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Nach der Präsidentschaftswahl

USA: Wie riskant Trump wirklich ist

Donald Trump ist gewählter US-Präsident. Er wird besonders in intellektuellen Kreisen verachtet. Das verstellt den Blick auf eine nüchterne Analyse.
Ja, der gewählte Präsident der USA, Donald Trump, ist derzeit ein wandelndes Risiko. Wir wiesen bereits darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit seines Wahlsiegs deutlich unterschätzt wird. Die Ableitungen aus seinem Wahlkampf schießen nun ins Kraut. Wir versuchen zu sortieren.
  • Persönlichkeit: Trump ist impulsiv und bereit, Risiken einzugehen. Irrational erscheinende Entscheidungen sind möglich. Doch es gibt auch eine andere Seite: Trump ist Unternehmer, kein Ideologe, und er ist flexibel. Er wird als falsch erkannte Entscheidungen leicht revidieren. Trump ist zudem sehr selbstbezogen. Er hat ein großes Interesse, in der öffentlichen Wahrnehmung zu glänzen. Trump ist schlau und instinktsicher. Er spricht nicht seine Überzeugungen aus, sondern sagt, was ihn ans Ziel bringt. Man sollte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.
  • Berater, Kabinett: Seine Berater kommen aus dem etablierten Politikbetrieb. Trump lässt sich nicht einfach einnorden. Aber er ist auch nicht beratungsresistent, sondern extrem erfolgsorientiert. Abzuwarten wird sein, wer es mit ihm lange aushält.
  • Zeitschiene: Am 20. Januar ist Trumps Amtseinführung. Danach muss er Kabinett und Regierung erneuern. Je mehr Leute er austauscht, desto länger braucht der Apparat, um richtig handlungsfähig zu werden. Erste grundlegende Entscheidungen und Gesetze erwarten wir in einem bis anderthalb Jahren.

Fazit: Das Ego Trumps gebietet es, dass er Erfolg hat. Ein großes Risiko ist seine Neigung zu impulsiven Entscheidungen. Doch als Gegengewicht gibt es den mächtigen Regierungsapparat Washingtons, den auch Trump braucht, um zu handeln.

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