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Konjunkturschwäche in Deutschland als Vorwand für erneute Ankaufprogramme

Die EZB schwächt den Euro

Deutschland hat so wenig Arbeitslose wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Und noch nie waren die Steuereinahmen so hoch. Die Unternehmensinsolvenzen sind kaum messbar. Dennoch reicht ein Schwächeln der hiesigen Industrie, um die EZB in Stellung zu bringen und über ein erneutes Ankaufprogramm schwadronieren zu lassen.

Das Wachstum der Eurozone bleibt schwach. Die Lokomotive Deutschland hat keinen Dampf mehr. Sie bremst vielmehr ab, seit die Impulse nicht mehr vom Außenhandel und der Industrie sondern von der Binnennachfrage und den Dienstleistungen ausgehen. So liegt die (stärker auf den Heimatmarkt orientierte) Industrieproduktion Frankreichs um 4% über dem Vorjahresniveau, die deutsche um 3,7% darunter. Aufgrund des deutschen Gewichts werden die Zahlen der Eurozone daher nach unten gezogen.

Der Euro wird durch die Reaktionen der EZB geschächt

Prompt meldet sich die EZB zu Wort. Ratsmitglied Benoît Cœuré bringt erneute Lockerungen bis hin zu einem neuerlichen Ankaufprogramm („quantitative Lockerung") ins Gespräch. Diese Spekulation schwächt den Euro. Zudem bleiben die Belastungen durch den drohenden Handelskonflikt mit den USA.

Fazit:

Gegenüber dem ebenfalls geschwächten Dollar läuft es für den Euro auf eine Art Pattsituation samt Seitwärtstrend hinaus.
Empfehlung: Die Euro-Schwäche dürfte vor allem gegenüber dem Yen und den Währungen der Emerging Markets zum Tragen kommen. Entsprechend werden diese Währungen zu einem interessanten Anlageziel.

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