Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
3917
Abbau Seltener Erden in Afghanistan beschlossen

China macht die Taliban reich

Abbau Seltener Erden in Afghanistan beschlossen. Copyright: Pexels
Noch vor fünf Jahren hatte China einen Weltmarktanteil von nahezu drei Vierteln bei den so genannten Seltenen Erden. Das hat die westliche Welt aufgeschreckt und in zahlreichen Ländern zu entsprechenden eigenen Anstrengungen geführt. Das wirkt. Doch jetzt reagiert China. Skrupellos wie meistens.

Die in Afghanistan siegreichen Taliban könnten schon bald in Geld schwimmen. Denn China hat sie zum Partner beim Abbau Seltener Erden erkoren. Das teilte vor wenigen Tagen das chinesische Außenministerium mit.

Marktwert bis zu 3 Billionen USD

In Afghanistan sollen nach amerikanischen Untersuchungen mindestens 1 Million Tonnen Erz Seltener Erden mit einer abbau-attraktiven Konzentration im Erdboden sein. Je nach der Zusammensetzung dieser Erzmenge verkörpern die afghanischen Vorkommen damit einen Wert zwischen einer und drei Billionen US Dollar.

Hintergrund: China bemüht sich zudem seit Kurzem wieder, den eigenen Erzabbau-Marktanteil auf das alte Niveau zurückzubringen. Es geht Peking um die Versorgung der eigenen Industrie. Denn Chinas Weltmarktanteil bei Seltenen Erden sinkt beständig und deutlich. 2020 produzierte laut "Statistical Review of World Energy 2021" die Volksrepublik China insgesamt rund 140.000 Tonnen Seltener Erden.

Beinahe-Monopolist bei der Verhüttung

Der chinesische Anteil am weltweiten Erzabbau fiel damit innerhalb weniger Jahre  von knapp 75 auf nur noch 52%. An zweiter Stelle rangierte Australien mit 15,5% Anteil vor den Vereinigten Staaten mit 14,2% auf dem dritten Platz. Grund sind westliche Explorations- und Abbauanstrengungen.

Allerdings beherrscht China den Markt in weiten Teilen unverändert. Denn die westlichen Verhüttungskapazitäten haben mit der steigenden Erzausbeute nicht Schritt gehalten. China hat gegenwärtig immer noch einen Anteil von 80% an der Verhüttungskapazität für Seltene Erden weltweit.

Fazit: China zeigt erneut, dass es bei der Durchsetzung eigener Wirtschaftsinteressen wenig Skrupel kennt. Zwar fürchtet sich Peking selbst vor Instabilität in der Region durch die Taliban. Dem industriellen Ausbau gibt die autoritäre Führung aber offenbar den Vorrang.

Hier: FUCHSBRIEFE abonnieren

Neueste Artikel
  • Wochenbericht zu Projekt IX in KW 11: Rendite, Risiko und Handel

Wer handelt, wer liefert – und wie das Benchmarkdepot die Messlatte setzt

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Kalenderwoche 11 zeigt das Performance‑Projekt 9 (Stiftungsportfolio) deutliche Unterschiede zwischen aktiven und passiven Vermögensverwaltern. Einige Häuser nutzen gezielte Umschichtungen, während andere ihre Positionen halten. Wer zu den Gewinnern zählt, welche Titel gehandelt werden und wie sich die Depots entwickeln – der Wochenüberblick für Anleger.
  • Wochenbericht zu Projekt VIII in KW 11: Performance, Gewinner und Verlierer

Vermögensverwalter kämpfen um jeden Punkt

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Kalenderwoche 11 zeigt sich das Benchmarkdepot von Projekt 8 (Vermögensverwaltende Fonds) als klarer Sieger: Es erzielt den höchsten Vermögenszuwachs und reduziert zugleich das Risiko. Kein anderes Depot erreicht diese Rendite. Weil in dieser Woche keine Transaktionen stattfanden, spiegeln alle Ergebnisse ausschließlich die Marktbewegungen wider – ein präziser Blick auf die strukturelle Stärke der Portfolios.
  • Wochenbericht zu Projekt VII: Gewinner, Verlierer und Handelsstrategien

Die Frontrunner in KW 11 heißen: FV Frankfurter Vermögen AG, Volksbank Vorarlberg e. Gen. und Berliner Sparkasse

Illustriert mit Canva und ChatGPT
In Kalenderwoche 11 zeigt Projekt 7 (Private Banking Depot), wie unterschiedlich Vermögensverwalter agieren. Wer übertrifft die Benchmark, wer fällt zurück – und welche Rolle spielen Handelsaktivitäten? Die Woche liefert klare Antworten und schärft den Blick für die Stärke einzelner Portfolios.
Zum Seitenanfang