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E-Autos aus Europa: Zu teuer und nicht profitabel

Allianz Trade macht sich Sorgen um E-Auto-Hersteller

Der Kreditversicherer Allianz Trade hat sich den globalen Autosektor angesehen und macht sich Sorgen. Die Analyse untermauert eine alarmierende Prognose für die europäischen Hersteller. E-Autos aus Europa sind zu teuer und dennoch nicht profitabel. Die Schlussfolgerung und politische Forderung von Allianz Trade ist allerdings marktwirtschaftlich fragwürdig.

Der Kreditversicherer Allianz Trade macht sich Sorgen um die deutsche Automobil-Branche. Denn die Elektrifizierung der Autoindustrie gefährdet 260.000 Jobs in Deutschland. In Europa sind es gut 730.000 Jobs. Zu dieser Schätzung kommt der Kreditversicherer in einer aktuellen Marktstudie. 

Das Hauptproblem, das alle europäischen Automobilhersteller trifft: Es gelingt ihnen nicht gut, profitabel erschwingliche E-Autos zu produzieren. Die Allianz Trade erwartet ein deutliches Marktwachstum bei E-Autos. Das Haus prognostiziert, dass der globale Verkauf neuer Elektro-Autos im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 32,8% steigen wird. Damit dürften weltweit mehr als 18 Millionen Neuzulassungen von E-Autos erreicht werden. An der Spitze dieser Entwicklung steht Europa. Für den Kontinent rechnen die Analysten mit einem Plus der Neuzulassungen von E-Autos um 41,2 %.

E-Autos aus Europa: Zu teuer und nicht profitabel

Trotz dieses Wachstums verlieren deutsche Hersteller insbesondere gegenüber China an Boden.“Das entscheidende Merkmal eines Autos verlagert sich allmählich von der Motorkapazität zu Batterie- und Softwarefähigkeiten“, so Jasmin Gröschl, Senior Volkswirtin Allianz Trade und Mitautorin der Studie. 

Ein Blick auf die Preistafeln in den Autohäusern der Welt zeigt das Problem. Die durchschnittlichen Preise für Elektrofahrzeuge lagen in Europa im Jahr 2022 bei 55.821 Euro. Stromer waren damit 27% teurer als Verbrenner. Ganz anders in China. Dort kosteten E-Autos durchschnittlich 31.829 Euro. Damit waren die E-Fahrzeuge dort aber gut 30% günstiger als Verbrenner.

Zahl der Insolvenzen steigt

Wie groß der Konsolidierungsdruck in der Branche ist, zeigen die Insolvenz-Zahlen. Zwar bewegen sich die Insolvenzen unter Automobilherstellern und -zulieferern in Deutschland im Vergleich zu Frankreich oder Großbritannien noch auf einem moderaten Niveau. Doch der Anstieg der Insolvenzen um 13% im vorigen Jahr belegt auch, dass hierzulande immer mehr Unternehmen Schwierigkeiten haben, sich an die Veränderungen in der Branche anzupassen.

Fazit: Die Automobilindustrie trägt mit gut 6,5 Mio. Beschäftigenten etwa 6% zur gesamten Wirtschaftsleistung bei. Den Unternehmen muss es gelingen, bezahlbare und zugleich profitable E-Modelle zu entwickeln. Permanent auf neue Förderungen zu hoffen, ist angesichts des globalen Wettbewerbs aber keine erfolgversprechende Strategie.
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