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Saxo Bank: Kein Interesse an Freizeit-Tradern

© Verlag Fuchsbriefe, erstellt mit Canva
Saxo ist ein Anbieter, der es offenbar nicht nötig hat, sich um Kunden zu kümmern. Das Haus hat hohe finanzielle Einstiegshürden, ist vergleichsweise teuer und bietet praktisch keinen Service und kaum Bildung. Das scheint dem Haus aber zu reichen (und dürfte für Profis auch ok sein). Dabei hätte Saxo so viel mehr Potenzial und könnte mit seiner starken Plattform viel mehr Kunden überzeugen.

Erstkontakt 

Mehr als 810.000 Kunden und über 135 Partnerbanken wickeln täglich über 188.000 Trades über die Saxo Bank ab. Der Broker mit Hauptsitz in Kopenhagen (Dänemark) hat seit 2001 eine eigene Banklizenz und firmiert seit dem unter dem Namen Saxo Bank. Mittlerweile führen die Dänen ihr Geschäft von 18 lokalen Niederlassungen in 17 Ländern Europas und Asiens. Das deutschsprachige Trading-Business wird von der Schweizer Niederlassung betreut. 

Plattform

Für den Handel von mehr als 40.000 Instrumenten an über 60 globalen Börsen bietet uns die Saxo Bank ihre selbst entwickelte Handelsplattform SaxoTrader an. Diese ist sowohl in einer PC-unabhängigen Browservariante (SaxoTrader Go) als auch in einer fest installierten Desktop-Version (SaxoTrader Pro) erhältlich. Dass wir auch mobil über unser Smartphone handeln können, ist selbstverständlich. 

Vor allem der SaxoTrader Pro zählt zu den High-End-Plattformen am Markt. Hier können wir die Handelsoberfläche auf bis zu sechs Monitore erweitern, dem Ganzen ein individuelles Layout verpassen und neben dem klassisch manuellen Trading auch Orderalgorithmen wie Iceberg-Orders oder VWAP-Trades automatisieren. Während professionelle Börsenhändler mit dem SaxoTrader Pro glücklich werden dürften, nutzen private Otto-Normal-Trader den SaxoTrader Go. 

Handelsuniversum

Kunden von Saxo können sämtliche Assetklassen wie Aktien, Anleihen, CFDs, Währungen, Futures, Optionen und ETFs über ein Multi-Currency-Konto und eine ausgefeilte Handelsplattform traden. Damit zählt der Broker zu den größten und ältesten Anbietern im Online-Wertpapierhandel. Wer oft und viel an Auslandsbörsen handelt, hat die Möglichkeit, Unterkonten in lokaler Währung zu führen. Dies kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn man seine Wall Street – Trades nicht sofort, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt in Euro konvertieren möchte. 

Hinsichtlich der Handelskosten zählt die Saxo Bank zu den teuren Anbietern am Markt. Jedenfalls dann, wenn man nicht das nötige Kleingeld mitbringt, um als VIP-Kunde eingestuft zu werden (ab 1.000.000 CHF bzw. EUR). Insgesamt bieten die Dänen drei Preismodelle (ab 2.000 Euro, ab 25.000 Euro und VIP) an. Wer viel und mit hohen Volumina handelt, bekommt die besten Konditionen des Brokers. Noch etwas unterscheidet das Trading bei der Saxo Bank von den meisten anderen Anbietern im CFD-Bereich. Wir können unsere Orders direkt an die Börse leiten (DMA-Handel) und umgehen so den klassischen Market Maker-Spread.

Service und Beratung

Das Bildungsangebot des Brokers kann uns nicht überzeugen. Zwar finden vereinzelt Webinare zu verschiedenen Themen statt. Die sind jedoch „nur“ in englischer Sprache verfügbar und beinhalten in der Regel Markteinschätzungen und Strategie-Updates. Wer sich zu verschiedenen Trading-Themen weiterbilden möchte, findet auf der Saxo-Homepage umfangreiche Artikel. Lesen bildet ja bekanntlich, doch ein wenig mehr Interaktivität wäre uns in Zeiten des Web 3.0 jedoch lieber (Videos, Online-Tutorials, etc.).

Fazit: Eine hochprofessionelle Handelsplattform und ein gigantisches Angebot an Trading-Produkten und Märkten sind bei der Saxo Bank mit hohen Preisen verbunden. Das Haus ist nur eine Adresse für professionelle Trader.
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