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E-Roller haben die Prüfung nicht bestanden

Führerscheinprüfung für E-Roller-Fahrer

FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber © Verlag FUCHSBRIEFE
Sie machen Spaß, wenn man sicher darauf steht, aber der Spaß ist teuer erkauft: Die Unfälle mit E-Scootern häufen sich. Es klappt einfach nicht im täglichen Straßenverkehr. Genug probiert, findet daher FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber – und fordert mindestens einen E-Scooter Führerschein.

Probieren geht über Studieren. In Sachen E-Roller ist mittlerweile genug probiert. Die Dinger sind gefährlich. Für den Straßenverkehr im Allgemeinen, für Fußgänger und die Rollerfahrer selbst im Besonderen. Wer sich, wie ich, täglich im Labor Berlin herumtreibt, kann das zur Genüge beobachten.

Ihr Revier sind Straße und Bürgersteig gleichermaßen. Reichlich regellos rollen sie durch die Gegend. Wer soll auch die Einhaltung der Straßenverkehrsvorschriften kontrollieren? Die Regelungen sind ohnehin mal wieder ziemlich kompliziert. E-Scooter dürfen auf Radwegen, Radfahrstreifen und in Fahrradstraßen fahren. Wenn diese fehlen, darf auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Auf dem Gehweg, in der Fußgängerzone und in Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung sind die E-Roller verboten – außer das Befahren wird durch das Zusatzzeichen „E-Scooter frei" erlaubt. Das Zusatzschild „Radfahrer frei" gilt hier nicht für die Fahrer von Elektrotretrollern. Noch Fragen? Dafür braucht's aber keinen Führerschein und auch keinen Helm.

Zu kleine Räder, zu hohe Geschwindigkeit, zu unsichere Fahrer

Wie man sieht, braucht es vor allem eins: Mut. Die Nutzer sind häufig junge Touristen (m/w), die darauf unsicher, aber mit viel zu viel Speed, durch die Gegend flitzen. Kein Wunder: Die Räder der E-Roller sind deutlich zu klein, um dem Gefährt Stabilität zu verleihen. Die üblichen Gefahren von Motorrädern und Fahrrädern gelten hier ohnehin: schnell übersehen, schnell überfahren. E-Roller sind auch aus einem anderen Grund nicht gesundheitsförderlich. Denn sie ersetzen keine Autos, oftmals aber den kurzen Fußweg, den sich viele Stadtbummler und eilige Geschäftsleute jetzt sparen.

Gibt es Lösungen? Derzeit nicht. Der zur Verfügung stehende Raum lässt sich in Innenstädten nicht erweitern. Den Schilderwald noch mal vergrößern, kann und wird es nicht sein. Mailand hat E-Roller bis auf Weiteres verboten. Anlass: der erste schwere Unfall. Die häufen sich ohnehin: Meist sind es Verletzungen am Schädel oder im Hirnbereich, schwere Gelenkverletzungen, Verletzungen im Bereich des Brustkorbs, Prellungen und Hautverletzungen sowieso. Darauf muss jetzt nicht jede Stadt warten. Ich schreib's ungern, denn persönlich mag ich die kleinen Flitzer, aber an weiteren Einschränkungen und vielleicht auch einem Führerschein (nach Fahrprüfung) geht kein Weg vorbei, findet Ihr

 

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