Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
2413
Chip-Mangel und Corona-Folgen

Mietwagenpreise bleiben noch lange hoch

Station des Autovermieters Sixt. Copyright: Sixt
Die Mietwagenpreise in Deutschland und anderen Ländern Europas sind kräftig gestiegen. Zum Teil haben sie sich binnen kurzer Zeit verdoppelt. Ein schneller Rückgang der Mietpreise ist nicht zu erwarten. Denn die Ursachen für den Preisanstieg sind struktureller Natur.

Die Preise für Miet- und Leihwagen sind explodiert. Und sie werden auf längere Zeit sehr hoch bleiben. Durchschnittlich betragen sie 40% beim Tagessatz, teilweise liegen die Aufschläge bei 100%. Spitzenreiter sind Spanien und Italien mit einem Plus von etwa 140%. Hinter dem Preisschub stecken unterschiedliche Entwicklungen, die sich gegenseitig verstärken und verstetigen.

Dauerhafter Neuwagen-Mangel

Hauptpreistreiber ist der Mangel an Neuwagen. Aufgrund der fehlenden Chip-Kapazitäten ist der Neuwagenmarkt ohnehin ausgedünnt. Hinzu kommt die gedrosselte Produktion in den Autofabriken. Das bekommen auch die Fahrzeugvermieter zu spüren. Die haben in der Regel Leasing-Verträge für Neuwagen, die nach (teilweise sehr kurzer) Laufzeit von sechs bis 18 Monaten auslaufen. Dann geben die Vermieter die Fahrzeuge zurück. Sie werden als Gebrauchtwagen dem Markt wieder zugeführt.

Viele Fahrzeugvermieter müssen die geleasten Neuwagen nun abgeben. Dadurch reduziert sich deren Flottenbestand deutlich. Im Gegenzug ist die Nach-Corona-Nachfrage recht hoch. Das trifft sowohl auf Business-Fahrzeuge, aber auch auf die Nachfrage in Urlaubsländern zu.

Fahrzeugmangel

Aufgrund dieser Konstellation entsteht ein Fahrzeugmangel bei den Vermietern. Der Chipmangel wird die Autoindustrie noch länger bremsen und viele Vermieter haben in der Corona-Krise ohnehin Fahrzeugbestände drastisch reduziert. Diese werden nur langsam wiederaufgebaut.

Fazit: Die Mietwagenpreise werden noch viele Monate hoch bleiben und sich nur langsam wieder zurückbilden.

​In allIn

Hier: FUCHSBRIEFE abonnieren

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Doppelter Urlaubsanspruch bei unrechtmäßiger Kündigung?

Bundesarbeitsgericht löst auf

Bei einer zeitlichen Überschneidung einer rechtswidrigen Kündigung mit einer neuen Beschäftigung könnte theoretisch ein doppelter Urlaubsanspruch entstehen. Das Bundesarbeitsgericht musste jetzt entscheiden, wie damit umzugehen ist.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Die Bank im Bistum Essen eG in der Ausschreibung

Die BiB ist kein Zug, auf den die Stiftung aufspringen will

Thumb Stiftungvermögen 2024. © Collage: Verlag FUCHSBRIEFE, Bild: envato elements
Die Bank im Bistum Essen (BiB) begrüßt die Stiftung Fliege, die ihre drei Millionen Euro Kapital neu anlegen will, mit einem überaus empathischen Schreiben. Sie bittet ausführlich um Entschuldigung, weil sie durch Krankheit bedingt nicht in der Lage gewesen sei, den erbetenen Anlagevorschlag fristgerecht einzureichen. Man fühlt sich ein wenig wie unter Freunden und möchte gern einen Sympathiebonus vergeben. Ob das nach Studium des Anlagevorschlags auch noch so ist, wird sich zeigen.
  • Fuchs plus
  • Dekarbonisierung: Andere Standorte attraktiver als Deutschland

Skandinavien bei Dekarbonisierung weit vorn

Obwohl die deutsche Regierung die ganze Wirtschaft auf Klimaneutralität trimmen will - wie die EU - bietet Deutschland keine guten Rahmenbedingungen für eine Dekarbonisierungsstrategie. Das zeigt eine Umfrage von EY unter Unternehmen. Andere Standorte sind attraktiver.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Die Inflationsprognose der Fed

Inflation: Es sind die Löhne, Dummkopf

303.000 neue Jobs sind im März außerhalb der Landwirtschaft entstanden. 200.000 waren vom Markt erwartet worden. Zudem hat der Konsumentenpreisindex im März um 3,5% auf Jahresbasis zugelegt. Bei der Fed gehen deshalb die Warnsignale an. Die Fed Cleveland hat aufgedeckt, warum das so ist.
  • Fuchs plus
  • Europa schwächelt, China holt Schwung

Trendwende für den Yuan voraus

Das große Bild für den Wechselkurs von Euro und Yuan verändert sich. Die fundamentalen und geldpolitischen Faktoren in der Eurozone und in China deuten auf eine Trendwende bei EUR|CNY hin. Anleger und Unternehmer sollten das antizipieren.
  • Fuchs plus
  • Kasachstan bietet Anlegern Chancen

Kasachstan: Grüner Wasserstoff ist eine Zukunftstechnologie

Der laufende Rohstoff-Boom beschert Kasachstan sprudelnde Exporteinnahmen. Insbesondere Energieträger wie Uran, Öl und Destillate geben auch der Währung Schwung. Die Wirtschaft wächst mit mehr als 5% und der Realzins liegt bei über 5,5%. Wie können Anleger von den Chancen des Landes profitieren?
Zum Seitenanfang