Hier können Sie zwischen der Ansicht für Geschäftskunden und Privatkunden wechseln.
Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
Geschäftskunde
Privatkunde
0,00 €
1083
Brasilien und China tarieren Angebot und Nachfrage neu aus

Soja-Preis kommt in Bewegung

China und Brasilien müssen ihr Nachfrage- und Angebots-Gewicht am Markt für Soja-Bohnen neu austarieren. Das dürfte die Preise für Sojabohnen kräftig in Bewegung bringen.

Die Lage auf den Sojabohnenmärkten wird nach Einschätzung des Direktors des Internationalen Getreideverbands (IGC) künftig immer von mehr China als zentraler Absatzmarkt dominiert. Als wesentlicher Lieferant an die Volksrepublik tritt Brasilien auf. Das Land hat Daten von S&P Global zufolge zwischen April 2023 und April 2024 rund 70% der Importe Chinas gestellt. 

Parallel dazu zeigt die Studie, dass sich die Angebotsaussichten für die laufende Saison 2023/24 aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen tendenziell verschlechtert haben. Damit dürfte die brasilianische Ernte geringer ausfallen dürfte als in der Vorsaison. Das ist zwar kein Drama. Denn in der vorigen Saison gab es eine Rekord-Ernte. Der Rückgang dürfte aber immer noch deutlich höher als etwa in 2021/22 sein. 

Brasilien und China bewegen den Markt

Gleichzeitig könnte nun die Importnachfrage aus China schwächer auszufallen. Denn Peking setzt angesichts des hohen Verbrauchs stärker auf eine heimische Produktion. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich auf mit der Sache vertraute Personen bezieht, zieht die Zentralregierung in Peking sogar in Erwägung, den heimischen Mühlen eine bestimmte Quote an lokal angebauten Sojabohnen vorzuschreiben. Das wirkt sich bereits auf den Markt aus. Die chinesischen Sojabohnenimporte sind seit Dezember bereits tendenziell rückläufig. Laut Daten der Zollbehörde lagen zudem die Einfuhren im ersten Quartal deutlich niedriger als in den vergangenen drei Jahren. 

Der Preis für Sojabohnen dürfte daher die Trendwende nach oben nicht schaffen. Mit Blick auf den Chart ist die Richtung ohnehin klar(er). Der Preis der Hülsenfrucht bewegt sich seit gut zwei Jahren in einem intakten Abwärtstrend. Mit rund 1.142  US-Cent je Scheffel handelt Soja inzwischen nur noch knapp über dem Jahrestief von 1.135 US-Cent je Scheffel im Februar. Ein nachhaltiger Rutsch unter diese Marke dürfte weitere Verkäufe nach sich ziehen.

Fazit: Bei Sojabohnen spricht derzeit mehr für weiter fallende Preise als für eine schnelle Trendwende nach oben. Mit einem Mini Future auf Sojabohnen (Beispiel ISIN: DE 000 GX4 Z6F 6, Hebel: 1,13, open end) können Anleger von weiter fallenden Sojapreisen profitieren.
Meist gelesene Artikel
  • Fuchs plus
  • Brückeneinsturz von Baltimore

Hafen von Baltimore wieder geöffnet

Verschwommenes Bild vom Hafen in Baltimore und Bild von einem Sperrschild verlaufen ineinander © Adobe Firefly, KI-generiertes Bild
Der Hafen von Baltimore ist wieder rund um die Uhr geöffnet. Auch größere Schiffe können den wichtigen Umschlagplatz an der Ostküste der USA nun wieder anlaufen.
  • Fuchs plus
  • Stiftungsvermögen 2024: Credo Vermögensmanagement GmbH

CREDO baut Nähe zum Kunden auf

Thumb Stiftungsvermögen 2024, © Grafik Redaktion Fuchsbriefe mit Envato Elements
Eule, Segelboot, Keimling und Füllhalter – mit diesen Bildmotiven begrüßt CREDO auf der Website seine Gäste. Die Eule beobachtet genau, das Segelboot manövriert durch stürmische Zeiten, der Keimling steht für gesundes Wachstum und der Füllhalter soll Unabhängigkeit symbolisieren. Nicht schlecht gelöst. CREDO bedeutet laut Website „Ich glaube". Glauben und Vertrauen seien die wertvollsten Güter, der Ursprung des Unternehmens liege in kirchlichen Mandaten. Das passt perfekt zur Stiftung Fliege.
  • Einblick in den «Trusted Wealth Manager 2024»

Wie Oberbanscheidt & Cie. Transparenz und Kundenvertrauen in Vermögensverwaltung fördert

Grafik envato elements, Redaktion Fuchsbriefe
Die Oberbanscheidt & Cie. Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kleve zeigt sich im neuesten «Trusted Wealth Manager» offen für Transparenz und Kundenkommunikation. Das Unternehmen bekräftigte seine Bereitschaft, Teile des Selbstauskunftsfragebogens zu beantworten, als Ergänzung zum laufenden Monitoring der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz, was die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kunden bildet.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Robert Habeck hält Koalition mit der Union für machbar

Schwarz-Grüner Flirt

Blick in den Plenarsaal des Deutschen Bundestages ©Bernd von Jutrczenka/picture alliance
CDU und Grüne beginnen zu flirten. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat erklärt, dass er sich eine Koalition mit der CDU nach der Bundestagswahl vorstellen kann. Auch CDU-Chef Friedrich Merz schlägt versöhnliche Töne gegenüber den Grünen an. Ob es für Schwarz-Grün reicht, entscheidet aber die FDP.
  • Fuchs plus
  • ESG-Daten sind komplex, aufwändig und teuer

Leistungsfähige Software für das ESG-Reporting

Programmiercodes auf einem PC-Bildschirm © IAM-photography / Getty Images / iStock
Nachhaltigkeit zu messen, betrifft immer mehr Unternehmen. Selbst Mittelständler, für die das Thema eigentlich erst später relevant wird, werden von Ihren Kunden schon zur Abgabe von ESG-Berichten gedrängt. Die Messung der Kennzahlen ist aufwändig und teuer. Leistungsfähige Software kann dabei aber helfen.
  • Fuchs plus
  • Liquiditätsmanagement: Cash ist King

Zahlungsmoral sinkt rapide

Euroscheine © sp4764 / stock.adobe.com
Die Zahlungsmoral der deutschen Unternehmen sinkt weiter rapide. Das Phänomen breitet sich allmählich immer weiter aus und durchsetzt immer größere Teile vieler Branchen. Unternehmer sollten ihr Controlling sensibilisieren und es vorbeugend auf eine weitere Verschlechterung einstellen.
Zum Seitenanfang