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Falsch kalkuliert, teuer gefahren

Beim Fuhrparkmanagement sind teure Fehlentscheidungen programmiert. Oft wissen Firmen nicht einmal, wo sie Geld verschwenden. Wir geben Ihnen drei Tipps zu den Themen Leasinglaufzeit, Kilometerlaufzeit und Restlaufzeit.

Falsch kalkuliert, teuer gefahren

Viele Firmen verschwenden im Fuhrparkmanagement einen Haufen Geld. Oft wüssten sie nicht einmal, wo, sagt uns Einkaufsprofi Hans Becker. Hier drei geldwerte Tipps.

Leasinglaufzeit. Sie hat Einfluss auf den Restwert und auf die Höhe der Leasingraten. Prüfen Sie genau, bei welcher Kilometerlaufleistung pro Jahr Sie welche Leasinglaufzeiten im Vertrag einsetzen. Kaufpreis minus Restwert bestimmt die zu tilgende Schuld. Die Laufzeit bestimmt die Höhe der monatlichen Tilgungen.


Alltagsbeispiel. PKW-Neuanschaffung für einen Mitarbeiter mit 30.000 km Laufleistung pro Jahr und einem Angebot über zwei Laufzeiten: 36 Monate Laufzeit ergeben eine Leasingrate von 500 €/Monat. 60 Monate Laufzeit ergeben 550 €/Monat. Gewöhnlich entscheiden sich viele für die kürzere Laufzeit. Auch deshalb, weil sich der Restwert erhöht und Wartungskosten gespart werden.

Alternative: Bei einer Laufzeit von 42 oder 48 Monaten hingegen wären z.B. auch 475 €/Monat möglich. Bei ihrer definierten Kilometerlaufleistung sollten Sie also immer mit mehr als lediglich zwei Standardlaufzeiten spielen, um die Leasingrate zu drücken.

Restwert. Überprüfen Sie, ob die angebotenen Restwerte der Leasinggesellschaft marktgerecht sind. Dafür können Sie auch kostenpflichtige Dienste (z.B. Schwacke) nutzen. Manche Gesellschaften sind gute Verwerter und setzten höhere Restwerte an, bieten dafür aber nicht immer den besten Leasingzinssatz. Entscheidend ist die Leasingrate - und zwar inklusive der Nebenkosten. Darauf müssen Sie ebenfalls achten (Gebühren: Vertrag, Überführung, Zustellung, Zulassung, KFZ-Brief etc.). Nebenkosten lassen sich auch für 12 Monate fixieren.

Tricky: Die Laufleistung richtig kalkulieren

Kilometer. Sie müssen blechen, weil Sie die Laufleistung bei Abschluss des Leasingvertrages nicht genau planen konnten. Viele Mehrkilometer werden richtig teuer, aber Minderkilometer ebenfalls, weil Sie dafür eine geringere Gutschrift erhalten (als wenn Sie bei Vertragsbeginn eine niedrigere Laufleistung abgeschlossen hätten).

Rat: Kontrollieren Sie die Laufleistungen regelmäßig und veranlassen Sie Anpassungen, bevor das wegen einer Frist nicht mehr geht und bevor es unwirtschaftlich wird. Alternativ können Sie bei Vertragsbeginn auch Freigrenzen bei den Laufleistungen verhandeln.

Weitere Infromationen

Zum Einkauf von Fuhrpark und Fahrzeugleistungen

https://www.hansbeckergmbh.de/indirect-spend/pdf/2017_03_indirect_spend.pdf

Fazit

Einkäufer sind bei dieser speziellen „Warengruppe" nicht immer auf Höhe der Zeit. Dabei geht es um eine Menge Geld. Nutzen Sie obige Hinweise zu einem regelmäßigen Check.

 

 

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