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Fokussierte Zukäufe stärken Nestlé

Nestlé SA kauft Nahrungsergänzungsmittel-Unternehmen dazu

Nestlé SA kauft Nahrungsergänzungsmittel-Unternehmen dazu. Copyright: nestlé
Einer der weltweit größten Nahrungsmittelhersteller ist der Schweizer Konzern Nestlè. Neben Tiefkühlprodukten, verschiedenen Getränken (Kaffee, Tee, Mineralwasser), Milchprodukten und Süßwaren werden auch pharmazeutische Produkte, Spezialnahrungsmittel, Babyprodukte oder Nahrung für Heimtiere hergestellt. Die Marken des Konzerns dürften wohl jedem geläufig sein (Nescafé, Maggi, Nesquik, Thomy, KitKat, Smarties). Nun verstärkt sich das Unternehmen bei Nahrungsergänzungsmitteln.

Aus Anlegersicht kann die Nestlé-Aktie als sogenanntes „Witwen- und Waisenpapier“ bezeichnet werden. Einer der Marktführer in einer weitgehend konjunkturresistenten Branche, Milliarden-Umsätze ohne große Schwankungen und eine stetig steigende Dividende. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kommt an Nestlè kaum vorbei.

Nestlé arbeitet am Umbau

Unter der bekannten Oberfläche arbeiten die Schweizer gerade am Umbau des Geschäfts. Ziel ist eine Steigerung der Effizienz. Konzernchef Mark Schneider trimmt den Riesenkonzern seit 2017 auf Profitabilität. Konzernteile, die nicht mehr richtig zur Strategie passen werden konsequent veräußert, zukunftsträchtige Bereiche sukzessive verstärkt.

In den vergangenen Jahren standen vor allem Veräußerungen im Fokus, nun schauen sich die Schweizer gezielt nach passenden Übernahmeobjekten um. Nestlè investiert bereits in den Bereich Nahrungsergänzungsmittel. 2018 hatte Nestlè den US-Hersteller von Bio-Nahrungsergänzungsmitteln Atrium für 2,3 Mrd. US-Dollar geschluckt. 

Zukäufe bei Nahrungsergänzungsmitteln

Zu Wochenbeginn meldete Nestlè nun Interesse am US-Vitaminhersteller Bountiful an. Der passt gut zu den Schweizern.  Bountiful ist der größte Anbieter von Vitaminen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln in den USA und weltweite Nr. 3. Das Unternehmen arbeitet profitabel und würde rund zwei Milliarden Dollar jährlich an Umsatz beisteuern. Den Kaufpreis im mittleren einstelligen Milliardenbereich dürften die Schweizer aus der Portokasse zahlen. Allein in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahrs stieg der Konzernumsatz um 7,7% auf 21,1 Mrd. Franken. Der Konzern verzeichnete damit das größte Umsatzwachstum der letzten zehn Jahre.

Die Aktie von Nesté war in den vergangenen Jahren nie richtig billig. Angesichts der inneren Werte wundert das aber auch nicht. Für Dividendenfreunde interessant: Nestlé hebt in diesem Jahr die Gewinnausschüttung das 26. Jahr in ununterbrochener Folge an. 

Empfehlung: kaufen Kursziel: 127 CHF, Stop-Loss: unter 98,50 CHF

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