Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
0,00 €
531
Abschreckende Konditionen in UK

Britische Finanzaufsicht will Anbieterwechsel erleichtern

Die Konditionen bei einem Anbieterwechsel in UK lassen viele Kunden vor diesem Schritt zurückschrecken. Jetzt geht die britische Finanzmarktaufsicht dagegen vor.

Die britische Finanzmarktaufsicht will den Anbieterwechsel erleichtern. Dazu wird die Financial Conduct Authority (FCA) in Kürze die Austrittsgebühren, die die meisten Wealth Manager ihren Kunden berechnen, scharf begrenzen oder sogar ganz verbieten. Ein ähnlicher Schritt der FCA ist auch für Versicherer, Pensionsfonds und Finanzberater geplant, wenn deren Kunden den Anbieter wechseln wollen.
Die Behörde hat beobachtet, dass diese Gebühren in der Praxis den Wettbewerb im jeweiligen Marktsegment empfindlich einengen. Die Marktuntersuchungen der FCA haben ergeben, dass rund 7% der Anleger, die das bisherige Unternehmen wechseln wollen, mit Rücksicht auf die Belastung von ihrem Plan Abstand nehmen.

Die FCA wird stufenweise vorgehen. In der ersten Stufe geht es der FCA vor allem um die Gebühren, die von den Betreibern der so genannten Kapitalanlage-Plattformen wie etwa Hargreaves Lansdown, AJ Bell und Charles Stanley Direct erhoben werden. Bei Hargreaves Lansdown, dem Marktführer in diesem Segment in Grossbritannien, belaufen sich die exit fees oder Austrittsgebühren auf immerhin 25 Pfund je Unternehmen, dessen Aktien der Kunde hält.
Neben den Gebühren ist der Finanzmarktaufsicht auch der komplizierte Prozess des Austritts ein Dorn im Auge. Mit dieser Komplexität sollen die Kunden zusätzlich vom Wechsel des Vermögensverwalters oder sonstigen Leistungsanbieters abgeschreckt werden, vermutet die Behörde. Die neue Regelung, wie sie die FCA derzeit erarbeitet, dürfte vermutlich im Herbst dieses Jahres in Kraft treten.

Fazit

Ein Thema, das auch in Deutschland bisher eher unterbeleuchtet ist.

Hinweis: In Deutschland ist zwar die Unterstützung einer Bank beim Kontenwechsel durch das Zahlungskontengesetz (ZKG) geregelt. Das umfasst aber nicht den Anbieterwechsel! Speziell zu dieser Frage hat die Finanzaufsicht BaFin allerdings keine Erkenntnisse. Im Versicherungsbereich sei eine entsprechende Fragestellung nur bei Riester- und Rürup-Produkten vorstellbar. Dort können und dürfen Kosten für einen Anbieterwechsel anfallen. Ansonsten „dürfte die Thematik kaum relevant sein", heißt es auf Anfrage von FUCHSBRIEFE.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Kaffee wird teurer

Angebot dünnt aus und Container fehlen

Jetzt wird der Kaffee-Preis heiß. Einerseits mangelt es an Containern zum Transport der braunen Bohne. Andererseits gehen auf der Angebotsseite gut 30 Millionen Sack Kaffee verloren. Der Trinkgenuss dürfte somit bald wieder teurer werden.
  • Im Fokus: Insider-Geschäfte

Aktien, die die Vorstände kaufen

Im Fokus: Insider-Trades. Copyright: Pixabay
Anleger können sich gut an den Käufen und Verkäufen von Firmeninsidern orientieren. Die kennen "ihre" Firmen gut und positionieren sich bei Käufen oft strategisch. Wer solche Käufe und Verkäufe kennt und nachvollzieht, hat bei Investments oft ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis.
  • Und täglich grüßt das italienische Murmeltier

Mario Draghi: Letzte Hoffnung für den Euro?

Krise in Rom. Copyright: Pexels
Mitgefangen, mitgehangen – das gilt in der EU. Daher ist jede Krise in einem größeren EU-Land – noch dazu in einem extrem hoch verschuldeten wie Italien – immer auch eine Krise des Euroraums und des Euro. Bekommt Italien nun seine letzte Chance?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ärger mit Inkassodienstleistern

Vermieter haben Handlungsoptionen

Vermieter haben immer öfter mit Inkassodienstleistern zu tun, die harsch gegen einen vermeintlich überzahlten Mietzins vorgehen. Insbesondere seit Einführung der Mietpreisbremse nimmt die Zahl der Fälle deutlich zu. Die gute Nachricht: Vermieter können sich dagegen wehren.
  • Editorial

Vom Trading leben - aber wie?

Welche Broker sind die besten, wenn Anleger vom Trading leben wollen? Dieser Frage gehen wir im Broker-Rating 2021 nach. Denn an der Börse können Trader gutes Geld verdienen - und mit den richtigen Produkten auch noch täglich. Wenn dann auch noch intakte Trends dazukommen, ist das schon fast ein Kinderspiel. Darum wächst das Interesse am kurzfristigen Trading. Und eine steigende Zahl von Anlegern will von Geschäften mit gehebelten Produkten leben. Das ist aber nicht so einfach wie es klingt.
  • Fuchs plus
  • Glogger & Partner Vermögensverwaltung, Stiftungsmanagement 2021, Qualifikationsrunde

Besuch in Krumbach

Wie schlägt sich die Glogger & Partner Vermögensverwaltung im Markttest Stiftung 2021? Copyright: Verlag Fuchsbriefe
Bodenständig-schwäbisch empfängt die Unternehmerfamilie Glogger die Deutsche Kinderhospizstiftung auf ihrer Website. Engagiert und empathisch wirbt man auch im Anlagevorschlag um den neuen Kunden. Doch steckt hinter der schönen Aufmachung auch Substanz oder wird es ein Besuch bei der „schrecklich netten Familie“?
Zum Seitenanfang