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Versicherer gestalten die Verträge neu

Streit um die Betriebsunterbrechungsversicherung

Wer kommt nun für den Schaden der erzwungenen Arbeitslosigkeit auf? Copyright: Pixabay
Millionen europäischer Betriebe können derzeit wegen des Corona-Virus noch nicht wieder arbeiten. Das Personal ist verfügbar, das Material ist da und die Aufträge großenteils auch. Wer kommt nun für den Schaden der erzwungenen Arbeitslosigkeit auf?
Viele Unternehmer setzen gerade vergeblich auf ihre Betriebsunterbrechungsversicherung. Zwar ist sie im Prinzip für Fälle erzwungener Arbeitslosigkeit da. Dafür haben unzählige – insbesondere größere und mittlere – Unternehmen diese Art von Versicherung abgeschlossen. Oder sie ist Teil eines umfassenderen Versicherungspakets.

Doch etliche Versicherer wollen nicht zahlen. Der Grund: Es geht an die Substanz. Die Einzelschäden sind häufig sehr hoch. Die Versicherer setzen die Kostenbelastungen bereits mit denen einer schweren Naturkatastrophe gleich. Umso härter wird wegen der Zahlungsverpflichtung gerungen. Die Anwälte wetzen bereits die Messer (und reiben sich die Hände).

Unzählige Vertragsklauseln müssen beachtet werden

Zur Falle wird oft die Nichtbeachtung von Verpflichtungen. Das lässt den Versicherungsschutz sehr schnell wie eine Seifenblase zerplatzen. Die meisten Versicherungsverträge sehen vor, dass 30 Tage nach Schließung des Betriebs der Versicherungsschutz automatisch erlischt.

Um das zu verhindern, sind zahlreiche Maßnahmen zu treffen. So muss der Versicherer vom Schadensereignis umgehend informiert werden. Briefkästen müssen versiegelt werden, Gas- und Wasseranschlüsse abgeschalte, Sprinkler-Anlagen entleert werden. Teure Fensterscheiben müssen nach außen verkleidet werden, um gewalttätige Folgeschäden zu vermeiden.

Radikale Vertragsbedingungen

Versicherungskunden müssen in der Zuklunft mit einer Verschlechterung der Vertragskonditionen rechnen. Die Versicherungswirtschaft in Europa und Nordamerika ist bereits dabei, ihre Vertragsbedingungen neu zu formulieren. Das Ziel: Es sollen all jene Schlupflöcher geschlossen werden, die nach Einschätzung der Versicherer bisher noch ein Haftungsrisiko für Coronavirus-Folgen bieten.

Versicherungsmakler und Schadensabwickler fürchten, dass viele Risiken in einer weit gefassten Form ausgeschlossen werden. Ein namhafter europäischer Versicherer will beispielsweise grundsätzlich nicht mehr für Schäden haften, die direkt oder indirekt durch eine übertragbare Krankheit entstehen können. Sie drängen darauf, dass die Versicherer das Risiko akzeptieren und sich dafür eine Prämie zahlen lassen.

Fazit: Unternehmen, die sich mit ihrer Versicherung um die Kostenübernahme streiten, sollten vor einer Kündigung bedenken, dass sich die Konditionen für eine solche Versicherung in der Zukunft (deutlich) verschlechtern werden.

Für viele Unternehmer ein besonders wichtiges Thema soweit es den Versicherungsschutz betrifft

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