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Habecks nächster Compliance-Skandal

Freihändige Auftragsvergabe in der SEFE an Boston Consulting Group

Robert Habeck. © Kay Nietfeld / dpa / picture alliance
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) leistet sich einen neuen Compliance-Skandal. Diesmal geht es um eine freihändige Auftragsvergabe in Millionenhöhe in der verstaatlichten SEFE (zuvor Gazprom Germania).

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat offenbar den nächsten Skandal auf dem Tisch. Die Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) soll von der staatlichen Firme SEFE (früher Gazprom Germania) einen Beratungsauftrag in Millionenhöhe bekommen haben. Das Pikante daran: Die Auftragsvergabe geschah ohne Ausschreibung und kurz nachdem die Bundesregierung den früheren BCG-Berater Egbert Laege zum Generalbevollmächtigten der SEFE ernannt hatte. Laege war zuvor mehrere Jahre bei BCG als Berater für Energiefragen tätig.

Freihändige Auftragsvergabe

Die Opposition kritisiert das Prozedere der Auftragsvergabe. Trotz der Eilbedürftigkeit und des "dringenden Beratungsbedarfs in dem Unternehmen" ist die freihändige Auftragsvergabe äußerst fragwürdig, Das sagt beispielsweise Christian Görke (Linke). 

Eine der wichtigsten Änderungen, die BCG übrigens empfohlen hat: In den nächsten Monaten werden zahlreiche Abteilungsleiter in dem Unternehmen ausgetauscht. Dem Vernehmen nach ist das Betriebsklima bei der SEFE ohnehin von extremem Misstrauen gegenüber den vielfach russischen Mitarbeitern geprägt. "Wir werden hier alle als russische Spione wahrgenommen und zunehmend aus unseren Arbeitsprozessen herausgehalten." Dies äußern SEFE-Mitarbeiter gegenüber FUCHSBRIEFE.

Fazit: Habeck hat den nächsten Compliance-Skandal.
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