Bitte registrieren Sie sich neu, um alle nicht kostenpflichtigen Inhalte auf fuchsrichter.de einsehen zu können.
030-288 817-20
0,00 €
1510
Auswertung Vermögensstrategie TOPS 2018

Bei Warburg ist noch mehr drin

Bank Gutmann zeigte im Markttest TOPS 2018 eine insgesamt gesehen befriedigende Leistung.
M.M. Warburg & CO zeigen ihre Anlageexpertise und Erfahrung. Nur beim Risiko schlagen sie über die Stränge. Und sie lassen in einer Wertungskategorie fast sämtliche Punkte liegen.

M.M. Warburg & CO KGaA hat im Beratungsgespräch eine gute Figur gemacht. Als Fazit hielt die Prüfinstanz fest:

"Bei M.M. Warburg haben wir im Beratungsgespräch viel Licht wahrgenommen. Schon das Telefonat erleben wir als informativ. Dieser Eindruck wird in dem Vor-Ort-Gespräch noch einmal in einer guten Atmosphäre bestärkt. Der uns vorgelegte Vorschlag ist klar und strukturiert, doch müssen wir viele Seiten lesen, bis wir zu den für uns entscheidenden Zahlen vordringen. Doch so viel ist klar: Mit dieser überzeugenden Leistung in der mündlichen Beratung, haben wir "Lust auf mehr" bekommen und möchten gerne wissen, was vom Anlagevorschlag und der Portfolioqualität zu halten ist."

Qualifiziert für Auswertung von Vermögensstrategie und Portfolioqualität

Damit hatte sich M.M. Warburg & CO KGaA für die fachliche Auswertung von Vermögensstrategie und Portfolio qualifiziert.

Auf 57 Seiten präsentiert die Bank ihren Anlagevorschlag. Auf ein Protokoll warten wir vergebens, die Daten werden gleich in den Vorschlag integriert. Die wesentlichen Eckdaten stimmen. Prima.

Wir blättern uns dann durch viel Papier, bis wir an die Stellen kommen, bei denen es konkret um uns geht. Auf Seite 29 beginnt es: 30 bis 40 Wertpapiere sollen aufgebaut werden. Aktien und Renten sind der Schwerpunkt und der Zielertrag soll langfristig vor Kosten bei 6 bis 7 % liegen.

Die Renditeerwartungen für die einzelnen Aktienklassen werden genannt. Bei Europa und USA lesen wir 8 %, für Staatsanleihen Europa 0,6 %.

Jenseits der Schmerzgrenze

Auffallend ist: Der maximale Verlust des Vorschlags liegt bei 43 % - weit über unserer Schmerzgrenze.

Strategisch will die Bank unser Geld so anlegen: 5,00 % Aktien Europa, 30 % Aktien USA / Kanada, 7,5 % Aktien Schwellenländer, 7,5 % Aktien Asien Ozeanien, 10,0 % Aktien Schweiz, 10 % Aktien UK, 5 % Total Return, 2,5 % Staatsanleihen Europa Investmentgrade, 2,5 % Unternehmensanleihen IG, 10 % Fremdwährungsanleihen IG, 5,00 % High Yield Staats Anleihen, 5,00 % High-Yield-Anleihen Corp.

In der Investitionsliste sehen wir dann viele Einzeltitel wie CISCO, Berkshire Hathaway oder Walt Disney. Die Emerging-Market Aktien werden mit Fonds investiert. Für 5 % sind noch Warburg Fonds mit Bereich Eurozone enthalten. Catbonds machen 2,5 % aus. Zusätzlich ist noch ein Absolute Return Fonds mit 2,5 % integriert.

Wir können gut erkennen, dass der Euro-Anteil auf 17 % geschrumpft ist. Die USA sind mit 43 % am stärksten gewichtet, gefolgt von 15 % Schweizer Franken.

Kickbacks einbehalten

Für alles möchte die Bank 0,8 % plus Umsatzsteuer. Kickbacks werden nicht (!) an den Mandanten ausgeschüttet. Sie spielen laut Bank nur eine untergeordnete Rolle.

