Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1490
Aktuelle Wälzlager-Produktpiraterie in China

Bei Fakes nicht auf eigene Faust vorpreschen

Gefälschte Ware schadet nicht nur dem eigenen Geldbeutel. Sie ist auch eine Gefahr für Betrieb, Reputation und Menschenleben. In China ist jetzt ein Netzwerk aufgeflogen, das in großem Stil Wälzlagerprodukte gefälscht hat. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie sich richtig verhalten, wenn Sie Produktpiraterie vermuten.

In China wird munter weiter gefälscht – trotz hoher Strafen. Aktuelles Beispiel: Plagiate des Wälzlagerspezialisten NSK (Ratingen). Nach der Beschlagnahmung von 23.000 Verpackungen und Etiketten für gefälschte NSK-Wälzlager in Hebei (China) wurden bei einer zweiten Durchsuchung im Juli in einem anderen Betrieb, der dem gleichen Besitzer gehörte, 90.000 Verpackungen sichergestellt. Ebenso 10 Druckplatten, mit denen Verpackungen von vier namhaften Markenherstellern – darunter NSK – gefälscht wurden. Sämtliche Verpackungen wurden ins zentrale Lager der chinesischen Marktaufsichtsbehörde (Market Supervisory Board; MSB) verbracht; sie verfolgt die Markenrechtsverletzungen.

Plagiate sind ein Sicherheitsrisiko

Gefälschte Ware schadet Ihrem Unternehmen enorm. Natürlich dem eigenen Umsatz; sie ist aber auch eine Gefahr für den Betrieb, für Reputation und Menschenleben. Denn Wälzlagerplagiate bergen das Risiko eines vorzeitigen und damit kostenintensiven und ggf. sogar gefährlichen Lagerausfalls beim Käufer.

Versuchen Sie nicht, mögliche Fakes auf eigene Faust zu identifizieren. Fotografieren Sie zunächst die Ware bei Verdacht. Bei Schaeffler gibt es z.B. ein Brand-Protection-Team, das anhand der Fotos umgehend prüft, ob es sich um Fälschungen handelt.

Wie handelt man richtig?

Kontaktieren Sie zuerst den Markenhersteller bzw. die entsprechenden Behörden. Nicht gleich auf Ihren Händler oder Lieferanten zugehen! Dies könnte weitere Untersuchungen gefährden. Nur so lässt sich verhindern, dass Beweismaterialien vernichtet und Informationen unterschlagen werden.

Nicht nur die Hersteller von Fälschungen machen sich strafbar. Auch Händler werden straf- und zivilrechtlich verfolgt. Wer Produktfälschungen kauft oder vertreibt, wird Teil eines kriminellen Netzwerks.

Fazit: Offensichtlich zu niedrige Preise sollten immer stutzig machen. Markenware hat immer ihren Preis.

Empfehlung: Beziehen Sie Markenwälzlager (und andere Güter!) nur direkt über Hersteller bzw. autorisierte Händler oder über andere verifizierte, vertrauenswürdige Quellen.

Weitere Infos rund um Plagiate bei Wälzlagern:

Plagiate erkennen und richtig handeln
World Bearing Assocation (WBA) www.stopfakebearings.com/de

NSK Motion & Control
Zu Wälzlager-Fälschungen 2019
https://www.nskeurope.de/de/company/news-search/2019-press/More-counterfeit-NSK-merchandise-in-China.html

Schaeffler
Brand-Protection-Team
https://www.schaeffler.com/remotemedien/media/_shared_media/08_media_library/01_publications/schaeffler_2/publication/downloads_18/Faltkarte_FRF_Fotoguideline_de_de.pdf

Kontakt zu Schaeffler:
piraterie@schaeffler.com

Zu Produktfälschungen in China (allgemein)
ARD-Beitrag „Panorama"
https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2019/Aufgespuert-Die-Produktfaelscher-in-China,diefaelscher122.html

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Partners VermögensManagement AG

Vorschlag der Partners wird als zu leicht befunden

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Die Partners VermögensManagement AG führt sich bei der Stiftung Fliege mit einem ungewöhnlich ausführlichen und persönlich gehaltenen Anschreiben ein, das ein echtes Interesse an dem Mandat erkennen lässt. Der Vermögensverwalter geht bereits hier auf das bestehende Portfolio und den Veränderungsbedarf ein, erläutert Erfahrungen bei Stiftungsmanagement und nachhaltiger Vermögensanlage und garantiert die geforderte Ausschüttung für den Stiftungszweck. Ein toller Auftakt, der auf mehr hoffen lässt
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ukraine attackiert russische Atomabwehr

Atomare Eskalation im Ukraine-Krieg

Der Ukraine-Krieg eskaliert weiter - jetzt auch offen atomar. Denn die Ukraine hat Radarsysteme angegriffen, die ausschließlich zur Selbstverteidigung Russlands gegen atomare Attacken dienen.
  • Fuchs plus
  • Produktcheck: Proud@work Classic

Stolze Mitarbeiter, bessere Performance

HANSAINVEST Fondswelt Header Bild © HANSAINVEST
Unternehmen, die Mitarbeiter haben, die stolz auf das Unternehmen sind, entwickeln sich oft besser als andere Firmen. Das zeigen unterschiedliche Studien und Kennzahlen. FUCHS-Kapital hat sich einen Fonds angesehen, der auf Basis dieser Überlegungen eine Überrendite erwirtschaften will.
  • Fuchs plus
  • Kopplungs-Preis: Preisangabe inklusive Versicherung irreführend

Preisangabe muss transparent sein

Größer werdende Geldstapel © jirsak / Stock.adobe.com
Ausgewiesene Preise müssen transparent und leicht verständlich sein. Darum müssen Händler bei Kopplungs-Angeboten aufpassen. Wer Preise inklusiver Extraleistungen anbietet, muss das so tun, dass es Kunden "auf den ersten Blick" verstehen, so ein Urteil gegen einen großen Einzelhändler.
Zum Seitenanfang