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Irland mit Mini-Wachstum in der Corona-Krise

Europas Wachstumspflänzchen gedeiht im Norden

Die Wirtschaft in Europas großen Ländern wird 2020 kräftig schrumpfen: zwischen -5,8% (Deutschland) bis -12% (Spanien). Doch da ist ein kleines "gallisches" Land, das der Entwicklung in Europa trotzt. Es lohnt sich aber auch da, genauer hinzuschauen. Es ist auch dort nicht alles Gold, was glänzt.

Die Republik Irland zählt zu den ganz wenigen Ländern, die 2020 ein – dazu noch ansehnliches – reales Wirtschaftswachstum verzeichnen werden. Die irischen Behörden schätzen zum Jahreswechsel das inflationsbereinigte Wachstum auf 3,4%. Für 2021 wird in Dublin mit einem Wachstum von sogar 4,9% gerechnet.

Diese günstige Entwicklung geht vornehmlich auf das Konto der großen ausländischen Unternehmen vor allem aus den Vereinigten Staaten aber auch aus Großbritannien. Sie produzieren in Irland und exportieren von dort aus. Voran die Pharma-Wirtschaft und die IT-Industrie. Sie nutzen auch besonders gern die irischen "Steuersparmodelle", die dem Rest Europas ein Dorn im Auge sind. Zudem sind diese Unternehmen in Irland oft nicht sonderlich personalintensiv.

Dennoch hohe Arbeitslosigkeit

Dagegen leiden die angestammten alten irischen Industrien ganz erheblich unter der Corona-Pandemie. Irland hat daher zum Jahreswechsel trotz allem eine hohe Arbeitslosenquote von rund 20% aufzuweisen. In Jahresverlauf 2021 soll sie sich auf 10% halbieren.

Fazit: Ob Irland auch 2021 so gut davonkommt, wird mitentscheidend vom Ausgang des Brexit-Dramas abhängen.

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