Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
214
Neue Pflichten seit 1. August

Elektrogeräte: Werbung mit Risiko

Die neue Kennzeichnungspflicht mit Energieeffizienzklassen macht Werbung schwierig. Denn es gibt Rechtsunsicherheit. Doch man kann sich dem Dilemma entziehen.
Wenn Sie für Elektrogeräte werben, ist jetzt vorauseilender Gehorsam angesagt. Grund ist die neue Kennzeichnungspflicht mit Energieeffizienzklassen. Seit dem 1. August müssen Elektrogeräte im Handel die neuen Effizienzklassen aufweisen. Bei der Kennzeichnung in der Werbung widersprechen sich Bundesregierung und EU-Kommission. Laut Brüssel ist die Kennzeichnung in der Werbung erst nach entsprechenden rechtlichen Umsetzungsschritten erforderlich. Nach den Vorstellungen Berlins gilt die Pflicht bereits für die Print- und Online-Werbung, erläutert das Bundeswirtschaftsministerium. Neben der Effizienzklasse ist dabei auch Spektrum der möglichen Kennzeichnungen anzugeben. Dies umfasst bekanntlich künftig A++++ bis F. Wie jedoch die Kennzeichnung auszusehen hat, ist noch nicht geregelt. Das gilt für die Produzenten, den Handel und in der Werbung. Die Handelsverbände empfehlen, bereits jetzt nach der neuen Kennzeichnungslage zu verfahren. Dann können Sie bspw. Kataloge auch in großen Stückzahlen drucken, ohne hinterher Bußgelder oder Abmahnungen fürchten zu müssen.

Fazit: Mit etwas Pragmatismus dürften Sie rechtlich unbeschadet und ohne höhere Kosten (Druckauflagensteuerung) aus der Nummer herauskommen.

Hinweis: Wie ein schlechter Witz nimmt sich da ein BFH-Urteil (vom 25.1 2017, Atz. IR 70/15) aus: Rückstellungen bspw. für ein eventuelles Einstampfen von Prospekten usw. dürfen Sie demnach erst bilden, wenn es tatsächlich eine Verordnung über die Ausgestaltung der Prospekte gibt.

Meist gelesene Artikel
  • Zum Zwecke der Wirtschaftsspionage

Britische Geheimdienste verkaufen sensible Daten

Britische Geheimdienste verkaufen gesammelte Daten an Dritte. Copyright: Picture Alliance
Die britischen Geheimdienste verkaufen in großem Umfang anlasslos gesammelte Daten. Darunter sind auch sehr sensible Informationen. Auch deutsche Unternehmen mit Bezug zu Großbritannien müssen sich sorgen.
  • Ausländische Finanzportale locken mit hohen Zinsen für Tagesgeld

Finanzportale bieten hohe Zinsen

Neuartige Finanzportale wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo bieten hohe Zinsen auf Festgeld, indem sie deutsche Sparer an Banken im EU-Raum vermitteln. Anleger sollten darauf achten, ihre Risiken zu minimieren...
  • Produktcheck

Jyske Stable Strategy schafft, was der Name verspricht

Der Jyske Invest Stable Strategy ist ein klassischer Mischfonds. Er legt den Fokus auf besonders risikoarme, aber dennoch lukrative Anlagestrategien. Damit gelingt dem Fondsmanagement eine beachtliche Durchschnittsrendite.
Neueste Artikel
  • Keine Lösung für die britische Provinz in Sicht

London pokert um die Zukunft Nordirlands

Was passiert mit Nordirland beim Brexit?
Die Brexit-Verhandlungen sind auch Ausschlag gebend für das Schicksal Nordirlands. Wird die britische Provinz durch eine harte Grenze isoliert, droht wirtschaftlich der Absturz und innenpolitisch heiße Auseinandersetzungen und Gewalt. London pokert hoch.
  • US-Wirtschaft

Widersprüchliche Konjunktursignale aus den USA

Quelle: Phily-Fed, New York
Die Daten, die aus der US-Wirtschaft kommen, senden widersprüchliche Signale aus. Vor allem die Arbeitslosenzahlen setzen Fragezeichen. Das wird die Grundhaltung der neuen FED-Führung beeinflussen.
  • Venezuela bedient seine Schulden nicht mehr

Caracas muss auf den Ölpreis hoffen

Venezuela ist zahlungsunfähig. Das Land kann Anleihen nicht bedienen. Hohe Schulden hat die Regierung bei Russland und China. Im nächsten Jahr dürften weitere Anleihen nicht bedient werden. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.
Zum Seitenanfang