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Amis im Outdoor-Fieber

Thor Industries Inc. ist Weltmarktführer für Campingmobile

Die Amerikaner entdecken ihr Land und die Natur. Immer mehr Amis machen Trips mit Wohnmobil oder Trailer. Aber auch in anderen Industrieländern boomen Camping-Erlebnisse. Davon profitiert vor allem Thor.

Einer der großen Profiteure des Trends zum Campingurlaub ist der US-Konzern Thor Industries. In Nordamerika, dem weltweit wichtigsten Campingmarkt, haben allein in den vergangenen fünf Jahren rund 7,2 Millionen Haushalte damit begonnen, mit Zelt, Wohnmobil oder Campinganhänger in den Urlaub zu fahren. Rund ein Drittel der US-Haushalte machen regelmäßig Outdoor-Urlaub. Der Anteil der Urlauber, die dreimal oder mehr pro Jahr campen, ist seit 2014 um 72% gestiegen.

Thor Industries ist Weltmarktführer für Reisemobile und Wohnwagen. Das 1980 gegründete Unternehmen ging 1984 an die Börse und ist seit 1986 unter dem Tickersymbol THO an der New York Stock Exchange gelistet. Thor Industries ist von Beginn an durch gezielte Übernahmen immer weiter gewachsen. Bis 1994 war der Outdoor-Spezialist bereits der zweitgrößte Hersteller von Wohnmobilen in Nordamerika. Im Jahr 2016 kaufte Thor für einen Preis von 576 Millionen Dollar den Wettbewerber Jayco, bis dahin den größten Wohnmobilhersteller der Welt. Im vergangenen Jahr gelang dem Konzern dann die größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte.  Für die stolze Summe von 2,1 Milliarden Dollar wanderte Hymer – europäischer Marktführer für Wohnmobile – ins Markenportfolio der Amerikaner. Mit diesem Deal gelang dem Management der Zugang zum europäischen Campingmarkt.

Kurs verdoppelt und immernoch Luft nach oben

Umsatz und Konzerngewinn entwickeln sich solide. Während der vergangenen fünf Jahre hat sich der Konzernumsatz von 3,53 Mrd. US-Dollar auf zuletzt 7,86 Mrd. US-Dollar mehr als verdoppelt. Der operative Gewinn stieg im selben Zeitraum um gut 45% auf 361,28 Mio. US-Dollar - inklusive Hymer-Übernahme. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 lag der Konzernumsatz mit 1,68 Milliarden US-Dollar zwar rund 33% unter dem gleichen Vorjahreszeitraum. Allerdings wurden die Vorabschätzungen der Wall Street-Analysten geschlagen. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,43 US-Dollar deutlich über den Flüsterschätzungen. Hier hatten Branchen-Insider mit einem Verlust gerechnet.

Das Management hat ehrgeizige Ziele: In den nächsten fünf Jahren soll der Konzernumsatz auf 14 Milliarden US-Dollar, die operative Marge auf 16% steigen. Der Kurs der Aktie hat sich seit den Corona-Panik-Tiefs bereits mehr als verdoppelt. Bis zum Allzeithoch bei mehr als 160 USD von Anfang 2018 ist jedoch noch viel Luft.

Mit einem KGV von rund 21 ist die Aktie nicht übermäßig teuer. Nach dem zuletzt kräftigen Kursanstieg sollten geduldige Anleger jedoch auf Rücksetzer warten und Positionen nur an schwachen Börsentagen aufbauen.

Empfehlung: kaufen, um 100 USD aufstocken Kursziel: 155 USD; StoppLoss unter 77 USD

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