Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
123
Automobilmarkt

Oldtimer: Nachfrage rollt in dritte Reihe

Die Preise am Markt sind ausgereizt: Oldtimer legen zum Jahresanfang einen Fehlstart hin.
Historische Automobile legen zum Jahresanfang einen Fehlstart hin. Das zeigt sich inbesondere auf der traditionell wichtigen Retromobile in Paris. Bei der lassen auch die großen Auktionshäuser Artcurial, Bonhams und RMSothebys erstmals den Hammer fallen. Die Ergebnisse waren dieses Jahr durchwachsen. Ein Porsche 911 RS 2.7, sozusagen Blue Chip unter historischen Auto, brachte gerade mal eine halbe Million Euro ein. Ein anderer erhielt nicht mal für 340.000 Euro einen Zuschlag. Zur Erinnerung: Der RS war sogar in der rund 1.000 mal produzierten „Touring-Variante“ für mehr als 800.000 Euro gut. Der „Lightweight“ hat auch schon mal eine Millionen gebracht. Trotzdem zeigt der HAGI-P Index der Historic Automobile Group International einen Anstieg an. Andere Porsche-Modelle sind also deutlich teurer geworden. Eine ähnliche Entwicklung beobachten wir auch bei Ferrari. Hier gerieten die Großserienmodelle wie die 328/308 unter Druck. Allerdings waren in diesem Segment im vorigen Jahr auch erhebliche Preissteigerungen zu verzeichnen. Die Preise seltener Ferrari der Sechziger Jahre blieben stabil. Seit Jahresbeginn legte der HAGI F-Index um drei Prozent zu. Im Emerging Classics Segment beruhigt sich der Preisanstieg. Die Preise für Mercedes SL der siebziger und achtziger Jahre, von denen 250.000 Stück gebaut wurden, waren im vorigen Jahr ebenfalls kräftig auf das Niveau von 50.000 bis 100.000 Euro gestiegen. Auch in diesem Segment verlagert sich der Preisauftrieb auf Nachfolgemodelle. Viersitzige W124 Cabrios und Coupés oder die Mercedes SL der R129er Reihe legen zu. Hier wird schon mal die Schwelle der 30.000 Euro deutlich überschritten. Interessant ist die Entwicklung auch bei Mercedes SLK. Die erste Generation taucht vermehrt auf den Klassikermessen auf und wird für zwischen 10.000 und 20.000 Euro gehandelt.

Fazit: Die Preise für historische Autos bleiben ausgereizt. Das hohe Preisniveau zeigt sich auch im Angebot. Immer öfter sind Zustand und Historie der angebotenen Wagen nicht mehr erstklassig.

Meist gelesene Artikel
  • Zum Zwecke der Wirtschaftsspionage

Britische Geheimdienste verkaufen sensible Daten

Britische Geheimdienste verkaufen gesammelte Daten an Dritte. Copyright: Picture Alliance
Die britischen Geheimdienste verkaufen in großem Umfang anlasslos gesammelte Daten. Darunter sind auch sehr sensible Informationen. Auch deutsche Unternehmen mit Bezug zu Großbritannien müssen sich sorgen.
  • Ausländische Finanzportale locken mit hohen Zinsen für Tagesgeld

Finanzportale bieten hohe Zinsen

Neuartige Finanzportale wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo bieten hohe Zinsen auf Festgeld, indem sie deutsche Sparer an Banken im EU-Raum vermitteln. Anleger sollten darauf achten, ihre Risiken zu minimieren...
  • Produktcheck

Jyske Stable Strategy schafft, was der Name verspricht

Der Jyske Invest Stable Strategy ist ein klassischer Mischfonds. Er legt den Fokus auf besonders risikoarme, aber dennoch lukrative Anlagestrategien. Damit gelingt dem Fondsmanagement eine beachtliche Durchschnittsrendite.
Neueste Artikel
  • Keine Lösung für die britische Provinz in Sicht

London pokert um die Zukunft Nordirlands

Was passiert mit Nordirland beim Brexit?
Die Brexit-Verhandlungen sind auch Ausschlag gebend für das Schicksal Nordirlands. Wird die britische Provinz durch eine harte Grenze isoliert, droht wirtschaftlich der Absturz und innenpolitisch heiße Auseinandersetzungen und Gewalt. London pokert hoch.
  • US-Wirtschaft

Widersprüchliche Konjunktursignale aus den USA

Quelle: Phily-Fed, New York
Die Daten, die aus der US-Wirtschaft kommen, senden widersprüchliche Signale aus. Vor allem die Arbeitslosenzahlen setzen Fragezeichen. Das wird die Grundhaltung der neuen FED-Führung beeinflussen.
  • Venezuela bedient seine Schulden nicht mehr

Caracas muss auf den Ölpreis hoffen

Venezuela ist zahlungsunfähig. Das Land kann Anleihen nicht bedienen. Hohe Schulden hat die Regierung bei Russland und China. Im nächsten Jahr dürften weitere Anleihen nicht bedient werden. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer.
Zum Seitenanfang