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Gesundheit auf vier Säulen

Fresenius wächst kontinuierlich

Der Klinik- und Medizintechnikkonzern leidet unter der Corona-Krise. Weil das Unternehmen massiv die Intensivbetten aufgestockt hat, gehen die Erlöse gerade zurück. Die Zukunftsaussichten sind dennoch sehr positiv.

Fresenius muss in der Corona-Krise zwar leicht negative Impulse verkraften, hält aber klug an seiner langfristig aussichtsreichen Strategie fest. Das Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius mit Sitz im hessischen Bad Homburg ist einer der größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Darüber hinaus ist das Unternehmen im Pharma- und Gesundheitsdienstleistungsbereich tätig. Zur Fresenius-Gruppe gehören vier Unternehmen, die weltweit eigenverantwortlich wirtschaften und handeln: der Dialysespezialist Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi (europäischer Marktführer in der Infusionstherapie und in der klinischen Ernährung), Helios (Kliniken) und Fresenius Vamed (Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen).

Der Klinikbetreiber Helios hat wegen der Corona-Pandemie die Zahl seiner Intensivbetten in Deutschland um mehr als zwei Drittel aufgestockt. Mit der Konzentration auf Corona-Intensivpatienten entgehen dem Konzern zunächst einmal Einnahmen, da andere Behandlungen oder Operationen derzeit so gut wie nicht stattfinden. Doch der DAX-Konzern sieht sich während der Krise gut gerüstet. Helios-Chef Francesco De Meo rechnet wegen der Pandemie zwar mit negativen, aber geringen finanziellen Effekten für Helios.

Fresenius nutzt die Nullzinsen für Investitionen

Mitte kommender Woche (6. Mai) veröffentlicht das Unternehmen die neuesten Geschäftszahlen zum Verlauf des ersten Quartals 2020 und wird in diesem Zusammenhang auch den Ausblick auf das Gesamtjahr konkretisieren. Im vergangenen Jahr kam die Health Care-Gruppe auf einen Konzernumsatz von 35,5 Mrd. Euro (+6 % ggü. Vj.) und erzielte damit ein Konzernergebnis in Höhe von 1,92 Mrd. Euro. Das Wachstum wurde dabei von allen vier Geschäftsbereichen getragen. Darüber hinaus hat Fresenius 2019 in allen Bereichen kräftig investiert und so die Basis für künftiges Wachstum geschaffen. Die jüngste Emission einer Unternehmensanleihe im Volumen von 750 Millionen Euro unterstreicht die finanzielle Solidität von Fresenius. Die Gruppe konnte sich für 1,766 % p.a. über 7,5 Jahre finanzieren.

Aus fundamentaler Sicht ist die Aktie der Fresenuis SE & Co. KGaA mit einem für 2021 geschätzten KGV von 9,91 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,29 historisch günstig bewertet. Dividendenfreunde kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten. Für das abgelaufene Jahr will der Gesundheitskonzern eine um 5% höhere Dividende von 0,84 Euro (Vorjahr: 0,80 Euro) ausbezahlen. Mit dieser 27. Dividendenerhöhung in Folge sichert sich Fresenius seinen Status als sogenannter Dividendenaristokrat. Dies sind Unternehmen, die mindestens 25 Jahre in Folge ihre Ausschüttungen angehoben haben.

Langfristig orientierte Anleger kaufen die Fresenius-Aktie. Der Gesundheitskonzern dürfte aus der Corona-Krise gestärkt hervor gehen. Aus fundamentaler Sicht ist die Aktie attraktiv. Mögliche Rücksetzer in den Bereich um 32,50 Euro bieten Nachkaufgelegenheiten.
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