Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
219
IT | Industrie

Das Internet der Dinge testen

Deutsche Industrieunternehmen können ihre Produktionsprozesse kostenlos optimieren.
Deutsche Industrieunternehmen können ihre Produktionsprozesse kostenlos optimieren. Das ermöglicht ihnen eine Zusammenarbeit mit der Forschungsplattform Smart Data Innovation Lab (SDIL). Diese wurde am 8. Januar vom landeseigenen Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eingerichtet. Industrieunternehmen kommen an das Know-how für den intelligenten Einsatz der im Laufe eines Industrieprozesses anfallenden Daten. Über Muster in den Daten der Maschinensensoren können Unternehmen Ursachen für Anomalien erkennen und Produktionsprozesse optimieren. Interessant ist diese Zusammenarbeit für Unternehmen mit einer großen Menge von Sensoren-Daten. Groß ist die Menge dann, wenn sie nicht mehr von einer Person oder einer auf dem Markt verfügbaren Software verarbeitet werden kann. Zwei Beispiele: Ein Reifenhersteller, dessen Produktion über mehrere Schritte geht, kann die Taktung für Wartungszeiten der Maschinen aufeinander abstimmen. Damit kann er den Ausfall der gesamten Produktion aufgrund einer funktionsuntüchtigen Maschine verhindern. Ein anderes Beispiel: Sie bemerken, dass eine Ihrer Maschinen regelmäßig ausfällt. Bei der Wartung werden jedoch keine Probleme festgestellt. Eine Analyse der Sensoren-Daten kann den Grund der Anomalie in einem vorgelagerten Produktionsschritt erkennen. Bei einer Kooperation mit der SDIL erhalten Unternehmen das Know-how und ggf. eine Softwarelösung. Das ermöglicht eine abgestimmte Kommunikation zwischen den Maschinen in verschiedenen Prozessen. Experten bezeichnen das auch als „Internet der Dinge“. Bedarf es für die Umsetzung der Lösung einer Hardware (z.B. eines zusätzlichen Computers), müssen Sie selbst investieren. Für Problemlösung und Software zahlen Sie mit Ihren Meta-Daten: Das KIT erwartet, dass Sie diese für weitere Analysen zur Verfügung stellen. Ziel ist es, die deutsche Industrie für die nächste industrielle Revolution (4.0) fit zu machen. Grundsätzliche Erkenntnisse stellt das KIT nach dem Ablauf des Projektes der Öffentlichkeit und der Wirtschaft zur Verfügung. Betriebsspezifische Erkenntnisse aus Ihrem Betrieb erhalten nur Sie.

Fazit: Eine Partnerschaft mit dem KIT ermöglicht es Ihnen, ohne großen finanziellen Aufwand Problemlösungen zu finden, die Ihren Produktionsprozess optimieren.

Hinweis: Weitere Informationen auf der offiziellen Seite: http://www.sdil.de.

Meist gelesene Artikel
  • Zum Zwecke der Wirtschaftsspionage

Britische Geheimdienste verkaufen sensible Daten

Britische Geheimdienste verkaufen gesammelte Daten an Dritte. Copyright: Picture Alliance
Die britischen Geheimdienste verkaufen in großem Umfang anlasslos gesammelte Daten. Darunter sind auch sehr sensible Informationen. Auch deutsche Unternehmen mit Bezug zu Großbritannien müssen sich sorgen.
  • Ausländische Finanzportale locken mit hohen Zinsen für Tagesgeld

Finanzportale bieten hohe Zinsen

Neuartige Finanzportale wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo bieten hohe Zinsen auf Festgeld, indem sie deutsche Sparer an Banken im EU-Raum vermitteln. Anleger sollten darauf achten, ihre Risiken zu minimieren...
  • Produktcheck

Jyske Stable Strategy schafft, was der Name verspricht

Der Jyske Invest Stable Strategy ist ein klassischer Mischfonds. Er legt den Fokus auf besonders risikoarme, aber dennoch lukrative Anlagestrategien. Damit gelingt dem Fondsmanagement eine beachtliche Durchschnittsrendite.
Neueste Artikel
  • Keine Lösung für die britische Provinz in Sicht

London pokert um die Zukunft Nordirlands

Was passiert mit Nordirland beim Brexit?
Die Brexit-Verhandlungen sind auch Ausschlag gebend für das Schicksal Nordirlands. Wird die britische Provinz durch eine harte Grenze isoliert, droht wirtschaftlich der Absturz und innenpolitisch heiße Auseinandersetzungen und Gewalt. London pokert hoch.
  • US-Wirtschaft

Widersprüchliche Konjunktursignale aus den USA

Quelle: Phily-Fed, New York
Die Daten, die aus der US-Wirtschaft kommen, senden widersprüchliche Signale aus. Vor allem die Arbeitslosenzahlen setzen Fragezeichen. Das wird die Grundhaltung der neuen FED-Führung beeinflussen.
  • Venezuela bedient seine Schulden nicht mehr

Caracas muss auf den Ölpreis hoffen

Venezuela ist zahlungsunfähig. Das Land kann Anleihen nicht bedienen. Hohe Schulden hat die Regierung bei Russland und China. Im nächsten Jahr dürften weitere Anleihen nicht bedient werden. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.
Zum Seitenanfang