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H2-Aktien erfordern Durchhaltevermögen

Wasserstoff-Enthusiasmus auf der European Hydrogen Week

Stefan Ziermann, Chefredakteur Verlag Fuchsbriefe
Ich bin zwar von den Chancen der Wasserstoff-Wirtschaft und den Vorteilen von H2 überzeugt. Beim Blick auf die Aktien der beteiligten Unternehmen fällt es aber manchmal schwer, an die ökonomischen und ökologischen Chancen des Elements zu glauben. Relativiert hat sich das durch die European Hydrogen Week, auf der ich einen enormen Enthusiasmus und viel Energie für das Thema wahrgenommen habe. Darum bin ich schon jetzt gespannt auf die Wasserstoff-Entwicklungen im nächsten Jahr.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, 

wer noch immer denkt, dass die Wasserstoff-Wirtschaft eine "fixe Idee" ist, der sollte sich schon heute den November 2024 freihalten. Dann wird es die nächste European Hydrogen Week geben. Und auf der werden erneut gewaltige Technologiesprünge und viele neue Anbieter von Wasserstoff-Lösungen zu sehen sein.

Schon auf der diesjährigen European Hydrogen Week, die heute zu Ende geht, war die Dynamik der Branchen und eine Vielzahl innovativer Lösungen zu sehen. Wir sind überwältigt von unseren Eindrücken der Veranstaltung. Vier Tage lang haben sich Vertreter von Unternehmen, Verbänden und Politiker in Brüssel getroffen, um sich in international hochkarätig besetzten Foren über die Wasserstoff-Wirtschaft, die damit verbundenen Chancen und Risiken auszutauschen. 

EU setzt mit viel Elan auf H2

Auf der Veranstaltung und in den hochklassig besetzen Foren wurden viele wichtige Themen debattiert, die für die Entwicklung der Wasserstoff-Wirtschaft entscheidend sind. Dabei ging es um Technologieoffenheit, den länderübergreifenden Aufbau des Wasserstoff-Netzes, die politische Koordinierung der wirtschaftlichen Interessen einzelner Länder.

Darüber hinaus wurden in zahlreichen Ausstellungen und Präsentationen technische Lösungen vorgestellt. Die erstrecken sich über die diverse Sektoren, lagen aber im Schwerpunkt auf nachhaltiger Energieerzeugung und Speicherung und Mobilität.

EU fördert und schiebt die Wasserstoff-Wirtschaft an

Dass die Wasserstoff-Perspektive keine Illusion mehr ist, zeigt auch das neue Förderprogramm der EU. Das hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) auf der European Hydrogen Week bekannt gegeben. Im Frühjahr 2024 soll ein Fördervolumen von 3 Mrd. Euro für die Herstellung von grünem Wasserstoff bereitgestellt werden. Mit dem Programm sollen die Produktionskosten für grünen Wasserstoff subventioniert werden. 
Fazit: Der Enthusiasmus und die Zuversicht auf der European Hydrogen Week waren mit Händen zu greifen. Ich bin überzeugt davon, dass Wasserstoff in den nächsten Jahren seinen festen Platz im Energie-Mix und in der globalen Mobilität erobern wird. Darum wird es sich lohnen, die Augen weiter nach Anlagechancen in diesem Segment auf- und auch heftige Kursschwankungen auszuhalten, glaubt Ihr Stefan Ziermann.
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