Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
929
Abschreckende Konditionen in UK

Britische Finanzaufsicht will Anbieterwechsel erleichtern

Die Konditionen bei einem Anbieterwechsel in UK lassen viele Kunden vor diesem Schritt zurückschrecken. Jetzt geht die britische Finanzmarktaufsicht dagegen vor.

Die britische Finanzmarktaufsicht will den Anbieterwechsel erleichtern. Dazu wird die Financial Conduct Authority (FCA) in Kürze die Austrittsgebühren, die die meisten Wealth Manager ihren Kunden berechnen, scharf begrenzen oder sogar ganz verbieten. Ein ähnlicher Schritt der FCA ist auch für Versicherer, Pensionsfonds und Finanzberater geplant, wenn deren Kunden den Anbieter wechseln wollen.
Die Behörde hat beobachtet, dass diese Gebühren in der Praxis den Wettbewerb im jeweiligen Marktsegment empfindlich einengen. Die Marktuntersuchungen der FCA haben ergeben, dass rund 7% der Anleger, die das bisherige Unternehmen wechseln wollen, mit Rücksicht auf die Belastung von ihrem Plan Abstand nehmen.

Die FCA wird stufenweise vorgehen. In der ersten Stufe geht es der FCA vor allem um die Gebühren, die von den Betreibern der so genannten Kapitalanlage-Plattformen wie etwa Hargreaves Lansdown, AJ Bell und Charles Stanley Direct erhoben werden. Bei Hargreaves Lansdown, dem Marktführer in diesem Segment in Grossbritannien, belaufen sich die exit fees oder Austrittsgebühren auf immerhin 25 Pfund je Unternehmen, dessen Aktien der Kunde hält.
Neben den Gebühren ist der Finanzmarktaufsicht auch der komplizierte Prozess des Austritts ein Dorn im Auge. Mit dieser Komplexität sollen die Kunden zusätzlich vom Wechsel des Vermögensverwalters oder sonstigen Leistungsanbieters abgeschreckt werden, vermutet die Behörde. Die neue Regelung, wie sie die FCA derzeit erarbeitet, dürfte vermutlich im Herbst dieses Jahres in Kraft treten.

Fazit

Ein Thema, das auch in Deutschland bisher eher unterbeleuchtet ist.

Hinweis: In Deutschland ist zwar die Unterstützung einer Bank beim Kontenwechsel durch das Zahlungskontengesetz (ZKG) geregelt. Das umfasst aber nicht den Anbieterwechsel! Speziell zu dieser Frage hat die Finanzaufsicht BaFin allerdings keine Erkenntnisse. Im Versicherungsbereich sei eine entsprechende Fragestellung nur bei Riester- und Rürup-Produkten vorstellbar. Dort können und dürfen Kosten für einen Anbieterwechsel anfallen. Ansonsten „dürfte die Thematik kaum relevant sein", heißt es auf Anfrage von FUCHSBRIEFE.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Stiftungsmanager 2024: Die Top 10

Auf dem Siegertreppchen wird es eng

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Fünf Anbieter von insgesamt 35 Ausschreibungsteilnehmern schaffen es in diesem Jahr auf das Siegertreppchen und sichern sich eine „Goldmedaille“ für eine sehr gute Gesamtleistung. Zwei weitere Häuser holen Silber für gute Leistungen und drei dürfen sich mit Bronze für ein Befriedigendes Gesamturteil schmücken. Sie alle hatten es aufgrund der Güte ihrer Anlagekonzepte in die Endrunde der Ausschreibung für die Stiftung Fliege geschafft.
  • Editorial Stiftungsvermögen 2024: Weitreichende Folgen

Die Auswahl des Vermögensverwalters nicht dem Zufall überlassen

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Die Wahl des Vermögensverwalters kann das Schicksal einer Stiftung bestimmen. Viele Stiftungen besitzen nicht das nötige Finanzwissen im eigenen Kuratorium, was fatale Folgen haben kann. Regelmäßige Kontrollen und kompetente Beratung sind unerlässlich, um nicht Opfer von fatalen Anlagestrategien zu werden. Erfahren Sie, welche verheerenden Fehler vermieden werden können und wie eine Stiftung die richtige Wahl trifft – bevor es zu spät ist.
  • Brutaler Messerangriff in Mannheim: Gefahr für unser Recht auf friedliche Demonstrationen

Wie wir selbst die Grundwerte unserer Gesellschaft untergraben

Fuchsbriefe-Herausgeber Ralf Vielhaber. © Foto: Verlag Fuchsbriefe
In Mannheim wurde am Wochenende auf brutale Weise und ohne Vorwarnung ein Redner bei einer Demonstration mit einem Messer niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Auch ein Polizist wurde lebensgefährlich attackiert. Er erlag am Wochenende seinen Verletzungen. Doch die Medien relativieren die Tat und lenken vom Kern einer wichtigen Debatte ab, meint Fuchsbriefe-Herausgeber Ralf Vielhaber.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Notenbank in Ungarn muss umsteuern

Forint bekommt Rückenwind

In Ungarn läuft es rund. Die Notenbank reduzierte zum achten Mal in Folge den Leitzins (7,25%). Im Oktober vergangenen Jahres lag dieser noch bei 13%. Für die nächste Zinsentscheidung am 18. Juni erwartet der Markt erneut einen Rückgang um 50 Basispunkt. Daraus entstehen Anlagechancen.
  • Fuchs plus
  • US-Notenbank schiebt Zinsschritte weiter hinaus

Fed schiebt Dollar an

Der Dollar bekommt neuen Rückenwind von den Notenbanken. Denn mit dem Zinsschritt der EZB nach unten und dem Abwarten der US-Notenbank hat sich die Zinsdifferenz zugunsten des US-Dollar vergrößert. Der wird auch in den kommenden Monaten so erhalten bleiben.
  • Fuchs plus
  • Trump und China beflügeln die Kryptowährungen

Institutionelle kaufen Kryptos

Bitcoin (BTC) und Kryptowährungen wie Ethereum (ETH) und Solana (SOL) stehen vor einer potenziell explosiven zweiten Jahreshälfte. Großanleger investieren Milliarden in digitale Anlageprodukte. Sowohl in den USA, dem umsatzstärksten Krypto-Markt, als auch in China zeichnet sich ein Stimmungswechsel ab.
Zum Seitenanfang