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FUCHS-Brokerrating 2023

Tradinghouse.net: Wieder zurückgefallen

© Verlag Fuchsbriefe, erstellt mit Canva
Der Anbieter tradinghouse.net (ehemals direktbroker.de) hat eine Kehrtwende hingelegt. Seit Jahren hatte sich das Haus kontinuierlich verbessert und war in unserem Ranking aufgestiegen. Im Jahr 2023 ist das Haus wieder abgerutscht.

Dienstleistungsangebot

Tradinghouse.net mit Sitz in Berlin ist eine Tochter der trading-house.net AG (100%). Die Geschichte von trading-house reicht bis in die späten 1990er Jahre zurück. 1998 entstand in Berlin Charlottenburg das erste Daytrading-Center Deutschlands, damals eine Sensation.

Tradinghouse.net ist selbst nicht als Market Maker oder im Wertpapierhandelsbank tätig. Das Unternehmen vermittelt als „Broker Scout“ Konten an verschiedene Partnerbanken. Als unabhängiger Makler ermöglicht das Haus seinen Kunden je nach Bedarf den Handel mit verschiedensten Finanzinstrumenten. Neben der dänischen Saxobank vermittelt direktbroker.de Handelskonten an Libertex, Markets.com und direktbroker-fx.de. Die breiteste Produktpalette dieser Partner bietet die Saxobank. Wer jedoch vornehmlich Kryptowährungen handeln will, ist bei Libertex in Zypern am besten aufgehoben. Private Trader und institutionelle Kunden können Futures, CFDs und Währungspaare bei den „Klassenbesten“ unter den internationalen Banken und Brokern traden. Das geht laut direktbroker.de sogar oft zu Konditionen, die günstiger sind als bei den Partnerbanken direkt (das konnten wir jedoch nicht direkt überprüfen, da wir bei unserem Test nicht live gehandelt haben). 

Spezialisierter Krypto-Broker

Eine seiner Stärken spielt der Anbieter auf dem Gebiet der Krypto-Währungen aus. Durch die Vermittlung an verschiedene andere Häuser kann tradinghouse.net eine besonders breite Krypto-Palette offerieren. Wir können insgesamt 56 Kryptos als CFD handeln - und das auch noch zu sehr günstigen Kosten. Allerdings müssen wir dafür in Kauf nehmen, dass der Trading-Anbieter in Zypern sitzt (schlechte Regulierung).

Erstkontakt

Die Webseite, als Eintrittstor zu direktbroker.de, informiert uns über die angebotenen Services und Dienstleistungen des Hauses. Wichtige Informationen sind mit wenigen Klicks abrufbar. Der Internetauftritt ist recht schlicht gehalten und wirkt nicht überladen. Vom schnellen Wechsel der Bilder sind wir dennoch ein wenig irritiert. Neben dem Handel legt direktbroker.de großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung seiner Kunden. Über das Stichwort „Börsenakademie“ gelangen wir zum Lernbereich des Finanzdienstleisters. 

Plattform

Um uns für das „richtige“ Handelskonto zu entscheiden, müssen wir recht viel recherchieren. Bei den drei Partnerbanken fällt uns ohne entsprechende Hintergrund-Informationen die Auswahl schwer. Zudem fällt uns auf, dass es einen Partnerbroker weniger gibt als noch im Vorjahr. 

Auch in diesem Jahr finden wir diese Vermittlung an andere Broker etwas sperrig und fragen uns, warum wir nicht dort direkt handeln sollten. Einziger Pluspunkt: Die deutsche Kundenbetreuung durch Direktbroker. 

Service und Beratung und Trader-Ausbildung

Im Aus- und Weiterbildungsbereich bietet tradinghouse.net weiterhin eine Vielzahl an Dienstleistungen an. Neben Börsenseminaren, die vor Ort angeboten werden, finden regelmäßig Webinare zu verschiedenen Themenbereichen im Börsenhandel statt. Ob Strategie-Webinare, Hintergrund-Wissen zur technischen Analyse und Chartformationen oder Live-Tradings – angehende Händler und fortgeschrittene Trader mit Wissensbedarf finden hier ein vielfältiges Angebot. 

Fazit: Tradinghouse.net bleibt ein guter Anbieter, der zuletzt aber wenig innovativ war. Gut ist das reichhaltige Bildungsangebot. Das Handelsuniversum der Partner dürfte den meisten Tradern ausreichen. Spezialgebiet: Kryptos.
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