Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
336
Theresa May weckt falsche Hoffnung

London ist blockiert

Die Rede in Florenz der britischen Premierministerin Theresa May hatte Hoffnungen auf einen sanften Ausstieg des Königreichs aus der EU geweckt.
Auch nach der „Florenz-Rede“ von Theresa May wird die EU weiterhin einer ratlosen britischen Delegation gegenüberstehen. In den Grundfragen – Schulden, Aufenthaltsstatus von EU-Bürgern in UK und irische Binnengrenze – gibt es keine belastbare britische Position. May kann nichts durchsetzen. May-Widersacher Außenminister Boris Johnson, ein Brexit-Fanatiker, schaltet auf Konfrontation. Er lehnt es ab, nach dem März 2019 noch irgendeine Brüsseler Rechtsetzung (Verordnung oder EuGH-Entscheid) in britisches Recht zu übernehmen. May hatte dies in Florenz für die von ihr gewünschte zweijährige Übergangszeit zugestanden. Johnson interpretiert die Übergangszeit so: Es werde keine „Status-quo-Periode“ sein, denn UK habe in Brüssel dann nichts mehr mitzureden. Und auch „irgendwelche Milliarden-Zahlungen“ auf angebliche UK-Schulden – zu leisten nach 2021 – lehnt er rundweg ab. May kann auch auf dem Oktober-Parteitag der Konservativen kein einhelliges Votum zu ihrem Kurs eines gemäßigten Brexit erwarten. Und selbst ein insgesamt positives Votum würde ihr im ideologischen Spagat des Kabinetts nicht helfen. Sie kann die Opponenten nicht einfach rauswerfen. Denn die Konsequenz wäre der Verlust der Mehrheit im Unterhaus, wenn sich nur zehn ihrer Gegner bei wichtigen Gesetzen querlegen. Der Mehrheitsverlust wäre nach britischen Parlamentsregeln das Ende der Kanzlerschaft.

Fazit: Die Brexiteers wollen den kompromisslosen Bruch mit der EU. Und sie können in Kabinett und Unterhaus nicht majorisiert werden. Theresa May kommt einfach nicht aus Defensive heraus.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • UBS Europe SE, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Die UBS enttäuscht (erst) am Ende

Die UBS Europe hat die grüne Ampel verdient.
Auf ihrer Internetseite trägt die Bank ordentlich auf: „Wir bei UBS Wealth Management haben eine klare Mission: Wir arbeiten mit Ihnen an einer besseren Zukunft - für Ihre Anlagen, für Ihr Unternehmen und schließlich auch für Ihre Familie." Uns würde erst mal eine gute Vermögensberatung reichen. Die bekommen wir durchaus. Aber am Ende ...
  • Fuchs plus
  • Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Theseus im Labyrinth – ohne Ariadne-Faden

Die Ampel der Deutschen Apotheker- und Ärztebank steht auf Rot.
Anders als der Name vermuten lässt, richtet sich das Private Banking-Angebot der Deutschen Apotheker- und Ärztebank nicht nur an Angehörige der Heilberufe. Sie stellen zwar die Hauptzielgruppe dar, aber als Freiberufler freuen wir uns auf "eine Bank, die genau versteht, in welcher Verantwortung" Selbständige stehen, so das Werbeversprechen. Am Ende steht die Erkenntnis, dass Angehörige aller Berufe von diesem Haus besser die Finger lassen, wenn es um Vermögensverwaltung geht.
  • Fuchs plus
  • NASPA Nassauische Sparkasse, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Viel geredet, wenig Ertrag

Die Ampel der NASPA steht auf Rot.
Die Nassauische Sparkasse gehört zu den zehn größten Sparkassen Deutschland. Selbstbewusst nimmt sie auf der Startseite ihrer Website nicht nur Privat- und Firmenkunden ins Visier, sondern bietet auch das Private Banking an. „Verlässlichkeit, Vertrauen und hohe Qualitätsansprüche prägen unser Handeln seit über 176 Jahren. Passioniert und professionell analysieren, optimieren und verwalten wir Vermögen", wirbt die Naspa. Das weckt unser Interesse. Wir müssen erleben, dass die Nassauische Sparkasse an ihren eigenen Ansprüchen scheitert.
Neueste Artikel
  • Die besten Vermögensverwalter beim 15. Private Banking Gipfel 2018

Doppelter Triumph für Gutmann

Dr. Jörg Richter, FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ, übergibt den Private Banking Award 2019 an Robert Striberny (r.), Partner bei der Bank Gutmann für Rang 1 in der Ewigen Bestenliste (Bild l. Alfred Oberläuter, daneben Franz Ecker, beide Gutmann). ©Boussouar
Mit einem doppelten Triumph ließ sich gestern Robert Striberny, Partner im Bankhaus Gutmann, feiern. Die Bank eroberte Platz 1 der besten Vermögensverwalter im Markttest der FUCHS | RICHTER PRÜFINSTANZ und verteidigte den Spitzenplatz der Langzeitwertung »Ewige Bestenliste« der Vermögensmanager, die auf mittlerweile 17 Markttests unter 362 Anbietern im deutschsprachigen Raum beruht.
  • Fuchs plus
  • Die Blockchain im Unternehmen nutzen (4)

Eine für alle: Die zentrale digitale Identität auf der Blockchain

Passwortflut durch unzählige digitale Identitäten © Picture Alliance
Jedermann hat im Schnitt derzeit 130 digitale Identitäten. Das bringt nicht nur einen Wust an Benutzernahmen und Passwörtern mit sich. Es verhindert die Kontrolle über die eigenen Daten und auch Integrität. Mit der Blockchain ließe sich das ändern.
  • Fuchs plus
  • Gute-Laune-Nachrichten vom 19. November 2018

Amerika verbreitet gute Laune für die Konjunktur

In Europa gehen die positiven Konjunkturnachrichten deutlich zurück. Dennoch gibt es keinen Grund, „den Kopf in den Sand zu stecken". Insbesondere von einem Kontinent kommen weiter positive Nachrichten.
Zum Seitenanfang