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Unternehmen entwickeln sich uneinheitlich

Deutsche Industrielandschaft tief gespalten in Erfolgreiche und Sorgenkinder

Flagge von Deutschland und die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. © studio v-zwoelf / Stock.adobe.com
Die deutschen Industrieunternehmen entwickeln sich sehr uneinheitlich. Während manche Branchen oder Sektoren stabile Zahlen oder sogar Zuwächse aufweisen, geht es in anderen Branchen - teilweise steil - bergab.

Die deutsche Unternehmerschaft ist extrem gespalten, was die Zukunftsaussichten angeht. Verschiedene Studien und aktuelle Zahlen zeigen, wie uneinheitlich deutsche Unternehmen ihre Zukunftsaussichten beurteilen. So bewerten international aktive KMU (das sind etwa 10% der 3,8 Mio. Mittelständler in Deutschland) laut einer aktuellen Befragung ihre Wettbewerbsposition im Verhältnis zu ausländischen Konkurrenten erstaunlich positiv: Knapp die Hälfte erwartet, ihre Stellung im internationalen Wettbewerb halten zu können; ein Drittel rechnet damit, sie ausbauen zu können.

Deutsche Unternehmen insgesamt wenig Energieintensiv

Weil deutsche Unternehmen im Schnitt wenig energieintensiv arbeiten und durch seit Jahren hohe Energiekosten im Sparen geübt sind, sehen sie sich sogar im Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Schon seit Jahren machten die Energiekosten über alle Industrieunternehmen nur noch unter 2% der Bruttowertschöpfung aus.

Die energieintensiven Unternehmen wurden aber hart getroffen. Das zeigen die Zahlen der Chemieindustrie (FB vom 24.7.23). Dort sorgen die weiterhin hohen Energiekosten für tiefrote Zahlen mit hohen Produktionsrückgängen und einer starken Unterauslastung der Anlagen.

Spaltungen in erfolgreiche und wenig erfolgreiche auf vielen Ebenen

Die Spaltung in weiterhin erfolgreiche Sektoren und solche mit tiefen Bremsspuren zieht sich quer durch die deutsche Industrie. Während der Auftragsboom im Juni aus dem Ausland kam, so dass international aktive Unternehmen profitierten, hat sich die Geschäftserwartung des Mittelstands insgesamt im Juli stark verschlechtert, wie das KfW-Mittelstandsbarometer zeigt. Die national aktiven Unternehmen erwarten also eine schlechtere Entwicklung, als die internationalen.

Aufteilung selbst innerhalb einer Branche

Auch nach Produktionsspektrum teilen sich die Unternehmen auf. Die Autozulieferer insgesamt konnten in diesem Jahr zwar monatlich schwankende, aber insgesamt stetig bessere Zahlen aufweisen. Aber die Auftragseingänge verteilen sich sehr ungleich. Unternehmen, die Teile für E-Autos herstellen, konnten sehr hohe Auftragszuwächse erzielen. Jene, die weiter auf Verbrennertechnik spezialisiert sind, erwarten Auftragsrückgänge.

Fazit: Die deutsche Industrie ist in einer großen Umbruchsphase. Hohe Energiekosten, Energie- bzw. Antriebswende und Digitalisierung sortieren Gewinner und Verlierer unter den Industrien neu.
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