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Das Compliance-Rating 2017

Wie transparent sind die Compliance-Maßnahmen der DAX 30

Ranking, Rating, Risiko

Das FUCHSBRIEFE Compliance Rating bewertet die Transparenz der Compliance-Systeme und macht sich aus der Sicht eines Investors auf Basis der veröffentlichten Angaben der Unternehmen ein Bild. Risiken, die aus mangelnder Transparenz resultieren, fasst das Rating in einer Kennzahl für Investoren zusammen.

Die Compliance-Systeme der DAX 30 sind überwiegend intransparent und wirken in der Eigendarstellung der Konzerne – so weit veröffentlicht – vielfach lückenhaft.

Siemens und die Deutsche Telekom haben die höchste Compliance-Transparenz, Vonovia hat die geringste.

RangUnternehmenRatingRisiko
1 SIEMENS AA 12
2 DEUTSCHE TELEKOM BB 27
3 THYSSENKRUPP BB 28
4 SAP B 34
5 HENKEL B 35
6 BAYER B 39
7 BASF CCC 41
8 DEUTSCHE POST CCC 43
9 E.ON CCC 43
10 ADIDAS CCC 44
11 LINDE CCC 45
12 FRESENIUS MEDICAL CARE CC 46
13 INFINEON TECHNOLOGIES CC 48
14 VOLKSWAGEN CC 49
15 FRESENIUS CC 49
16 BMW CC 50
17 HEIDELBERGCEMENT CC 50
18 MERCK CC 52
19 DAIMLER CC 53
20 PROSIEBENSAT.1 MEDIA C 54
21 COMMERZBANK C 54
22 BEIERSDORF C 55
23 CONTINENTAL C 55
24 MUNICH RE C 56
25 RWE C 60
26 ALLIANZ DDD 61
27 DEUTSCHE LUFTHANSA DD 67
28 DEUTSCHE BÖRSE DD 67
29 DEUTSCHE BANK DD 67
30 VONOVIA D 78

Erläuterungen

Das Rating beruht auf der gewichteten Gesamtpunktzahl unserer Auswertung. Es reicht von AAA bis E. Zur Methode siehe "Wie wir werten".

Die Risikokennzahl misst, welches Risiko sich aus der Intransparenz der Compliance-Maßnahmen ergibt: Je höher die Risikokennzahl, desto größer das Investorenrisiko. Alle Zahlen sind kaufmännisch gerundet.

Punktegrenzen

Wir sind bei der Grenzziehung keiner strikten Punktelogik, sondern einer inhaltlichen Logik gefolgt. Ab 50 Risiko-Punkten fehlen in der öffentlichen Darstellung bereits zentrale Aspekte eines ausgereiften Compliance-Systems.

Bis 40 Punkte ist zwar nicht durchgehend best practice zu sehen, aber zumindest sind die zentralen Elemente eines ausgereiften Compliance-Systems zu erkennen.

Am Ende ist Risiko immer eine Bewertungsfrage, die individuell unterschiedlich gesehen werden kann. Wir haben uns für diesen ersten Aufschlag zum Rating für eine gewisse Großzügigkeit in Sachen Risikoakzeptanz entscheiden.

Hohes Risiko

Die Compliance Systeme sind für den interessierten Betrachter und Investor intransparent, präsentieren sich lückenhaft und im Sinne von best practice unterentwickelt. Von außen betrachtet könnte das Compliance-System große Angriffsflächen für Fälle bieten, die das Unternehmen schädigen und zu Kursverlusten führen könnten.

Erhöhtes Risiko

Die Compliance Systeme sind zwar weitgehend transparent, aber zeigen häufig nicht best practice. Von außen betrachtet könnten sie einige Angriffsflächen für Fälle bieten, die das Unternehmen schädigen und zu Kursverlusten führen könnten.

Geringes Risiko

Die Compliance Systeme sind transparent und zeigen in allen oder zumindest den einigen Bewertungskritierien best practice. Von außen betrachtet bieten sie nur (ganz) wenige einige Angriffsflächen für Fälle, die das Unternehmen schädigen und zu Kursverlusten führen könnten.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Wir sagen damit nicht, dass ein AAA-Rating Regelverstöße ausschließt. Wir behaupten auch nicht, dass sie bei einem Rating im unteren Bereich geradezu zwanghaft vorkommen müssen. Wir sagen nur, dass das, was die Unternehmen preisgeben, höhere Risiken impliziert.

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