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HanseYachts AG

Yachten-Bauer aus Greifswald

Die HanseYachts AG baut und vertreibt Yachten in über 100 Länder. Nach schwachen Zahlen in den vergangenen Jahren, wird der Titel nun als möglicher Turnaround-Kandidat gehandelt. Entscheidend dafür wird sein, ob der Konzern aus den roten Zahlen kommen kann.

Eine interessante Turnaround-Situation finden risikobewusste Anleger bei der Aktie der HanseYachts. Bei dem kleinkapitalisierten Spezial-Wert (aktueller Börsenwert rund 70 Mio. Euro, Streubesitz knapp 20%) verdichten sich die Anzeichen für einen wirtschaftlichen Turnaround.

Der Schiffsbauer mit Sitz in Greifswald gehört zu den weltweit größten Herstellern von hochseetüchtigen Segelyachten. Unter dem Dachnamen „HanseGroup" betreibt die Gruppe die Segelyachtmarken Hanse, Dehler, Moody, Privilège und Varianta sowie die Motoryachtmarken Sealine und Fjord. Die Premiumyachten „Made in Germany" werden am Unternehmensstandort Greifswald in unmittelbarer Nähe zur Ostsee hergestellt und in mehr als 100 Länder exportiert.

Die Profitabilität kehrt zurück

Mitte Januar meldete HanseYachts sehr gute vorläufige Zahlen zum ersten Halbjahr. Der Konzernumsatz in den traditionell schlechter laufenden Herbst- und Wintermonaten wurde um 7% auf 54,8 Mio. Euro gesteigert (ggü. Vj.). Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) hat der Konzern den operativen Turnaround inzwischen geschafft. Nach den ersten sechs Monaten lag das EBITDA bei 1,3 Mio. Euro (Vj. Verlust 1,0 Mio. Euro). Das Konzernergebnis war zwar mit Minus 2,5 Mio. Euro weiterhin negativ, hat sich gegenüber dem Vorjahr (-4,8 Mio. Euro ) jedoch erheblich verbessert. Für das Gesamtjahr stellt Vorstandssprecher Dr. Jens Gerhardt ein positives Konzernergebnis im einstelligen Millionenbereich in Aussicht. Der Auftragsbestand (+23% auf 71,3 Mio. Euro) ist ein Indiz dafür, dass dies gelingen könnte. Die Experten der Unternehmensbeteiligung AURELIUS (ISIN: DE 000 A0J K2A 8), die seit 2011 knapp 76% der Aktien von HanseYacht halten, haben den Sportboot-Produzenten nach einigen Flaute-Jahren nun wohl wieder auf Kurs gebracht.

Gelingt die Rückkehr in die Profitabilität, hat die Aktie weiter deutliches Kurspotential. Risikobereite Anleger kaufen auf dem aktuellen Kursniveau erste Stücke und nutzen die vergleichsweise hohe Volatilität des Titels an schwachen Tagen zum Ausbau ihres Investments. Der geringe Streubesitz macht den Aktienkurs volatil. Orders daher immer mit Limit versehen.

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Kennzahlen

Kursentwicklung

Umsatz (2018)*: 140,3 Mio.

Gewinn je Aktie (2018)*: negativ

Marktkapitalisierung*:69,32 Mio.

KGV (2020e): 8,3

Div.-Rendite: keine

* in EUR

Empfehlung: spekulativ kaufen

Kursziel: 9 EUR, Stop-Loss: unter 4 EUR (Schlusskurs Xetra)

ISIN: DE 000 A0K F6M 8 | Kurs: 6,20 EUR

Kurschance: 45% | Verlustrisiko: 35%

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