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Automobilmarkt

Oldtimer: Nachfrage rollt in dritte Reihe

Die Preise am Markt sind ausgereizt: Oldtimer legen zum Jahresanfang einen Fehlstart hin.
Historische Automobile legen zum Jahresanfang einen Fehlstart hin. Das zeigt sich inbesondere auf der traditionell wichtigen Retromobile in Paris. Bei der lassen auch die großen Auktionshäuser Artcurial, Bonhams und RMSothebys erstmals den Hammer fallen. Die Ergebnisse waren dieses Jahr durchwachsen. Ein Porsche 911 RS 2.7, sozusagen Blue Chip unter historischen Auto, brachte gerade mal eine halbe Million Euro ein. Ein anderer erhielt nicht mal für 340.000 Euro einen Zuschlag. Zur Erinnerung: Der RS war sogar in der rund 1.000 mal produzierten „Touring-Variante“ für mehr als 800.000 Euro gut. Der „Lightweight“ hat auch schon mal eine Millionen gebracht. Trotzdem zeigt der HAGI-P Index der Historic Automobile Group International einen Anstieg an. Andere Porsche-Modelle sind also deutlich teurer geworden. Eine ähnliche Entwicklung beobachten wir auch bei Ferrari. Hier gerieten die Großserienmodelle wie die 328/308 unter Druck. Allerdings waren in diesem Segment im vorigen Jahr auch erhebliche Preissteigerungen zu verzeichnen. Die Preise seltener Ferrari der Sechziger Jahre blieben stabil. Seit Jahresbeginn legte der HAGI F-Index um drei Prozent zu. Im Emerging Classics Segment beruhigt sich der Preisanstieg. Die Preise für Mercedes SL der siebziger und achtziger Jahre, von denen 250.000 Stück gebaut wurden, waren im vorigen Jahr ebenfalls kräftig auf das Niveau von 50.000 bis 100.000 Euro gestiegen. Auch in diesem Segment verlagert sich der Preisauftrieb auf Nachfolgemodelle. Viersitzige W124 Cabrios und Coupés oder die Mercedes SL der R129er Reihe legen zu. Hier wird schon mal die Schwelle der 30.000 Euro deutlich überschritten. Interessant ist die Entwicklung auch bei Mercedes SLK. Die erste Generation taucht vermehrt auf den Klassikermessen auf und wird für zwischen 10.000 und 20.000 Euro gehandelt.

Fazit: Die Preise für historische Autos bleiben ausgereizt. Das hohe Preisniveau zeigt sich auch im Angebot. Immer öfter sind Zustand und Historie der angebotenen Wagen nicht mehr erstklassig.

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