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Wenn „Kollege Unternehmer“ frisches Geld braucht

Eigenkapital als Nischeninvestment

Aktien, Anleihen sowieso, aber auch Immobilien stoßen bei der Erzielung nennenswerter Renditen mittlerweile an die Decke. Die Preise sind hoch, die Gewinnaussichten schwinden. Anders sieht die Sache noch in Investmentnischen aus. Mit stillen Beteiligungen lassen sich ordentliche Renditen erwirtschaften. Und der Anlagehorizont ist akzeptabel.

Standard Anlageklassen wie Aktien, Immobilien, Anleihen sind „ausgelutscht" – jetzt rücken Nischeninvestments verstärkt ins Blickfeld. Eigenkapitalbeteiligungen können – gerade für Unternehmer – eine attraktive Alternative sein. Wir haben am 1.4. bereits das Pendant vorgestellt: die Kapital nehmende Seite.
Eine Beratungsgesellschaft bei Hamburg vermittelt Eigenkapital in Form stiller Beteiligungen an Kleinunternehmen. Die Beteiligungsgrößen liegen bei einigen zehn- bis hunderttausend Euro. Die Eigenkapitalrendite beträgt in der Regel 15 bis 20% (Gewinnbeteiligung bereits eingeschlossen). Ein Feld auch für Multi Family Offices.

Vertrauensgeschäft

Das Ganze ist ein Vertrauensgeschäft. Sicherheiten können die Unternehmen nicht (mehr) bieten. Aber die Berater sortieren sorgfältig aus: Sie suchen den Gewinnhebel, der sich aus einem deutlich verbesserten Rating und Zugang zu Fremdkapital, verbesserten Konditionen bei Lieferanten und bspw. Factor-Unternehmen ergibt. Nur 20% der Kapitalsuchenden erhalten einen Zuschlag. In gleicher Höhe liegt auch die Ausfallquote bei diesen Geschäften. Der Ausstieg erfolgt regelmäßig nach fünf Jahren.

Großer Markt

Das Interessante ist: Der Markt ist groß, und er wird von den meisten PE-Gesellschaften gemieden. In Deutschland gibt es mehr als 3 Mio. Kleinstunternehmen mit bis zu 2 Mio. EUR Jahresumsatz und weitere 320.000 Kleinunternehmen mit bis zu 10 Mio. Euro Jahresumsatz. In diesem Segment liegt die Eigenkapitalquote nach den Zahlen des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken im Median bei 18 bis 20%. Viele Unternehmer leben in diesem Segment aber vom teuren Kontokorrent und haben generell ein eher schlechtes Finanzmanagement. Hier ist der Hebel durch entsprechende beratende Unterstützung besonders hoch.

Betriebsvermögen als Rendite Renner

Der Rendite-Renner war über die letzten fünf Jahre hinweg ohnehin Betriebsvermögen. Doch ausgerechnet Beteiligungen haben die meisten Banken inzwischen als Anlage aus dem Angebot geworfen. Grund waren die zahlreichen – und häufig erfolgreichen – Klagen wegen Falschberatung und unzureichender Risikoaufklärung.

Lesen Sie hierzu auch:

https://www.fuchsbriefe.de/eigenkapital-f%C3%BCr-kleine

Fazit

Wer nach einer Portfolioergänzung mit interessanter Rendite sucht, kann hier fündig werden.

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