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Chip-Mangel und Corona-Folgen

Mietwagenpreise bleiben noch lange hoch

Station des Autovermieters Sixt. Copyright: Sixt
Die Mietwagenpreise in Deutschland und anderen Ländern Europas sind kräftig gestiegen. Zum Teil haben sie sich binnen kurzer Zeit verdoppelt. Ein schneller Rückgang der Mietpreise ist nicht zu erwarten. Denn die Ursachen für den Preisanstieg sind struktureller Natur.

Die Preise für Miet- und Leihwagen sind explodiert. Und sie werden auf längere Zeit sehr hoch bleiben. Durchschnittlich betragen sie 40% beim Tagessatz, teilweise liegen die Aufschläge bei 100%. Spitzenreiter sind Spanien und Italien mit einem Plus von etwa 140%. Hinter dem Preisschub stecken unterschiedliche Entwicklungen, die sich gegenseitig verstärken und verstetigen.

Dauerhafter Neuwagen-Mangel

Hauptpreistreiber ist der Mangel an Neuwagen. Aufgrund der fehlenden Chip-Kapazitäten ist der Neuwagenmarkt ohnehin ausgedünnt. Hinzu kommt die gedrosselte Produktion in den Autofabriken. Das bekommen auch die Fahrzeugvermieter zu spüren. Die haben in der Regel Leasing-Verträge für Neuwagen, die nach (teilweise sehr kurzer) Laufzeit von sechs bis 18 Monaten auslaufen. Dann geben die Vermieter die Fahrzeuge zurück. Sie werden als Gebrauchtwagen dem Markt wieder zugeführt.

Viele Fahrzeugvermieter müssen die geleasten Neuwagen nun abgeben. Dadurch reduziert sich deren Flottenbestand deutlich. Im Gegenzug ist die Nach-Corona-Nachfrage recht hoch. Das trifft sowohl auf Business-Fahrzeuge, aber auch auf die Nachfrage in Urlaubsländern zu.

Fahrzeugmangel

Aufgrund dieser Konstellation entsteht ein Fahrzeugmangel bei den Vermietern. Der Chipmangel wird die Autoindustrie noch länger bremsen und viele Vermieter haben in der Corona-Krise ohnehin Fahrzeugbestände drastisch reduziert. Diese werden nur langsam wiederaufgebaut.

Fazit: Die Mietwagenpreise werden noch viele Monate hoch bleiben und sich nur langsam wieder zurückbilden.

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