Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1618
Markttechnik

Continental AG – Richtungswechsel deutet sich an

Die Anteilsscheine von Continental stehen vor einer technischen Richtungsentscheidung. In Kürze sollte sich zeigen, ob eine Trendwende nach unten eingeläutet wird.

Continental AG (ISIN: DE 000 543 900 4; Kurs: 163,50 Euro, Stand: 10.7., 12 Uhr)

Die Anteilsscheine des FIFA-Sponsors Continental gehörten im Börsenjahr 2013 zu den besten Aktien im DAX. Um rund 80% kletterten die Notierungen des Automobilzulieferers bis Ende 2013. Zu Beginn des neuen Jahres konnte die Aktie die Kursdynamik sogar noch steigern. Anfang März 2014 erreichte der Aktienkurs sein bisheriges Allzeithoch bei über 183 Euro. Innerhalb eines Jahres hat sich der Börsenwert der Continental-Aktien damit mehr als verdoppelt. Doch seit etwa vier Monaten scheint die Luft aus den Kursen des einstigen Highflyers raus zu sein. Während der breite Markt, gemessen am deutschen Aktienindex DAX, noch bis vor wenigen Wochen neue Höchstkurse erreichte, gerät die Aufwärtsbewegung bei den Aktien von Continental ins Stocken. Nicht nur, dass der Aktienkurs seit März keine neuen Hochs erreicht, auch die Tiefpunkte in den Abschwungphasen rutschen sukzessive ab. Dies deutet auf eine zunehmende Schwäche der Aktie hin. Neue Anleger sind offenbar nur zu tieferen Kursen bereit, größere Neuengagements in Continental einzugehen. Zum jetzigen Zeitpunkt von einer Trendwende zu sprechen, wäre jedoch verfrüht. Denn noch können charttechnisch orientierte Anleger dieses Kursverhalten als normale Konsolidierungsphase einordnen. Erste Anzeichen für einen Richtungswechsel bei der Continental-Aktie sind nicht von der Hand zu weisen. Einerseits droht der Kurs, den seit Mai letzten Jahres gültigen Aufwärtstrend zu verlassen, andererseits rückt auch die 200-Tage-Linie in greifbare Nähe. Sollten die Notierungen unter den gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Börsentage (aktuell rund 156 Euro) rutschen, stellt der Kursbereich zwischen 151 und 152 Euro das nächste nennenswerte Unterstützungsniveau dar. Finden sich in diesem Bereich jedoch nicht genügend Käufer und die Kurse von Continental fallen unter 150 Euro, wäre der Richtungswechsel aus technischer Sicht vollzogen. Anleger müssten sich dann auf weiter nachgebende Notierungen einstellen.

Fazit: Der Aufwärtstrend bei Continental ist zwar noch intakt, hat aber an Kraft verloren. Es gibt erste Warnzeichen für einen Dreh nach unten. Anleger sollten den Kursverlauf beobachten und bei Kursen unter 150 Euro die Aktie verkaufen. Neue Käufe in Conti werden wieder interessant, wenn die Abwärtskonsolidierung überwunden werden kann und der Aktienkurs über die Marke von 177 Euro (besser noch 183 Euro) klettert. Mittels CFDs oder Put-Optionsscheinen können technisch orientierte Anleger von einer Trendwende profitieren.

Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • OLG-Entscheidung: Unverbindliche E-Mail-Anfragen führen nicht zu Buchungsverträgen

Dienstreise: Anfrage ist noch kein Vertrag

Eine Zimmeranfrage per E-Mail stellt noch keinen verbindlichen Beherbergungsvertrag dar. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt/M entschieden.
  • CDU in der selbstgewählten politischen Isolation

Gefesselt auf der Brandmauer

Die CDU steckt in der strategischen Sackgasse fest. Trotz Wahlerfolg in Baden-Württemberg fehlt der Union ein politisches Druckmittel, da sie jede Zusammenarbeit mit der AfD ausschließt. Diesen selbstmörderischen Kurs wird die Union mit Merz nicht mehr lange aushalten, meint FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Stefan Ziermann.
  • Fuchs plus
  • Rohstoff-Sicherung: Wettbewerbsverzerrung in Europa

Lithium-Wettlauf in Europa

Die Europäische Union fördert die Produktion kritischer Rohstoffe, um unabhängiger von Importen zu werden. Im Erzgebirge könnte schon 2030 der Abbau von Lithium anlaufen. Doch die Länder in Europa gehen strategisch sehr unterschiedlich vor. Das führt zu einem stark verzerrten Wettbewerb um die Rohstoff-Sicherung in Europa.
Zum Seitenanfang