Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
374
Weiter verbesserte Finanzierung

Noch mehr Fördergeld für Start-ups

Technologie-Unternehmen erhalten noch stärkere Förderung.
Die Förderung von Start-up-Finanzierungen wird weiter verbessert. Der vom BMWi und vom europäischen Investitionsfonds (EIF) verantwortete ERP/EIF-Dachfonds wird um eine Milliarde Euro auf 2,7 Mrd. Euro erhöht. Damit werden Venture Capital Fonds und Business Angels gefördert, die in der Frühphase in Technologie-Unternehmen investieren. Hinzu kommen über 500 Mio. Euro desselben Fonds, mit denen die Expansion junger Unternehmen mitfinanziert werden soll. Auch die Wachstums- und Spätphasenfinanzierung rückt stärker in den Fokus. Schon im März wurde der coparion-Fonds aufgelegt. Er hat ein Volumen von 225 Mio. Euro. Der Fonds geht Direktbeteiligungen in Höhe von bis zu 10 Mio. Euro pro Unternehmen ein. Bedingung: Ein privater Investor beteiligt sich im gleichen Umfang am Unternehmen. Nun soll eine Initiative des Finanzministeriums zur Wachstumsfinanzierung hinzukommen. Geplant ist die Bereitstellung von Fremdkapital. Dazu soll die KfW Kredite über 10 Jahre Laufzeit (Volumen 10 Mrd. Euro) ausgeben. Diese sollen durch staatliche Bürgschaften gedeckt sein.

Rückläufiges Venture-Kapital wird aufgefangen

Angesichts des Rückgangs der Venture-Capital-Finanzierungen können die Aufstockungen jungen Unternehmen helfen. In den deutschsprachigen Ländern war das Finanzierungsvolumen in diesem Segment im zweiten Quartal 2016 erstmals seit 2011 rückläufig, so das Fachorgan Pitchbook. Besonders stark zurück gegangen war die Frühphasenfinanzierung. Das liegt allerdings oft daran, dass sich nicht genügend private Investoren finden. Die wägen Chancen und Risiken kühl ab.

Fazit: Die Politik betont, wie wichtig Start-up-Unternehmen sind – und fährt die Förderung hoch. Junge Unternehmen können hinsichtlich der Fördermöglichkeiten aus dem Vollen schöpfen. Ein kluges skalierbares Geschäftsmodell mit Perspektive brauchen sie trotzdem.

Meist gelesene Artikel
  • Zum Zwecke der Wirtschaftsspionage

Britische Geheimdienste verkaufen sensible Daten

Britische Geheimdienste verkaufen gesammelte Daten an Dritte. Copyright: Picture Alliance
Die britischen Geheimdienste verkaufen in großem Umfang anlasslos gesammelte Daten. Darunter sind auch sehr sensible Informationen. Auch deutsche Unternehmen mit Bezug zu Großbritannien müssen sich sorgen.
  • Ausländische Finanzportale locken mit hohen Zinsen für Tagesgeld

Finanzportale bieten hohe Zinsen

Neuartige Finanzportale wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo bieten hohe Zinsen auf Festgeld, indem sie deutsche Sparer an Banken im EU-Raum vermitteln. Anleger sollten darauf achten, ihre Risiken zu minimieren...
  • Produktcheck

Jyske Stable Strategy schafft, was der Name verspricht

Der Jyske Invest Stable Strategy ist ein klassischer Mischfonds. Er legt den Fokus auf besonders risikoarme, aber dennoch lukrative Anlagestrategien. Damit gelingt dem Fondsmanagement eine beachtliche Durchschnittsrendite.
Neueste Artikel
  • Keine Lösung für die britische Provinz in Sicht

London pokert um die Zukunft Nordirlands

Was passiert mit Nordirland beim Brexit?
Die Brexit-Verhandlungen sind auch Ausschlag gebend für das Schicksal Nordirlands. Wird die britische Provinz durch eine harte Grenze isoliert, droht wirtschaftlich der Absturz und innenpolitisch heiße Auseinandersetzungen und Gewalt. London pokert hoch.
  • US-Wirtschaft

Widersprüchliche Konjunktursignale aus den USA

Quelle: Phily-Fed, New York
Die Daten, die aus der US-Wirtschaft kommen, senden widersprüchliche Signale aus. Vor allem die Arbeitslosenzahlen setzen Fragezeichen. Das wird die Grundhaltung der neuen FED-Führung beeinflussen.
  • Venezuela bedient seine Schulden nicht mehr

Caracas muss auf den Ölpreis hoffen

Venezuela ist zahlungsunfähig. Das Land kann Anleihen nicht bedienen. Hohe Schulden hat die Regierung bei Russland und China. Im nächsten Jahr dürften weitere Anleihen nicht bedient werden. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.
Zum Seitenanfang