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Beschleunigter Wasserstoff-Wandel

Breiter Optimismus für die Wasserstoff-Wirtschaft

Wasserstoff Pipelines auf einem Gelände und H2 Symbol © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Die guten und interessanten Nachrichten aus dem Wasserstoff-Sektor reißen nicht ab. An immer mehr Stellen des täglichen Lebens gibt es Berührungspunkte mit dem grünen Rohstoff der Zukunft. Das wird sich bald auch wieder in den Aktienkursen zeigen.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, 
kommt Wasserstoff in der Praxis an? Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Und immer öfter bekomme ich positive Antworten dazu. Dabei bin ich oft selber überrascht, wie schnell die Entwicklung geht. Nur einige Beispiele:

In dieser Woche bin ich auf dem Weg ins Büro gleich zwei Wasserstoff-Pkw begegnet - und nein, es waren nicht dieselben. Das war gut an ihrer Nummerierung zu erkennen. Denn beide Fahrzeuge waren vom Mobilitätsdienstleister Uber. Der arbeitet gemeinsam mit Toyota in Berlin am Aufbau einer Wasserstoff-Flotte, um die Praxistauglichkeit der Fahrzeuge zu beweisen. Eines hatte die Nr. #167 und wenn das stimmt, dann ist Uber nicht mehr weit von seinem Ziel entfernt, in Berlin 200 H2-Taxis anbieten zu können. Wenn ich demnächst mal Urlaub habe, werde ich mir vielleicht testweise mal selber ein solches Fahrzeug mieten. 

Wandel nimmt Fahrt auf

Auch an anderer Stelle habe ich in dieser Woche gestaunt. Ich habe gelesen, dass Bosch seinen Wasserstoff-Verbrennungsmotor noch in diesem Jahr vorstellen will. Der hat den Vorteil, dass der grüne Energieträger ohne ineffizienten Umweg direkt in Vortrieb geht. Auch der BMW Hydrogen 7 wird mit einem solchen Motor angetrieben, der seine Power direkt und nicht aus einer Brennstoffzelle bezieht. Darüber hinaus will der Automobilzulieferer Freudenberg künftig verstärkt auf die Brennstoffzelle setzen. 

Diese Meldungen sind nur die Spitze des Eisbergs, der gerade bei Wasserstoff in Bewegung kommt. Schon nächstes Jahr könnte viel Wasserstoff aus Kanada über Hamburg nach Deutschland fließen. Das Vorhaben wurde durch eine Absichtserklärung zwischen den Unternehmen Mabanaft aus Hamburg und Pattern Energy aus den USA konkretisiert.
Fazit: Die Skepsis gegenüber Wasserstoff ist nach wie vor groß und noch sind nicht alle technischen Probleme gelöst. Aber die Dynamik ist an vielen Stellen sehr hoch und die Entwicklungen werden sich Bahn brechen. Ich bin davon überzeugt, dass die Durststrecke im Sektor bald zu Ende ist und wünsche Ihnen eine interessante Lektüre. Ihr Stefan Ziermann
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