Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
989
Empfehlung

Infineon – Chiphersteller profitiert von guter Automobilkonjunktur

Infineon macht erstklassige Geschäfte. Doch der Kurs der Aktie ist etwas heiß gelaufen. Neueinsteiger warten darauf, abstauben zu können.

ISIN: DE 000 623 100 4; Kurs: 9,061 Euro (Stand: 26.6., 12 Uhr)

Aktionäre des Halbleiterherstellers Infineon Technologies AG haben derzeit wenig Grund zum Klagen. Während der DAX in diesem Jahr bislang rund 5% zulegte, kletterten die Anteilsscheine von Infineon in der Spitze um mehr als 22%. Damit gehört der Titel zu den bisherigen Top-Performern auf dem deutschen Kurszettel. Vor allem gute Geschäfte mit der Automobilindustrie kurbelten die Umsätze und Erträge des Technologiekonzerns an. So meldete Infineon für das zweite Quartal einen Umsatzanstieg von 7% auf 1,051 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss kletterte sogar um 43% auf 124 Mio. Euro (Vorquartal: 87 Mio. Euro). Vor allem die Bereiche „Automotive“ und „Industrial Power Control“ trugen mit überdurchschnittlichem Umsatz- und Ergebniswachstum zu den gute Zahlen bei. So lag das Segmentergebnis „Automotive“ im zweiten Quartal 2014 um 78% höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Im Bereich „Industrial Power Control“ sprang das Ergebnis von -3 auf +33 Mio. Euro. Es handelt sich um das Geschäft mit Halbleiter-Komponenten für elektrische Antriebe in Industrieanwendungen sowie für die Energieerzeugung in Solar- und Windkraftanlagen. Auch die Margen steigerte Infineon in allen Segmenten. Fürs zweite Halbjahr rechnet der Technologiekonzern mit einer Fortsetzung des Wachstums bei Umsatz und Ertrag. Dafür spricht schon der gute Auftragsbestand. So sollen die Verkäufe um rund 11% steigen und die Segmentergebnis-Marge auf rund 14% klettern. Ein Blick auf den Kursverlauf des Halbleiterproduzenten zeigt indes, dass bereits einiges an positiver Phantasie eingepreist ist. Innerhalb der letzten 14 Monate kletterten die Notierungen von Infineon um mehr als 70%. Analysten rechnen im Geschäftsjahr 2014/15 bei Infineon mit einem Ergebnis von 0,53 Euro je Aktie. Gemessen am aktuellen Aktienkurs liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis damit bei rund 17,3. Damit sind Infineon-Aktien zwar nicht mehr günstig. Angesichts der aktuell vorherrschenden Wachstumsdynamik bleibt allerdings noch Spielraum nach oben. Charttechnisch ist der mittelfristige Aufwärtstrend bei Infineon weiterhin intakt. So kurz vor Erreichen der 10-Euro-Marke steigt jedoch die Gefahr von zeitweiligen Rücksetzern. Die Geschäfte bei Infineon Technologies laufen gut. Nimmt die Konjunktur weiter Fahrt auf, sind auf mittlere Sicht auch wieder Kurse jenseits der 10-Euro-Marke wahrscheinlich. Aktuell ist die Aktie etwas heiß gelaufen. Wer neu investieren möchte, sollte Kursrücksetzer in den Bereich von 8,50 Euro zum Aufbau von ersten Positionen nutzen. Abstauberlimits können um 8,00 Euro platziert werden.

Empfehlung: beobachten – Kursrücksetzer Richtung 8,50 Euro für erste Käufe nutzen

Kursziel: >10 Euro, Stopp-Loss: 7,66 Euro

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Credo Vermögensmanagement GmbH

CREDO baut Nähe zum Kunden auf

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Eule, Segelboot, Keimling und Füllhalter – mit diesen Bildmotiven begrüßt CREDO auf der Website seine Gäste. Die Eule beobachtet genau, das Segelboot manövriert durch stürmische Zeiten, der Keimling steht für gesundes Wachstum und der Füllhalter soll Unabhängigkeit symbolisieren. Nicht schlecht gelöst. CREDO bedeutet laut Website „Ich glaube". Glauben und Vertrauen seien die wertvollsten Güter, der Ursprung des Unternehmens liege in kirchlichen Mandaten. Das passt perfekt zur Stiftung Fliege.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Europäische Geldpolitik entgleist

EZB wird bald Inflation importieren

Europäische Zentralbank © Michael Zegers / imageBROKER / picture alliance
Die EZB steuert unter Christine Lagarde einen riskanten Glaubwürdigkeitskurs. Im nächsten Monat wird die Europäische Zentralbank die Leitzinsen senken. So wurde es durch Aussagen mehrerer EZB-Ratsmitglieder angekündigt. Das läuft aber konträr zum inzwischen sanft einsetzenden Aufschwung. Die EZB beschwört damit auch die Geister, die sie noch gar nicht losgeworden ist.
  • Fuchs plus
  • Werden Diamanten zu einem Massenprodukt?

Unruhe am Diamantenmarkt

Diamanten könnten zu einem Massenprodukt werden. Diese Entwicklung zeichnet sich beim Blick auf die Entwicklungen am Diamantmarkt ab. Jetzt hat sogar De Beers den Preis für seine Schmuck-Kollektion aus künstlichen Diamanten um 40% gesenkt. Viele Händler nehmen die synthetischen Steine ins Sortiment und hoffen auf ein Mengen-Geschäft.
  • Fuchs plus
  • Profiteur der geopolitischen Spannungen mit China

Japan erlebt ein Wirtschafts-Revival

Japan ist wieder zu einem Anziehungspunkt für Unternehmen, Milliardäre, Touristen und Anleger geworden. Das Land der aufgehenden Sonne erlebt nach mehr als 30 Jahren Stagnation einen Wirtschafts-Frühling. Das liegt auch daran, dass es erhebliche Umschichtungen von China nach Japan gibt.
Zum Seitenanfang