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Bilder auf dem Index

Nacktheit verbannt

Was schicklich ist und was nicht muss immer wieder neu verhandelt werden. Und jede Zeit findet dabei ihre eigene Antwort. Meist weist die Richtung dabei zu mehr Öffnung und einem liberaleren Sittsamkeitsempfinden. Doch es geht auch umgekehrt. Restriktion und Verbannung der Nacktheit - ein absurder Versuch einer neuen Anständigkeit?

In der Kunst regt sich vereinzelt, aber zunehmend Widerstand gegen Nacktheit. Die Manchester Art Gallery hat ein Gemälde von John William Waterhouse aus dem 19. Jahrhundert wegen der Darstellung von nackten Frauen aus der Ausstellung entfernt. Es zeigt „Hylas and the Nymphs" aus der antiken Mythologie.

Auch in Deutschland gibt es Widerstand gegen nackte Tatsachen. Wir erinnern uns: Im April 2016 wurden zwei Aktfotos aus einer Ausstellung durch das Bezirksamt eliminiert. Begründung: Rathausbesuchern mit Migrationshintergrund – im Klartext: Muslimen – seien solche Bilder nicht zuzumuten.

Absurde Sittsamkeitsdebatte

 

Letztendlich sollen drei deutsche Frauen hinter der Aktion gesteckt haben.
Solche Aktionen sind bizarr. In Werbung, Internet und insbesondere im TV ist immer mehr Nacktheit zu sehen. Da gibt es Kuppel- und Nackt-Shows, bei denen dem Betrachter glatt die Spucke wegleibt. Dagegen werden ästhetische historische Gemälde aus Ausstellungen oder dem öffentlichen Raum verbannt.

Fazit:

Die Kunstfreiheit wird mittels absurder moralischer und politischer Motive beschnitten. Zensur ist aber kein Mittel der inhaltlichen Auseinandersetzung.

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