Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1793
Spekulation um das Genta-Versprechen

Neue "Ingenieur" von IWC ist ein riskantes Uhren-Modell

Boutique von IWC in Genf. © IWC Schaffhausen
Uhren-Designs von Gérald Genta gehen mit einem Versprechen einher. Uhren im Genta-Design waren bisher eine sichere Geldanlage. Jetzt gibt es ein neues Modell. Aber ist die „Ingenieur“ von IWC auch eine gute Anlage?

Der Designer Gérald Genta ist eine Legende in der Uhrenwelt - und seine Entwürfe waren bisher ein Garant für eine gute Rendite. Bekannt ist er vor allem für die Royal Oak von Audemars Piguet und die Nautilus von Patek Philippe. Beide Modelle erzielen überragende Graumarktpreise – und beide entstammten seiner Design-Feder in den 70er Jahren. Die Schockwelle der Quarzkrise erforderte ein Umdenken in Sachen Luxus. In einer Zeit, als Uhren billig herzustellen und für jedermann erhältlich waren, schuf Genta mit der Royal Oak die erste exklusive und „luxuriöse“ Edelstahl-Uhr. Seine für damalige Zeit einzigartigen Uhren-Designs erfreuen sich bis heute einer hohen Beliebtheit.

Die Beliebtheit der Genta-Designs spiegelt sich direkt in der Wertentwicklung der Modelle wider. Die typische Royal Oak als Dreizeiger-Variante wird in den Boutiquen zu 27.200 Euro verkauft. Die Angebote auf dem Sekundärmarkt gehen bei 46.000 Euro los – mit viel Spielraum nach oben. Die Nautilus kann wohl als beliebteste Patek Philippe angesehen werden. Der Wert der eingestellten Stahl-Modelle beläuft sich auf mindestens 100.000 Euro. Beide Uhren haben aber in den vergangenen Krisen-Jahren einen drastischen Wertverlust erlitten.

Nachahmer knüpfen an

Viele Marken versuchen inzwischen erfolgreich, das Genta-Design nachzuahmen. Da das Angebot an Nautilus- und Royal Oak-Uhren begrenzt ist und ein hohes Einstiegskapital erfordert, profitieren andere Marken von der Nachfrage. Uhrenhersteller wie Girard Perregaux oder Tissot haben mit der Laureato- und der PRX-Reihe große Markterfolge erzielt. Der Marktwert ist aber keineswegs mit den vorher genannten Modellen zu vergleichen: Die Uhren werden auf dem Graumarkt – je nach Variante – um den heutigen Listenpreis oder sogar darunter gehandelt.

Auch die neue „Ingenieur“ von IWC greift das bewährte Genta-Design wieder auf. Dieses stammt tatsächlich aus der Hand Gentas. Damit reiht sich das Modell nahtlos in die Reihe der Luxus-Sportstahl-Uhren ein und weist ein hohes Potenzial für Anleger auf. In der Neuauflage liegt der Listenpreis der "Ingenieur" bei mehr als 12.000 Euro.

Restrisiko bleibt

Der Kauf birgt einige Risiken. Das Markenprestige von IWC ist nicht so hoch wie bei Audemars Piguet oder Patek Philippe. Gleichzeitig ist die Konkurrenz in diesem Preissegment hoch: Für 12.000 Euro sind auf dem Graumarkt bereits viele recht sicher wertstabile und begehrte Uhren (z.B. von Rolex) zu bekommen. Beim Konzessionär bekommen Liebhaber bereits deutlich komplexere und bei Sammlern beliebtere Uhren. 

Es ist zwar anzunehmen, dass das Käuferinteresse am Anfang hoch sein wird. Die Frage ist viel mehr, wie lange das Interesse hoch bleibt und ob sich daraus im Laufe der Zeit spürbare Preissteigerungen für das Modell ergeben werden. Prestige-Objekte von Audemars Piguet und Patek Philippe haben diesen Beweis langfristig betrachtet schon erbracht.
Fazit: Das typische Genta-Design findet oft eine hohes Käuferinteresse. Die Royal Oak und Nautilus bleiben interessante Anlageobjekte. Die neue "Ingenieur" von IWC könnte an dieses Interesse anknüpfen. Ob das Modell langfristig Wertsteigerungen haben wird, ist aber längst nicht gewiss.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Credo Vermögensmanagement GmbH

CREDO baut Nähe zum Kunden auf

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Eule, Segelboot, Keimling und Füllhalter – mit diesen Bildmotiven begrüßt CREDO auf der Website seine Gäste. Die Eule beobachtet genau, das Segelboot manövriert durch stürmische Zeiten, der Keimling steht für gesundes Wachstum und der Füllhalter soll Unabhängigkeit symbolisieren. Nicht schlecht gelöst. CREDO bedeutet laut Website „Ich glaube". Glauben und Vertrauen seien die wertvollsten Güter, der Ursprung des Unternehmens liege in kirchlichen Mandaten. Das passt perfekt zur Stiftung Fliege.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Editorial

Trauer um Sven Jösting

FUCHSBRIEFE trauern um Sven Jösting. Unser Wasserstoff-Experte und Aktien-Analyst ist unerwartet verstorben.
  • Fuchs plus
  • PPAs boomen

Vervierfachung der Strom-Direktabnahmeverträge

Urban Area © urbans78 / stock.adobe.com
Die Zahl der Strom-Direktabnahmeverträge (PPA) von Betreibern von Wind- und Solarparks hat sich im vorigen Jahr vervierfacht. Der Markt, der lange bei Werten um 1 GW im Jahr dümpelte, kommt damit in Schwung. Für Großunternehmen wird es in wenigen Jahren wohl zum Standard bei der Energiebeschaffung gehören, KMU werden folgen.
  • Fuchs plus
  • Anlagechancen im Inselreich Philippinen

Zinssenkungen werden Peso-Turbo

Hafen von Manila © Joseph Oropel / stock.adobe.com
Die Philippinen sind ein riesiger Markt, in Depots deutsche Anleger aber kaum vertreten. Dabei bieten eine gute Peso-Perspektive und attraktiv bewertete Unternehmen Anleger einige Chancen.
Zum Seitenanfang