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Quadratisch, praktisch, gut

Bauhaus mit vielen interessanten Anlage-Aspekten

Vor 100 Jahren entstand der Bauhaus-Stil. Der brachte zahlreiche interessante künstlerische Variationen hervor. Daraus ergeben sich für Sammler und Anleger lukrative Möglichkeiten.

Vom kleinen thüringischen Weimar ging mit der Gründung des „Bauhauses" im Jahre 1919 ein Impuls in die Welt. Die folgenreichen Wirkungen entfalteten sich sowohl in der Bildenden Kunst, dem Design, der Architektur bis hin zur Schauspielkunst im Heute.
Was waren die spektakulären Ansätze der Bauhausbewegung? Einerseits war es die konsequente Verknüpfung von Formensprache und Materialübungen. Anderseits war es die stärkere Fokussierung auf Funktionalitäten. Gerade in der Architektur und im Design wurden die Attribute nützlich, einfach und schön konsequent in den Mittelpunkt gestellt.
Das Handwerkliche und Ästhetische miteinander in Übereinstimmung zu bringen, war eine Grundidee der Bauhausbewegung. Mit dem Weggang aus Weimar (1925) nach Halle und Berlin und der 1933 durch die Nazis erzwungenen Selbstauflösung der Bauhausschule war die Wirkungsentfaltung dieser Kunstrichtung nicht beendet. Im Gegenteil, die Vertreibung der wichtigen Bauhauskünstler in alle Welt trug wesentlich zum Siegeszug der Stilrichtung „Bauhaus" international bei.
Beispielhaft für die Architektur seien hier Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe genannt. Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer oder auch Lyonel Feininger stehen für die Bildenden Künste. Und wer kennt nicht die Designobjekte (Stühle, Lampen etc.) von Marcel Breuer? Typisch für diese Bauhaus-Künstler waren auch interdisziplinäre Arbeiten.
Die Beliebtheit des Bauhauses im Designbereich zeigt die hohe Anzahl neu aufgelegter Serien von Stühlen, Sesseln oder auch Lampen. Ein gutes Beispiel ist die legendäre Tischlampe von Wilhelm Wagenfeld von 1924. Je nach Qualität finden sich Nachschöpfungen auch aktuell im Handel. Die Preise schwanken hier zwischen 50 bis 500 Euro. Damit liegen sie aber deutlich unter den Preisen für Originalstücke aus der Bauhauszeit.
Interessant für Sammler ist auch Originalgeschirr aus der Bauhaus-Zeit. So sind Silberarbeiten (Kaffeeservices) von Naum Slutzky aus den Jahren 1925-1930 nicht unter 150.000 Euro zu haben. Trude Petry schuf mit der Serie „Urbino" 1931 ein Porzellanservice für die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM), welches heute noch für modernes Design beispielgebend ist.
Lukrativ sind auch Zeichnungen. Je nach Geldbeutel können Liebhaber z. B. kleine graphische Arbeiten von Feininger für einige wenige hundert Euro erwerben. Dem stehen Papierarbeiten von Paul Klee schnell mit fünf- bis sechsstellige Preisen gegenüber.

Fazit

Im Kunstmarkt sind Originalarbeiten dieser Künstler eine feste Größe und von hoher Wertstabilität. Daher sind sie auch für anlegende Sammler lukrativ.

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