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Unternehmensübernahmen ziehen wieder an

M&A-Geschäft belebt sich

Der Markt für Unternehmensübernahme kommt in Schwung. Die Zahl der Käufe und Verkäufe steigt wieder. Das geht aber auch mit vielfach wieder steigenden Preisen einher. FUCHSBRIEFE werfen einen Blick auf das aktuelle M&A-Geschäft und geben Preis-Indikationen für diverse Branchen.
Der europäische Markt für Unternehmensübernahmen (M&A) kommt wieder in Schwung. Auch auf diesem Markt (wie auf dem Immobilienmarkt) scheinen sich die Marktteilnehmer mit dem erhöhten Zinsniveau arrangiert zu haben. Die Perspektive auf sinkende Leitzinsen in der Eurozone ab dem Sommer ist eine zusätzliche Unterstützung. 

Bereits zu Jahresanfang hat sich die Aktivität am Unternehmensmarkt leicht belebt. Diese Belebung kommt nun allmählich in Schwung und zeigt sich in einer wachsenden Zahl von Unternehmensübernahmen. Das bestätigt Roman Göd vom Beratungshaus MP Corporate Finance. Göd erklärt: „Wir beobachten, dass die Transaktionsanzahl anzieht – nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten europäischen Industrie.“

M&A beleben sich wieder

Diese Belebung ist in gewissen Teilen eine Normalisierung. Denn viele bereits angestoßene M&A-Deals wurden seit Mitte vorigen Jahres aufgrund der Zinsunsicherheit verzögert und aufgeschoben. Etliche Exits wurden auf Eis gelegt, weil angesichts der steigenden Zinsen in Kombination mit der unsicheren Wirtschaftslage Einigungen über den Kaufpreis vielfach schwer zu erreichen waren. Das Umfeld ändert sich zumindest mit Blick auf die Zinsen jetzt. 

Der Unternehmensmarkt dürfte damit insgesamt seine Talsohle erreicht haben. Zwar gehen die Multiples in einigen Bereichen noch zurück (beratende Dienstleistungen, Fahrzeugbau, Maschinenbau, Gas- und Stromerzeugung). Mit Blick auf die Branchen zeigt sich aber, dass sich die Bewertungen in der Marktbreite aber fangen. 

Software, Handel und Logistik-Unternehmen sind gefragt

Besonders gefragt sind die Branchen Pharma, Software, Handel und Logistik. In diesen Segmenten sehen wir bereits wieder steigende EBIT-Multiplikatoren. Das zeigt sich in allen Größenklassen von Unternehmen - vom Kleinstunternehmen bis zur börsennotierten Gesellschaft. Die EBIT-Multiplikatoren für Midcaps liegen in diesen Segmenten bei etwa 8,3. Mit einem EBIT-Multiple von 8,7 noch etwas gefragter und teurer sind Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnik (Erneuerbare Energien).
Fazit: Die Durststrecke am M&A-Markt geht zu Ende. Parallel zum Erreichen des Zinsgipfels und sich der perspektivisch wieder verbessernden Wirtschaftslage werden die Unternehmenspreise jetzt wieder anziehen. Das bisherige Muster der Branchen-Favoriten hat weiter Bestand.
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