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Rechtsanwaltsgehilfe Computer

Auch in „Denk-Berufen“ werden über kurz oder lang Computer zur unbegrenzten Ressource am Arbeitsmarkt.
Auch in „Denk-Berufen“ werden über kurz oder lang Computer zur unbegrenzten Ressource am Arbeitsmarkt. Richter- und Anwalts-Assistenten, Redakteure, Sekretärinnen – sie alle müssen sich darauf einstellen, dass ihnen der Computer zumindest Routinetätigkeiten wie Standard-Artikel, -Briefe oder Schriftsätze für Null-Acht-Fünfzehn-Rechtsfälle abnimmt. Computerwissenschaftler weltweit arbeiten intensiv an der künstlichen Intelligenz. Einige Programme übernehmen bereits jetzt das Denken für den Menschen. Doch für den Massengebrauch reicht es noch nicht. Bis jetzt erkennen die meisten Software-Programme Wörter nur anhand der Zeichenzusammensetzung und nicht in ihrer Bedeutung. Zur Ausführung der Denkarbeit müssen sie aber verschiedene Begriffe in Beziehung zueinander setzen, interpretieren und neues Wissen daraus ableiten können. Diese Entwicklung ist auf dem Vormarsch. Computer, die die Bedeutung von Begriffen „verstehen“, können Probleme eigenständig lösen. Ein Team am Berliner Fraunhofer-Institut (FOCUS) arbeitet bereits an Programmen, die geschriebenes Recht interpretieren und auf einen konkreten Fall anwenden können. In einem juristischen Verfahren könnten mit dem Programm Argumente strukturiert, bewertet und für einen Richter in visueller Form vorbereitet werden. Unternehmen zeigt die Software Wege, wie gesetzliche Regeln mit minimalen Kosten eingehalten werden können. Es wird z. B. klar, an welcher Stelle Compliance mehr kostet als die Nicht-Befolgung einer Regel. Auch weitere Standard-Denkverfahren sind künftig durch mitdenkende Computer ersetzbar. Anstelle von menschlichen Systemadministratoren werden Computer die IT-Problemanfrage eines Mitarbeiters bearbeiten. Einfache Recherche- und Redaktionsarbeit kann eine Software bereits jetzt erledigen (z.B. Fußball-Spielberichte schreiben). Die Arbeit der Straßenpolizei oder der Bus- und Taxifahrer könnten denkende Computer meistern. Die Entwicklung selbstfahrender Autos (z.B. das Google-Car) ist schon recht weit fortgeschritten. Das Programm interpretiert den Straßenverkehr und leitet daraus Handlungsoptionen ab. Der Suchmaschine „Wolfram Alfa“ können Sie bereits jetzt eine Frage (Rechercheaufgabe) stellen.

Fazit: Künstliche Intelligenz funktioniert bereits jetzt in Ansätzen. Natürlich werden dadurch menschliche Tätigkeiten ersetzt. Aber es werden auch wieder neue Berufsbilder entstehen.

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