Wenn man die Inflationsrate von den Guthabenzinsen abzieht, ergibt sich die Realverzinsung: Sie zeigt an, was Geld auf dem Sparkonto "so bringt". Deutlich weniger als nichts, ist die Antwort. Und es ist sogar noch schlimmer.
Wartet die EZB zu lange, die Zinsen zu normalisieren? Die Befürchtung ist oft zu hören. Die Commerzbank gießt mit einer Analyse noch einmal Öl ins Feuer.
Die Finanzierungsbedingungen werden sich verschlechtern. Copyright: Pixabay
Finanzierungen werden gerade wieder etwas günstiger. Das wird aber nur einen kurzen Augenblick so sein. Es deutet viel darauf hin, dass die Kreditkosten in den kommenden Monaten weiter spürbar steigen. Es wird viel wichtiger, bei Finanzierungen jetzt schon an den Umschuldungstermin zu denken.
Beim Yen scheiden sich die Geister. Copyright: Pixabay
Das langsame Impfgeschehen hält den europäischen Konjunkturzug im Bahnhof fest. Das schlägt auf die kurz- und mittelfristigen Erwartungen in den Währungsvorausschauen für Euro-Dollar durch. Ab Sommer sollen sich die Trends wieder einrenken.
Wenn sich das Geld entwertet, wollen Investoren dafür eine Entschädigung. Sie ist gemeinhin über den Zins zu zahlen. Insofern ist klar, dass die wieder steigenden Infaltionserwartungen mit der Erwartung steigender Zinsen einhergehen (müssen). Anleger müssen sich deshalb für schwierige Marktsituationen wappnen.
Am Devisenmarkt dreht der Wind. Der Dollar kommt in Fahrt, der Euro muss zurückstecken. Zugleich läuft das Pfund, angetrieben von Impf-Fortschritten, zu Hochform auf.
Anleihen gehören als fester Bestandteil in ein breit diversifiziertes Portfolio. Die Rahmenbedingungen am Finanzmarkt machen Zinspapiere aber immer unattraktiver. Viele Bonds haben den Namen Zinspapier schon lange nicht mehr verdient: sie rentieren negativ. Investoren kaufen somit entweder eine Anleihe als Versicherung oder müssen weit in die Welt hinaus ziehen, um Rendite zu finden.
Mitte Dezember werden die europäischen Währungshüter die Geldschleusen noch weiter öffnen. Für Unternehmen ist das dennoch keine sonderlich gute Nachricht.
Wer bei Unternehmensfinanzierungen nur auf das Hier und Jetzt achtet, fährt einen gefährlichen Kurs. Denn je massiver die Zentralbank ins Zinsgefüge eingreift, desto mehr verliert es seine Steuerungsfunktion und Aussagekraft. Und es entsteht ein wachsendes Risiko abrupter Zinsänderungen.
Die türkische Lira ist an ihrem Tiefpunkt angelangt.
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Die türkische Notenbank verordnet der heimischen Wirtschaft eine kleine Roßkur. Sie hält den Realzins hoch. Obwohl viele Indikatoren nach unten zeigen, ergeben sich Chancen für Investoren. Dafür ist eine andere Beobachtung ausschlaggebend.