Gut gefällt, dass die Bank unsere Fragen zur Präsentation noch einmal schriftlich beantwortet. Wir sehen hohe Verluste in der Vergangenheit, wenn´s an den Börsen mal turbulent wurde. Fast 50 % Verlust waren bei einem Verzicht auf Fremdwährungsrisiken zu verzeichnen. Mit Fremdwährungsrisiken lag der maximale Verlust etwas niedriger. Der Diversifikationseffekt der Fremdwährungen wird so deutlich.

Fazit: Die Bank kümmert sich intensiv um unser Anliegen und es gelingt ihr mit dem Portfolio ein überwiegend guter Wurf. Leider ist die Treffsicherheit nicht so perfekt, wenn es um die Präsentation des Vorschlags geht. Auch das hohe Verlustpotenzial gibt zu denken. Dafür sind die Stresstests und Erläuterungen zu den Risiken anschaulich gelungen.

WISSENSWERTES

M.M. Warburg & CO KGaA, Maximilianstraße 2 80539 München Deutschland, www.mmwarburg.com


Mehr aus Rating

Sie haben Anmerkungen zu diesem Thema? Kontaktieren Sie unsere Redaktion jetzt über redaktion@fuchsbriefe.de – wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

Mehr erfahren zum Rating TOPs 2018

Gesamtfazit: Warburg zeigt viele gute Ansätze und Währungskompetenz. Vor allem die mangelnde Transparenz führt am Ende dazu, dass es nur zum Gesamturteil „befriedigend" reicht. Mit insgesamt 62,8 Punkten in allen vier Wertungskategorien erreichte die M.M. Warburg & CO KGaA ein Befriedigend und Platz 26 in der Gesamtwertung.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Geschäftsreisen nach China mit der AHK

Business-Flüge nach China sind möglich

Lufthansa Flugzeuge. © Daniel Kubirski / picture alliance
Bestimmte Businessreisende und Familien können mit der AHK nach China fliegen. Wir nennen Ihnen Bedingungen, Preise und Abflugzeiten.
  • Inhalte, Angebote und Diskussionen

Verlag Fuchsbriefe jetzt auch bei LinkedIn

Icon von LinkedIn auf dem Bildschirm eines Smartphones. © scyther5 / Getty Images / iStock
Mit unserer erweiterten Social Media Präsenz erreichen Sie die FUCHSBRIEFE jetzt auch bei LinkedIn.
  • Fuchs plus
  • Versorgungslage entspannt sich

Weizen inzwischen wieder deutlich günstiger

Weizen. © Konrad Weiss / Fotolia
Der Weizenpreis steht in diesem Jahr besonders im Fokus. Im Zuge des Ukraine-Kriegs schnellte er in die Höhe - nun sinkt er wieder kontinuierlich. Wird dieser Trend anhalten?
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Ohne Zuschlag keine Untervermietung

Zuschlag für Untervermietung hat Bestand

Mietvertrag. © Stockfotos-MG / stock.adobe.com
Dass eine Wohnung nicht ohne die Erlaubnis des Vermieters untervermietet werden darf, ist den meisten Mietern klar. Aber dürfen Sie als Vermieter für die Untervermietung einen Zuschlag zur Miete verlangen? Das Landgericht (LG) Berlin hat diesen Punkt jetzt geklärt.
  • Fuchs plus
  • Mangel an Mikroprozessoren droht

Anhaltender Chip-Mangel über 2030 hinaus

Halbleiter. © Raimundas / stock.adobe.com
Bei den leistungsstarken Mikroprozessoren, die in Computer oder Smartphones eingebaut werden, droht in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts ein Mangel. Derzeit sind zwar viele neue Chipfabriken im Bau. Dennoch droht bald ein neuer Chip-Mangel.
  • Fuchs plus
  • Höhere Subventionen für CO2-Einsparungen bei Gebäuden und im Verkehr

Viel Geld für Unternehmen verfügbar

Sinkende CO2 Emissionen. © Olivier Le Moal / stock.adobe.com
Innerhalb der EU gibt es eine Einigung auf eine höhere CO2-Vermeidung in den Bereichen Gebäude und Verkehr. Das hat Konsequenzen für Unternehmen - allerdings positive. Denn die deutsche Politik wird ihre Förderung für Energiesparmaßnahmen in diesen Bereichen deutlich ausbauen.
Zum Seitenanfang