Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-0
0,00 €
292
Theresa May weckt falsche Hoffnung

London ist blockiert

Die Rede in Florenz der britischen Premierministerin Theresa May hatte Hoffnungen auf einen sanften Ausstieg des Königreichs aus der EU geweckt.
Auch nach der „Florenz-Rede“ von Theresa May wird die EU weiterhin einer ratlosen britischen Delegation gegenüberstehen. In den Grundfragen – Schulden, Aufenthaltsstatus von EU-Bürgern in UK und irische Binnengrenze – gibt es keine belastbare britische Position. May kann nichts durchsetzen. May-Widersacher Außenminister Boris Johnson, ein Brexit-Fanatiker, schaltet auf Konfrontation. Er lehnt es ab, nach dem März 2019 noch irgendeine Brüsseler Rechtsetzung (Verordnung oder EuGH-Entscheid) in britisches Recht zu übernehmen. May hatte dies in Florenz für die von ihr gewünschte zweijährige Übergangszeit zugestanden. Johnson interpretiert die Übergangszeit so: Es werde keine „Status-quo-Periode“ sein, denn UK habe in Brüssel dann nichts mehr mitzureden. Und auch „irgendwelche Milliarden-Zahlungen“ auf angebliche UK-Schulden – zu leisten nach 2021 – lehnt er rundweg ab. May kann auch auf dem Oktober-Parteitag der Konservativen kein einhelliges Votum zu ihrem Kurs eines gemäßigten Brexit erwarten. Und selbst ein insgesamt positives Votum würde ihr im ideologischen Spagat des Kabinetts nicht helfen. Sie kann die Opponenten nicht einfach rauswerfen. Denn die Konsequenz wäre der Verlust der Mehrheit im Unterhaus, wenn sich nur zehn ihrer Gegner bei wichtigen Gesetzen querlegen. Der Mehrheitsverlust wäre nach britischen Parlamentsregeln das Ende der Kanzlerschaft.

Fazit: Die Brexiteers wollen den kompromisslosen Bruch mit der EU. Und sie können in Kabinett und Unterhaus nicht majorisiert werden. Theresa May kommt einfach nicht aus Defensive heraus.

Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Chinesischer Investor inspiriert, aber es fehlt noch das Feuer

Die Ampel der Hauck & Aufhäuser Privatbankiers steht auf Grün.
Mit Hauck & Aufhäuser Privatbankiers hat ein traditionsreiches Frankfurter Geldhaus 2016 einen chinesischen Investor als Eigentümer bekommen: Fosun. Erste Erfolge sind seit der Übernahme durch den Mischkonzern zu sehen: Das lange Zeit defizitäre Bankhaus macht wieder Gewinn. Wirkt sich dieser frische Wind auch auf die Arbeit mit wohlhabenden Kunden aus, wollen wir wissen? Wir erleben eine Privatbank im Aufbruch. Und eine Beratung mit mehr Licht als Schatten.
  • Fuchs plus
  • DZ PRIVATBANK S.A., Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Nur das Sahnehäubchen fehlt

Die DZ Bank hat die grüne Ampel redlich verdient.
Bei der DZ Privatbank in Stuttgart erleben wir eine Kommunikation wie aus einem Guss. Vom telefonischen Erstkontakt über das Vor-Ort-Gespräch bis zum Gesprächsprotokoll ist alles durchdacht. Wir haben es mit freundlichen, entspannten und zugewandten Bankern zu tun. Die obendrein nichts an fachlicher Kompetenz vermissen lassen. Der Anlagevorschlag, der dann kommt, wirkt ebenfalls durchdacht, hat jedoch eine Schwäche. Zu einem unserer zentralen Anliegen weiß die DZ Privatbank nur einen ganz allgemeinen Rat.
  • Fuchs plus
  • Nord/LB, Vermögensmanagement TOPS 2019: Qualifikation

Nordisch nüchtern

Die Bremer Landesbank hat die grüne Ampel verdient.
Nach der Integration der Bremer Landesbank in die Nord/LB ist der Bereich Private Banking auf der Homepage nur noch schwer zu finden. Wir sind gespannt, ob die Bank ihr Versprechen, eine Vermögensverwaltung „so individuell wie Sie selbst" anzubieten, auch während der krisenbedingten Fusion mit der Nord/LB einhalten kann.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Handelsstreit verliert an Einfluss auf Notierungen

Kupfer wird immun gegen »Brandnachrichten«

Die Kupfernotierungen sind im Zuge des Handelsstreits USA – China auf Talfahrt gegangen. Doch es gibt gute Gründe anzunehmen, dass der Kupferpreis eine Neubewertung erfährt.
  • Fuchs plus
  • Preisbremse Türkei wird gelockert

Goldpreis vor der Erholung

Die Gold-Preisbremse Türkei wurde gelockert. Copyright: Picture Alliance
Der Goldpreis ist seit einigen Monaten kräftig gesunken. Im Sommer erreichte er Tiefstkurse. Eine Zeitlange war nicht klar, warum. Doch inzwischen steht die Ursache fest.
  • Fuchs plus
  • Beitrag zur Risikostreuung im Portfolio

Wie man in Kryptowährungen investiert

Für viele Anleger liegt eine Investition in Kyptowährungen noch außerhalb des denkbaren Bereichs. Dabei macht dies durchaus Sinn. Denn Bitcoin & Co. können einen nennenswerten Beitrag zur Risikostreuung im Depot leisten.
Zum Seitenanfang