Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
427
Nießbrauch als Unterhalt

Steuersparmodell Nutzungsrecht

Die Leistung von Ausbildungsunterhalt über eine Nießbrauchlösung kann bares Geld sparen. © picture alliance / dpa Themendienst
Unterhaltsaufwendungen können Sie nicht nur in bar sondern auch über Nießbrauch darstellen.
Unterhaltsaufwendungen können Sie nicht nur in bar, sondern auch über Nießbrauch leisten. Und darin liegt sogar eine Steuerersparnis – jedenfalls, wenn eine Entscheidung des Finanzgericht Baden-Württemberg (Urteil vom 13. Dezember 2016, Az. 11-K-2951/15) höheren Instanzen standhält. Der Fall: Mit Studienbeginn gewährte eine Mutter ihrer Tochter ein notariell beurkundetes Nießbrauchrecht für ein Mietobjekt. Dieses Recht war bis zum Ende der Regelstudienzeit befristetet. Danach verfiel es zugunsten der Mutter. Es ersetzte die sonst fällige Unterhaltszahlung in Geldform. Die Tochter musste vollumfänglich alle Kosten für das Mietobjekt übernehmen. Im Gegenzug standen ihr auch sämtliche Mieteinnahmen zu. Die Tochter trat in den Mietvertrag ein. Das Finanzamt witterte Gestaltungsmissbrauch. Es versagte diese Form der Unterhaltsaufwendungen. Denn Unterhaltsaufwendungen können steuerlich nur berücksichtigt werden, wenn keine steuerlichen Vergünstigungen wie Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag gewährt werden. Das war vorliegend der Fall. Die reinen Unterhaltszahlungen wären also steuerlich ohne Auswirkung gewesen. Stattdessen wurden sie über die Mieteinnahmen gewährt. Das hat zwei Vorteile:
  1. Die Mutter verringert ihr zu versteuerndes Einkommen.
  2. Die Tochter erzielt über die Mieteinnahmen ihre einzigen Einkünfte.
Unser Praxisbeispiel zeigt die Vorteile der Nießbrauchlösung. Die Tochter erzielt aus den Mieteinnahmen einen monatlichen Überschuss von 900 EUR pro Monat = 10.800 EUR pro Jahr. Dieses geringe Einkommen zieht eine Einkommensteuer von 3.873 EUR nach sich (ohne den Abzug weiterer Versicherungen etc.). Das Einkommen der Eltern verringert sich entsprechend um 10.800 Euro. Wir nehmen an, dass sie zu einem Grenzsteuersatz von 42% veranlagt werden. Somit würde von ihnen auf diesen Betrag 4.536 EUR Einkommensteuer und 250 EUR Solidaritätszuschlag = 4.786 EUR erhoben. Die Steuerersparnis liegt also in der Differenz zwischen der steuerlichen Belastung von Eltern und Tochter, für die aufgrund ihres geringen Einkommens ein niedrigerer Steuersatz gilt: 4.786 EUR – 3.873 EUR = 913 EUR. Hochgerechnet auf fünf Jahre Regelstudienzeit sind das immerhin 4.565 EUR.

Fazit: Ein Modell, das Sie ggf. prüfen sollten.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Vertex Pharmaceuticals Inc.

Erfolgreich in der Bekämpfung von Krankheiten

Vertex hat eine große Produktpalette für die Behandlung verschiedenster Krankheiten im Angebot. Seine dominante Marktstellung baut das US-Unternehmen nun durch Neuzulassungen aus.
  • Fuchs plus
  • Pentair plc

Pumpen-Spezialist aus den USA

Vor allem Industrieunternehmen sind angewiesen auf Pumpsysteme, Brandschutzlösungen und Wasserfilter. Pentair liefert dafür die technischen Lösungen. Konjunkturprogramme der US-Administration könnten das Geschäft nun zusätzlich beflügeln.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Top-Anbieter im social trading

Ayondo Markets

Ayondo bietet eine sehr gute Plattform für Trader, die anderen Händlern folgen wollen oder ihre Strategien selbst für Follower zugänglich machen wollen. Der Service ist sehr gut und das Haus fest in der Spitzengruppe des FUCHS-Broker-Ratings etabliert.
  • Fuchs plus
  • Starke Perspektiven

Ölpreis kurbelt Norwegens Wirtschaftswachstum an

Der steigende Ölpreis unterstützt die norwegische Wirtschaft. Copyright: Picture Alliance
Der langfristig steigende Ölpreis kurbelt die norwegische Wirtschaft an. Das stärkt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Norwegische Krone.
  • Fuchs plus
  • Gefährlicher als offene Pressionen

Peking mit Strategiewechsel gegen Taiwan

Die chinesische Regierung versucht gezielt Fachkräfte aus Taiwan abzuwerben. Das hat Folgen für Taiwan und hilft langfristig der chinesischen "Ein-China-Doktrin".
Zum Seitenanfang