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FUCHS-Brokerrating 2023

Consorsbank: Angebot ist 0815

© Verlag Fuchsbriefe, erstellt mit Canva
Die Consorsbank - immerhin die fünftgrößte Direktbank hierzulande - hat bietet ebenfalls Trading an. Das ist aber ein stiefmütterlich behandeltes Segment.

Erstkontakt

Die 1994 von Karl Matthäus Schmidt als Tochter der SchmidtBank in Nürnberg gegründete Consors ist einer der ersten Discount-Broker in Deutschland. Im Jahr 2002 wurde Consors von der französischen Großbank BNP Paribas übernommen und firmiert seit 2014 unter der Marke Consorsbank. Heute betreut der Finanzdienstleister mit einem verwalteten Kundenvermögen von etwa 76,44 Mrd. Euro rund 1,55 Mio. Kunden in Deutschland und wickelt rund 31,43 Mio. Trades im Jahr über seine Ordersysteme ab. 

Gemessen an der Kundenzahl ist Consors hierzulande damit die fünftgrößte Direktbank. Als digitaler Finanzdienstleister bietet das Unternehmen die komplette Palette des Bankgeschäfts – vom Girokonto über Spar- und Anlageprodukte, den Wertpapierhandel bis hin zu Krediten und Baufinanzierungen – an. Seine Stärken sieht Consors im Handel mit Wertpapieren. Der CFD- und Forexhandel stellt einen Teil des umfangreichen Angebots dar und wird über die BNP Paribas Arbitrage als Market Maker betreut. 

Plattform

Die Trading-Handelsplattform des Brokers können wir einfach und bequem über den Internetbrowser aufrufen. Hier lassen sich mehr als 1.250 verschiedene CFDs auf Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe und Edelmetalle handeln. Kryptowährungen sind dagegen nur über den Umweg ETPs (ähnlich ETFs) an der Börse handelbar, d.h. ohne Hebelwirkung und auch nur in „long“-Richtung. 

Verglichen mit der Konkurrenz ist der Handel von Differenzkontrakten teuer. Für einen DAX-CFD wird ein Spread von 2 Punkten in Rechnung gestellt, das Devisenpaar EUR/USD wird ab einem Pip Spread angeboten. Wer Aktien-CFDs handeln möchte, bekommt zwar Börsenkurse eingespielt, zahlt dann jedoch eine gesonderte Kommission in Höhe von 0,10% der Handelssumme (min. 9,95 Euro, max. 69,00 Euro). Im telefonischen Handel kommen noch einmal 14,95 Euro hinzu. Das ist happig. 

Service und Beratung

Mit Blick auf das Bildungsangebot baut Consors sein Angebot von einem niedrigen Stand sanft aus. Wir finden Lerninhalte zu verschiedene Themen des Börsenhandels und zu allgemeinen Finanzthemen. Webinare hat der Broker aktuell jedoch nicht im Angebot.

Fazit: Insgesamt bleibt das Handelsangebot passabel, die hohen Preise sind ein Wettbewerbsnachteil. Selbst für Einsteiger sind andere Plattformen und Neobroker interessanter.
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