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Aktuelle Wälzlager-Produktpiraterie in China

Bei Fakes nicht auf eigene Faust vorpreschen

Gefälschte Ware schadet nicht nur dem eigenen Geldbeutel. Sie ist auch eine Gefahr für Betrieb, Reputation und Menschenleben. In China ist jetzt ein Netzwerk aufgeflogen, das in großem Stil Wälzlagerprodukte gefälscht hat. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie sich richtig verhalten, wenn Sie Produktpiraterie vermuten.

In China wird munter weiter gefälscht – trotz hoher Strafen. Aktuelles Beispiel: Plagiate des Wälzlagerspezialisten NSK (Ratingen). Nach der Beschlagnahmung von 23.000 Verpackungen und Etiketten für gefälschte NSK-Wälzlager in Hebei (China) wurden bei einer zweiten Durchsuchung im Juli in einem anderen Betrieb, der dem gleichen Besitzer gehörte, 90.000 Verpackungen sichergestellt. Ebenso 10 Druckplatten, mit denen Verpackungen von vier namhaften Markenherstellern – darunter NSK – gefälscht wurden. Sämtliche Verpackungen wurden ins zentrale Lager der chinesischen Marktaufsichtsbehörde (Market Supervisory Board; MSB) verbracht; sie verfolgt die Markenrechtsverletzungen.

Plagiate sind ein Sicherheitsrisiko

Gefälschte Ware schadet Ihrem Unternehmen enorm. Natürlich dem eigenen Umsatz; sie ist aber auch eine Gefahr für den Betrieb, für Reputation und Menschenleben. Denn Wälzlagerplagiate bergen das Risiko eines vorzeitigen und damit kostenintensiven und ggf. sogar gefährlichen Lagerausfalls beim Käufer.

Versuchen Sie nicht, mögliche Fakes auf eigene Faust zu identifizieren. Fotografieren Sie zunächst die Ware bei Verdacht. Bei Schaeffler gibt es z.B. ein Brand-Protection-Team, das anhand der Fotos umgehend prüft, ob es sich um Fälschungen handelt.

Wie handelt man richtig?

Kontaktieren Sie zuerst den Markenhersteller bzw. die entsprechenden Behörden. Nicht gleich auf Ihren Händler oder Lieferanten zugehen! Dies könnte weitere Untersuchungen gefährden. Nur so lässt sich verhindern, dass Beweismaterialien vernichtet und Informationen unterschlagen werden.

Nicht nur die Hersteller von Fälschungen machen sich strafbar. Auch Händler werden straf- und zivilrechtlich verfolgt. Wer Produktfälschungen kauft oder vertreibt, wird Teil eines kriminellen Netzwerks.

Fazit: Offensichtlich zu niedrige Preise sollten immer stutzig machen. Markenware hat immer ihren Preis.

Empfehlung: Beziehen Sie Markenwälzlager (und andere Güter!) nur direkt über Hersteller bzw. autorisierte Händler oder über andere verifizierte, vertrauenswürdige Quellen.

Weitere Infos rund um Plagiate bei Wälzlagern:

Plagiate erkennen und richtig handeln
World Bearing Assocation (WBA) www.stopfakebearings.com/de

NSK Motion & Control
Zu Wälzlager-Fälschungen 2019
https://www.nskeurope.de/de/company/news-search/2019-press/More-counterfeit-NSK-merchandise-in-China.html

Schaeffler
Brand-Protection-Team
https://www.schaeffler.com/remotemedien/media/_shared_media/08_media_library/01_publications/schaeffler_2/publication/downloads_18/Faltkarte_FRF_Fotoguideline_de_de.pdf

Kontakt zu Schaeffler:
piraterie@schaeffler.com

Zu Produktfälschungen in China (allgemein)
ARD-Beitrag „Panorama"
https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2019/Aufgespuert-Die-Produktfaelscher-in-China,diefaelscher122.html

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