme des amerikanischen Saatgut- und Agrochemikalien-Konzerns Monsanto einen Coup landen. Doch dieser droht jetzt zu scheitern.
Die Monsanto-Übernahme durch Bayer droht zu scheitern. Denn die von Bayer in die Wege geleitete Übernahme des amerikanischen Saatgut- und Agrochemikalien-Konzerns in St. Louis (Missouri) wird zu einer rein politischen Entscheidung der neuen US-Regierung. Formal entscheiden zwar die Antitrust Division des Justizministeriums und ein Ausschuss zur Kontrolle von Auslandsinvestitionen in den USA. Aber beide sind völlig regierungsabhängig. Darüber hinaus müssen noch die Genehmigungen von 30 Kartellbehörden in aller Welt, darunter die der EU-Kommission, eingeholt werden. Monsanto mit seinem reichen Justiz- und Prozessregister hat zwar einerseits auch in Amerika einen zweifelhaften Ruf. Andererseits ist es mit seinen transgenen Saatgütern (Mais, Soja, Baumwolle) und den Niederlassungen in 61 Ländern auch ein großer Exporteur und Künder amerikanischen Erfindergeistes. Die beiden Vorstandschefs von Bayer und Monsanto sind schon im Januar sorgenerfüllt nach Washington gereist und haben mit Präsident Donald Trump sprechen können. „Ein konstruktives Gespräch“, nannte es Werner Baumann von Bayer hernach, zu deutsch: ergebnislos, wie in diesem Stadium nicht anders zu erwarten. Die Chancen, dass Bayer in Washington eine Absage kassiert, sind aus zwei Gründen groß. Zum einen hat Monsanto politisch traditionell auf die Gegenseite gesetzt und die Demokraten (als Dauerkritiker ihrer Agrarchemie) hofiert. „Drehtür“ oder „Pensionat“ wurde das Personalkarussell zwischen der Clinton- und später der Obama-Administration und Monsanto für verdiente Mitarbeiter genannt. Zum anderen steht für die neuen Nationalisten in Washington die Größe Amerikas auch hier auf dem Spiel. Eine Übernahme in der Gegenrichtung, die den Konkurrenten Bayer schlucken und Monsanto groß machen würde, wäre jederzeit genehmigungsfähig. Für die Gegenrichtung gilt „America first“. And make it great.

Fazit: Unsere Schlussfolgerung lautet: eher Nein, das Vorhaben misslingt.


Neueste Artikel
  • Gesamtschau und Wochenbericht in KW 6 für PP V, PP VII, PP VIII und PP IX

Entwicklungen, Risiken und Strategien in Kalenderwoche 6

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Die sechste Kalenderwoche zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Projekten: Während einige Benchmarks stabil bleiben, übertreffen aktive Depots ihre Vergleichsgröße teils deutlich. Besonders Projekt 7 und 9 demonstrieren, wie stark Handelsverhalten die Performance beeinflusst. Die Spannbreite der Ergebnisse reicht von klaren Spitzenwerten bis zu massiven Verlusten und macht Strukturqualität zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 6: Rendite, Risiko und Handel

Handel oder Ruhe? KW 6 zeigt, was wirklich zählt

Illustriert mit Canva und ChatGPT
Nur drei Vermögensverwalter griffen in KW 6 aktiv in ihre Portfolios ein, während die Mehrheit – einschließlich des Benchmarkdepots – keine einzige Order platzierte. Dennoch entwickelten sich die Depots im Projekt 9 (Stiftungsportfolio) sehr unterschiedlich. Einige Häuser profitieren spürbar vom Marktumfeld, andere müssen Verluste hinnehmen. Die Woche zeigt laut den Daten von infront: Die richtige Allokation ist oft entscheidender als jede Umschichtung.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 6: Performance, Gewinner und Verlierer

Starke Fondsmanager in KW 6: Wer Projekt 8 nach vorn zieht

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Woche 6 verliert das Benchmarkdepot (vermögensverwaltende Fonds) leicht, während mehrere Vermögensverwalter klare Gewinne erzielen und andere stark zurückfallen. Da in Projekt 8 keine Handelsaktivitäten stattfanden, spiegeln alle Veränderungen ausschließlich die Marktbewegungen wider. Die Analyse anhand der Daten von infront zeigt, wer überzeugt – und wer deutlich hinter dem Markt zurückbleibt.
Zum Seitenanfang