Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
744
Eine unwürdige Debatte zum Autoverkehr in Innenstädten

Unfallopfer

Ein tödlicher Unfall und dazu noch einer bei dem vier Menschen, darunter ein Kind, ums Leben kommen, ruft heftige Emotionen hervor. Doch es ist pietätlos, diese sogleich für politische Zwecke auszunutzen. Wenn dann noch hanebüchene Argumente aufgeführt werden, um auf diese Weise gegen hochmotorisierte Autos zu polemisieren, kann man sich nur noch angewidert abwenden, findet FUCHSBRIEFE-Chefredakteur Ralf Vielhaber. Und muss sich nicht wundern, dass es mit der hiesigen Debattenkultur nicht zum Besten steht.

Da ereignet sich ein furchtbarer Unfall in Berlin, der vier Menschenleben kostet. Nicht weit von unserem Verlag, das geht einem besonders nahe. Das Todesfahrzeug war ein Porsche-SUV. So weit, so schlimm.

Doch was danach kam, war widerlich. Diverse Anti-Auto-Lobbyisten nahmen das traurige Geschehen sofort zum Anlass, um eine Debatte über ein Verbot von SUVs in deutschen Innenstädten loszutreten. Und natürlich nahmen einige, vorrangig grüne Politiker den Ball auf, um ihn für ihre durchsichtigen Zwecke übers politische Spielfeld zu treiben. Da wurde der von SUVs beanspruchte Parkraum in einen absonderlichen Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen gestellt.

Das Ausschlachten schlimmer Ereignisse ist pietätslos

Es kann einem inzwischen himmelangst werden bei diesem Niveau öffentlicher Debatten. Natürlich kann man über alles mögliche diskutieren. Auch über SUV-Verbote. Verbieten ist ja ohnehin gerade „in" in der Politik. Aber was haben Breite und Spritverbrauch solcher Autos mit dem schrecklichen Unfall zu tun?

Noch wissen wir fast nichts zur Unfallursache. Nicht, ob der Fahrer eine Herzattacke hatte, ob ihm ein furchtbarer Fahrfehler unterlaufen ist, ob er dem Auto nicht gewachsen war oder ihm Fahrpraxis fehlte. Vielleicht ist er tatsächlich zu schnell gefahren.

Schuld hat nicht das Auto, sondern der Fahrer

Was auch immer: Die Schuld liegt beim Fahrer, nicht beim Fahrzeugtyp. Und wenn das so ist, wäre der Unfall vermutlich auch mit einem VW-Kombi, einem BMW-Mini oder einem Tesla Model S passiert. Das beschleunigt sogar von 0 auf 100 km/h in gerade mal 2,6 Sekunden und erlaubt im Zweifel einen noch aggressiveren Fahrstil.

Ist es nicht mehr möglich, in solchen Momenten einfach mal zu trauern? Den betroffenen Familien beizustehen. Ein bisschen Einfühlungsvermögen zu zeigen?

Danach kann die Debatte über SUVs in- und außerhalb von Städten weitergehen. Aber bitte mit stimmigen Argumenten und nicht pietätlosen Scheinzusammenhängen, wünscht sich Ihr

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Aushelfen an der Kasse ist eine Versetzung

Aus dem Back-Office an die Kasse

In vielen Firmen ist es üblich, dass die Mitarbeiter sich gegenseitig aushelfen, wenn Not am Mann ist. Fragt sich nur, ob der Betriebsrat hierbei zu beteiligen ist?
  • Fuchs plus
  • Steuererklärung zu spät eingereicht

BFH ermöglicht Rettung in letzter Minute

Es kommt nicht selten vor: Der überlastete Steuerberater schafft es nicht rechtzeitig, die Steuererklärungen für den Mandanten fristgerecht beim Finanzamt einzureichen. Das Finanzamt erlässt dann geschätzte Steuerbescheide. Nun gibt es noch eine Möglichkeit zur „Rettung in letzter Minute". Das hat der BFH klargestellt.
  • Fuchs plus
  • Sigma Bank (Volksbank Liechtenstein Private Banking), TOPS 2020: Beratungsgespräch

Eine Bank, die ihre Hausaufgaben macht

Die Berliner Sparkasse konnte sich im Beratungsgespräch für die 2. Auswertungsrunde qualifizieren. Copyright: Verlag FUCHSBRIEFE
Bei der Sigma Bank, vormals Volksbank Liechtenstein, erleben wir (nach einem Reinfall im letzten Jahr) diesmal Private Banking auf hohem Niveau. Unsere Wünsche werden im Vorfeld genau erfasst und konsequent für die Vorbereitung eines sehr strukturierten, effizienten und über weite Strecken sehr interessanten Gesprächs herangezogen. Hier fühlen wir uns ernst genommen, und die Aussage, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, scheint nicht nur ein Lippenbekenntnis aus der Marketingabteilung zu sein.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Lageranstieg fällt niedriger aus als bisher gedacht

Kaffeepreis stabilisiert sich

Man musste gar keinen Kaffee trinken, um als Investor beim Preis für die Bohne zuletzt hohen Blutdruck zu kriegen. Doch langsam kann man wieder Geschmack am Kaffee finden. Dafür sind eine technische und eine fundamentale Entwicklung verantwortlich.
  • Fuchs plus
  • Notenbankpolitik unterstützt Edelmetalle

Goldene Zeiten für Gold

Anleger flüchten sich in Gold. Das lässt die Preise steigen. Copyright: Pixabay
Gold hat einen kleinen Rücksetzer gemacht. Doch die Notenbankpolitik des leichten Geldes stabilisiert den Aufwärtstrend. Das sollte nicht nur Fans zum Einstieg bewegen.
  • Fuchs plus
  • Die Haltung der Bundestagsfraktionen zu Kryptogeld (4): AfD

Eine Frage der Nützlichkeit, nicht der Ideologie

Die AfD vertritt überraschen unnationale Positionen beim Thema Kryptos. Copyright: Pixabay
Die AfD ist eine bekennende nationale Partei. Umso mehr verwundern muss ihre Haltung zu Kryptowährungen. Denn da vertritt die AfD eine alles andere als nationale Position.
Zum Seitenanfang