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Auslandsinvestitionen | Indonesien

Handelskrieg treibt Wettbewerb an

Wenn zwei sich streiten...

Nachdem Vietnam, Thailand und Malaysia bereits aus dem Handelskonflikt zwischen den USA und China einen Vorteil gezogen haben, möchte sich nun auch Indonesien bei den wirtschaftlichen Profiteuren einreihen.  

Indonesien will in die vordere Reihe der Profiteure des amerikanisch-chinesischen Handelskriegs aufrücken. Bislang können sich vor allem Vietnam, Malaysia und Thailand als Gewinner fühlen. Demnächst müssen sie aber mit der Konkurrenz aus Indonesien rechnen. Die Regierung von Präsident Widodo zielt darauf ab, sich ein möglichst großes Stück von diesem Kuchen zu sichern.
Indonesiens Regierung hat dazu eine Reihe von Maßnahmen angekündigt. Zum Teil sind sie schon auf den Weg gebracht. Das Ziel: Indonesien für ausländische Investoren attraktiver zu machen. Dazu werden die Körperschaftsteuern gesenkt, ab 2021 auf 22% und ab 2023 auf 20%. Hinzu kommen strukturelle Maßnahmen.
Investments durch Auslandsunternehmen werden erleichtert. Die so genannte Negativliste soll überarbeitet werden. Sie schließt ausländisches Kapital von bestimmten Sektoren ganz aus oder beschränkt die Beteiligungsmöglichkeiten ausländischer Investoren auf bestimmte Quoten. In einigen Bereichen sollen die Beschränkungen ganz wegfallen, also Unternehmen vollständig in ausländischem Besitz möglich sein.
Zudem soll das in Teilen problematische Arbeitsrecht zugunsten der Arbeitgeberseite reformiert werden. In der Hoffnung, dass erleichterte Entlassungen zu einer größeren Neigung zu Neueinstellungen im Zuge wachsender Produktion und Umsätze führen.
Neben dem direkten Effekt stärkerer Zuflüsse dürfte auch die verschärfte Konkurrenz zu positiven Wachstumseffekten führen. Die bislang in ihren Nischen geschützten inländischen Unternehmen müssen ihre Produktivität erhöhen, um gegen die ausländischen Anbieter bestehen zu können.
Der von der Regierung mittlerweile konsequent umgesetzte Ausbau der Infrastruktur wird ebenfalls hilfreich sein. Neben der verbesserten Standortqualität trägt der direkte Kreislaufeffekt der Staatsausgaben dazu bei, den Wachstumspfad bei rund 5% für die nächsten Jahre zu halten und damit den Investoren eine expandierende Nachfrage am Standort selbst zu bieten.

Fazit

Die Qualität des Standorts Indonesien verbessert sich damit nachhaltig.

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