Informationen und qualifizierte Einschätzungen zu Chancen und Risiken
030-288 817-20
2848
Hot Stock: Tupperware Brands Corp.

Tupperware-Vorstand warnt vor Zahlungsunfähigkeit

Person bereitet Salat in einer Schüssel zu. © Daisy-Daisy / Getty Images / iStock
Tupperware ist aus vielen Haushalten nicht wegzudenken. Doch das Traditionsunternehmen steckt in Schwierigkeiten - die Aktien rauschen kräftig ab. Ist das eine Chance für Investoren, um ein Schnäppchen zu schlagen?

Aktien von Tupperware brachen zum Wochenbeginn heftig ein. Der Kurs des Frischhaltedosen-Herstellers sackte am Montag um satte 50% auf 1,21 US-Dollar ab. Damit notiert die Aktie auf einem 3-Jahrestief. Hintergrund des Kurseinbruchs sind akute Geldprobleme. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten warnte Tupperware, dass die Fortführung des Geschäfts vor dem Hintergrund akuter Liquiditätsengpässe ungewiss sei. Diese „Going concern“-Warnung müssen US-Firmen veröffentlichen, wenn nach eigener Einschätzung in den kommenden zwölf Monaten ein Zahlungsunfähigkeitsrisiko besteht. 

Weiteren Angaben zufolge hat Tupperware bereits Berater angeheuert und führt Gespräche mit potentiellen Investoren. Die Schulden sind hoch, das Unternehmen schreibt rote Zahlen und kämpft mit sinkenden Umsätzen. Im Schlussquartal 2023 sank der Umsatz um 20% auf 313,7 Mio. US-Dollar; unter dem Strich fiel ein Verlust von 35,7 Mio. US-Dollar an. Zudem hat es das Traditionshaus versäumt, den Jahresbericht pünktlich vorzulegen. Dies könnte zur Aufkündigung von Kreditlinien führen.  

 
Empfehlung: Nach dem jüngsten Kurseinbruch liegt der Börsenwert bei gerade einmal 108 Mio. Dollar. Wer die weitere Entwicklung zeitnah und engmaschig verfolgen kann, kann spekulativ auf eine Gegenbewegung setzen, dafür aber bitte nur Geld verwenden, dessen Totalverlust verkraftet werden kann. Denn fundamental sieht es für das Unternehmen miserabel aus.
Neueste Artikel
  • Fuchs plus
  • Baudenkmal: Erbe kann einkommensteuerliche Begünstigung nicht fortführen

BFH-Urteil: Keine Steuervergünstigung für Erben

Der Bundesfinanzhof bestätigte das Urteil eines Finanzgerichts zur einkommensteuerlichen Behandlung von Begünstigungen bei Erbschaften, wenn der Erblasser vor Ablauf des Abzugszeitraums verstirbt.
  • Fuchs plus
  • Nachhaltige Kapitalanlage für Stiftungen

Stiftungsvermögen zukunftssicher anlegen: ESG, nachhaltige Fonds und Private Markets als strategische Bausteine

Illustriert mit Microsoft Copilot
Stiftungen stehen vor einer Zeitenwende: ESG wird vom Schlagwort zur Pflicht, Private Equity vom Nischenprodukt zum strategischen Baustein. Wer heute klare Anlagerichtlinien setzt, Ausschlüsse konsequent umsetzt und Impact messbar macht, sichert nicht nur Rendite und Substanz, sondern gestaltet Zukunft. Governance, Transparenz und Due Diligence sind dabei keine Kür – sie sind das Fundament für Wirkung und Vertrauen.
  • Fuchs plus
  • Positionspapier: Nordländer fordern: Härtere Regeln für die Erbschaftsteuer

Verschärfung der Erbschaftsteuer droht

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer steht bevor. Während konkrete Reformpläne fehlen, sorgt ein Positionspapier der Nordländer für Aufsehen und Verunsicherung. FUCHSBRIEFE analysieren die Details.
Zum Seitenanfang